Börsenwelt Presseschau I: Allianz und Wacker Chemie unter der Lupe
Börse Online versichert, Allianz ist ein gutes Investment. Der Zürcher Finanzbrief streitet wacker für höhere Aktienkurse von Wacker Chemie. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse Online sind begeistert: Die Allianz hat im ersten Quartal die Gewinne aus den Kapitalerträgen gesteigert, trotz der Schuldenkrisen. Allerdings betragen die unrealisierten Verluste noch immer 1,2 Milliarden Euro. Die Schadenquote ist dafür hervorragend. Der Vorstand bestätigte die Prognosen für das Gesamtjahr. In der allgemeinen Börsenkorrektur sank auch der Aktienkurs des Versicherungskonzerns, weshalb Anleger dieses niedrige Niveau nun für den Einstieg mit Rabatt nutzen und das am 4. Januar 2013 fällige Diskont-Zertifikat (WKN UU7 8EH) der UBS auf die Allianz kaufen sollten. Die Bank zahlt maximal 85 Euro zurück. Das entspricht einer Rendite von 21,1 Prozent beziehungsweise 37,8 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

Der Zürcher Finanzbrief: Wacker Chemie ist zu stark abgestraft worden
Die Überkapazitäten in der Solarindustrie sowie die sinkenden staatlichen Subventionen haben zu Firmenpleiten geführt - und zum Abschied von Anlegern aus diesem Sektor. Die Experten des Zürcher Finanzbriefes erinnern jedoch daran: Die Solartechnik hat als umweltfreundliche Energie-Gewinnungsart natürlich weiterhin ihre Zukunft. Nun führten die USA, auch auf Hinwirken der deutsche Solarworld AG, allerdings Strafzölle für chinesische Anbieter von 31 bis 250 Prozent, je nach Unternehmen, ein. Würde die Europäische Union ebenfalls Strafzölle für die Volksrepublik China erlassen, wäre das zunächst ein großer Erfolg für die deutsche Solar-Industrie. Doch in einem Handelskrieg gegen China, den Gläubiger mit den höchsten Forderungen an die USA, bestehen natürlich auch Gefahren für die hochverschuldeten USA und Europa. Die chinesischen Politiker könnten beispielsweise europäische und US-amerikanische Automobilkonzerne mit hohen Strafzöllen belegen.
Doch zunächst gibt es einen Hoffnungsschimmer für die Solarbranche. Wacker Chemie ist natürlich kein Solarwert, doch der Aktienkurs sank im Gleichschritt mit der Solarbranche. Der Konzern gehört zu den weltweit größten Lieferanten von polykristallinem Silizium, welches von Wafer- und Solarzellen-Produzenten verbaut wird. Die entsprechende Sparte Wacker Polysilikon produziert in Deutschland und den USA und steuerte im vergangenen Jahr 25 Prozent zum Konzern-Umsatz bei. Wacker Silikon hat einen Umsatzanteil von 33 Prozent gehabt, Wacker Siltronic 20 Prozent, Wacker Polymere 19 Prozent und Wacker Bio-Lösungen drei Prozent. Die Solar- und die Halbleiter-Industrie nehmen demnach 44 Prozent der Produkte von Wacker Chemie ab. Von 2005 bis 2011 erhöhte der Konzern den Umsatz um durchschnittlich 10,1 Prozent pro anno, dabei sanken der Erlöse nur im Rezessionsjahr 2009. Im vergangenen Jahr sank das EBIT zwar um 21 Prozent auf 603 Millionen Euro (Marge: zwölf Prozent), der Gewinn je Aktie um 28 Prozent auf 7,10 Euro und die Eigenkapitalquote auf 42 Prozent. Allerdings sind das noch immer gute Werte. Jüngst äußerte sich der Vorstand optimistisch für die Nachfrage im zweiten Quartal und bestätigte die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2012. Der Aktienkurs ist im Verhältnis zu dieser Entwicklung viel zu stark gesunken. Wenn die Unterstützung bei 56 Euro hält und der Widerstand bei 66 Euro überwunden wird, würde ein Kaufsignal mit einem Kurspotenzial bis 85 oder 90 Euro erzeugt werden.
Änderungen im Musterdepot von Platow Emerging Markets:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 1.500 Anteile von Keppel zu 6,29 Euro eingebucht und bei 4,75 Euro abgesichert sowie 30 Akten von Philip Morris CR zu 458,09 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 375 Euro gesetzt. Nun möchten sie noch 40 Titel von Samsung Electronics einbuchen und weitere 15 Papiere des südkoreanischen Elektronikkonzerns zu höchstens 230 Euro. Der Stopp-Loss soll bei 188 Euro platziert werden.
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