Werner Sperber
Platow Derivate setzt darauf, dass sich die Notierung des starken Unternehmens Aixtron erholt und stellt ein passendes Zertifikat vor. Der Frankfurter Börsenbrief ist so frei und empfiehlt die Aktie von Freenet zum Kauf. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erklären, Aixtron hat sich auf den Bau von Anlagen spezialisiert, mit denen wiederum Leuchtdioden hergestellt werden. Weltweite Überkapazitäten, Konkurrenz aus China, daraus folgend niedrige Auftragszahlen und der Verlust von Marktanteilen belasten den Konzern. Der Vorstand hat deswegen die Prognosen deutlich zurückgenommen. Um die gesenkten Ziele für dieses Jahr zu erreichen, ist allerdings ein starkes Geschäft im vierten Quartal nötig, nachdem die Zahlen für das dritte Quartal enttäuscht haben. Auf der anderen Seite weist Aixtron eine glänzende Bilanz auf. Nach dem Kurssturz von 75 Prozent in neun Monaten bildet sich nun zudem ein charttechnischer Boden. Ende vergangener Woche erreichte die Notierung erstmals in diesem Jahr ein relatives Hoch, so dass sich ein kurzfristiger Aufwärtstrend gebildet hat. Nun könnte sich eine deutlichere Erholung anbahnen, die mit Hilfe einer allgemeinen Jahresend-Rallye durchaus bis zum Widerstand bei 19 Euro führen kann. Risikobereite Anleger sollten deshalb den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DZ7 GA8) der DZ Bank auf Aixtron kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 8,56 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 9,01 Euro und einem Hebel von derzeit 4,5 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Im Derivate-Musterportfolio sind die jeweils 220 Short-Zertifikate auf Brent-Öl (WKN SG0 VCE) und den Bund Future (WKN SG2 G9H) ebenfalls jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 400 Call-Optionsscheine (WKN DE2 49B) auf Dialog Semiconductor zu 4,55 Euro aufgenommen und bei 3,05 Euro abgesichert sowie 4.700 Call-Optionsscheine (WKN DZ7 GA8) auf Aixtron zu 0,29 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,11 Euro gesetzt. Nun möchten sie noch 110 Long-Zertifikate (WKN SG1 Z88) auf das Währungspaar Britisches Pfund/Dollar zu höchstens 14,50 Euro aufnehmen und 140 weitere dieser Scheine zu maximal 13,70 Euro.
Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 1.500 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 S7U) auf das Paar Münchener Rückversicherung/DAX mit einem Verlust ausgestoppt worden. Dabei ist auf eine bessere Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index spekuliert worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.200 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SWE) auf das Paar Metro/DAX zu 1,47 Euro aufgenommen und bei 0,43 Euro abgesichert sowie 1.800 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 QJ7) auf das Paar Daimler/DAX zu 2,50 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,75 Euro gesetzt. Nun möchten sie noch 1.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SJG) auf das Paar Adidas/DAX ab einem Kurs von 2,52 Euro aufnehmen, 1.150 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 TBD) auf das Paar United Internet/DAX ab Notierungen von 1,51 Euro sowie 1.300 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 QED) auf das Paar Rheinmetall/DAX zu höchstens 2,13 Euro.
Der Frankfurter Börsenbrief: Nur keine Panik bei Freenet
Die Deutsche Telekom wirft dem Vertriebspartner Simply und dessen Mutterkonzern Drillisch Betrug vor und schon bricht der Aktienkurs von Freenet ein, da Drillisch Großaktionär von Freenet ist. Da die Streitsumme angeblich nur 1,5 Millionen Euro betragen soll, ist es nach Ansicht der Experten des Frankfurter Börsenbriefes unwahrscheinlich, dass Drillisch die Beteiligung an Freenet reduzieren muss. Aktionäre von Freenet sollten deshalb die Anteile halten und sich auf die hohe Dividende für das laufende Jahr von voraussichtlich 0,79 Euro pro Titel freuen. Die Dividendenrendite beträgt damit 8,8 Prozent. Interessierte Anleger sollten zudem weiterhin bei 8,50 Euro einsteigen. Das Kursziel beträgt 13 Euro und der Stopp-Loss sollte bei 7,78 Euro platziert werden.
Änderungen in Musterdepots der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Prior-Musterportfolio haben ihre 800 Anteile von Aixtron mit einem Verlust von 51 Prozent zu 10,80 Euro ausgebucht. Nun möchten sie sich noch von ihren ebenfalls 1.000 Aktien von Invision wohl mit Gewinn trennen. Dafür möchten sie 2.000 Titel der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG und 1.400 Papiere von Solarhybrid einbuchen.
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterdepot haben ihre 4.000 Anteile von Balda mit einem Gewinn von 33 Prozent zu 4,35 Euro ausgebucht und 500 Aktien von Dürr zu 32,05 Euro eingebucht. Nun sollen noch die 200 Vorzugsaktien von Drägerwerk wohl mit Verlust aus dem Portfolio genommen und dafür 14.000 Titel von Q-Cells aufgenommen werden.
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