Werner Sperber
Der CdC Aktiensnapshot hofft auf einen erfolgreichen Umbau von Telegate. TradeCentre betrachtet sich wohlwollend die Deutsche Bank. Der Zertifikate und Optionsscheine Trader setzt mit einem Derivat auf sonnige Zeiten für SMA Solar Technology. Der Austria Börsenbrief traut der Aktie von Magix nun einiges zu. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von CdC Aktiensnapshot verweisen auf den Konzernumbau bei Telegate, weg vom Telefon-Auskunftsgeschäft hin zu verschiedenen anderen Dienstleistungen. Derzeit können die Werbeeinnahmen und die Erlöse aus diesen Dienstleistungen die schwindenden Einnahmen aus dem Auskunftsgeschäft noch nicht wettmachen. Da Telegate mit der Telefonauskunft 11880 bundesweit sehr bekannt ist und der Konzern über ein solides Finanzpolster verfügt, sind die Aussichten, das modifizierte Geschäftsmodell zum Erfolg zu führen gut. Telegate hat sich für die Kunden auf die lokale Suche und Brancheninformation auf lokaler Ebene konzentriert. Die Telefonauskunft 11880 wurde zur Nummer 2 in Deutschland nach der Deutschen Telekom. Zum Telegate-Konzern gehören auch die Webseiten 11880.com und klicktel.de sowie mobile Dienste für die lokale Suche (Apps). Diese Angebote werden das zweite Standbein von Telegate, über die Werbeeinnahmen erzielt werden sollen. Telegate sieht sich als Vermarktungspartner für den Mittelstand und bietet dieser Kundengruppe Dienstleistungen von Online-Branchenwerbung über Suchmaschinenmarketing bis hin zur Realisierung professioneller Internetauftritte. Die Neuausrichtung des Geschäftsmodells auf Werbeeinnahmen und neue Dienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) hat zum Ziel, die Umsatzrückgänge aus dem Auskunftsbereich nach und nach aufzufangen. Telegate konzentriert sich dabei auf den deutschsprachigen Markt in Deutschland und Österreich und trennte sich bereits von seinen Tochtergesellschaften in Frankreich und Italien. Der neue Media-Bereich wuchs zuletzt um 26 Prozent, und nimmt derzeit einen Umsatzanteil von 23 Prozent ein. Dennoch kann diese positive Entwicklung den Umsatzrückgang im Auskunftsgeschäft aktuell noch nicht ausgleichen. Trotz einer Dividendenausschüttung von 14,9 Millionen Euro beziehungsweise 0,70 Euro je Aktie beliefen sich die flüssigen Mittel auf 49,2 Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug 90,4 Millionen Euro, was einer Quote von 64,2 Prozent entsprach.

TradeCentre: Die Deutsche Bank befreit sich
Derzeit werden die weltweiten Börsen vom Finanzsektor belastet, da es Unsicherheiten bezüglich der Finanzmarktreformen gegeben hat respektive gibt. Nachdem maßgebliche Personen der Notenbanken und Finanz-Aufsichtsbehörden aus 27 Ländern im schweizerischen Basel das neue Eigenkapital-Regelwerk "Basel III" beschlossen haben, müssen die Banken vermutlich ab dem Jahr 2013 deutlich höhere Kernkapitalquoten vorweisen. Das ist auf zweierlei Wege zu schaffen: Erstens über die Erhöhung des Eigenkapitals, zweitens über den Abbau von Risikopositionen. Bis die höheren Eigenkapitalquoten erreicht sind, dürften die meisten Bankaktien Probleme haben, weil das Damoklesschwert anstehender Kapitalerhöhungen beziehungsweise reduzierter Kreditvergabe über den Instituten schwebt. Die Experten von TradeCentre nehmen die Aktie der Deutschen Bank trotzdem auf die Liste der möglichen Kaufkandidaten für das Realdepot. Das Institut wird gerade einmal noch mit einem KGV von 6 bewertet, was viel zu wenig ist, wenn die Wirtschaft in den kommenden zwei Jahren weiter an Fahrt gewinnen wird. Die abgeschlossene Kapitalerhöhung sollte von den Märkten als eine Art Befreiungsschlag gefeiert werden, denn erstens ist die Bilanz dann endgültig solide und die Altlasten der Finanzkrise können weitgehend abgehakt werden. Zweitens ist die "Basel-III-Reform" bis dahin verabschiedet. Die Aktie der Deutschen Bank sollte somit nach der Kapitalerhöhung die besten Voraussetzungen haben, sich besser zu entwickeln als der DAX.
Änderungen im Realdepot des TradeCentre:
Simon Betschinger, Verantwortlicher für das Realdepot, hat 1.000 Anteilscheine von United Internet zu 10,15 Euro gekauft und damit seinen Gesamtbestand auf 1.500 Stück aufgestockt. Zudem hat er 700 Aktien von UBS zu 13,35 Euro gekauft. Nun will Betschinger noch 800 Papiere von KUKA zu höchstens 13,31 Euro erwerben. Die Titel der Deutschen Bank und der Douglas Holding sind auf der Watchlist.
Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Solarwert SMA hat wieder Boden unter den Füßen
Nach einem Monat der Kursrückschläge, der charttechnischen Wende bei 80 Euro und einem Bruch der Abwärtstrendlinie scheint die Aktie von SMA Solar Technology einen Boden auszubilden. Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Traders sehen es als wichtiges Etappenziel auf dem Weg zum Jahreshoch bei 100 Euro, wenn die Notierung die 200-Tage-Linie zurückerobern kann. Dafür spricht auch, dass der Kurstiefpunkt der vergangenen Woche höher liegt als der aus der Woche zuvor. Auch der Indikator MACD hat bereits ein Einstiegssignal angezeigt, das Anleger anlocken sollte. Die Experten raten risikobereiten Anlegern deshalb zum Kauf des am 15. Dezember fälligen Call-Optionsscheines (WKN DZ6 WUD) der DZ Bank auf SMA Solar. Der Schein ist mit einer Basis von 80 Euro und einem Hebel von derzeit 7,6 ausgestattet.
Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 500 Call-Optionsscheine (WKN DZ6 WUD) der DZ Bank auf SMA Solar aufnehmen und bei 0,75 Euro absichern.
Der Austria Börsenbrief: Magix mag nix als nach oben
Die Experten des Austria Börsenbriefes erinnern daran, dass die Aktie von Magix jüngst mit einem Schlusskurs von 5,42 Euro ein Dreijahreshoch erreicht hat. Damit sollte sich der seit Ende 2008 gültige Aufwärtstrend fortsetzen und die hartnäckige Widerstandszone zwischen 5,00 und 5,40 Euro nachhaltig überwunden werden. Die Experten sehen den "fairen Wert" der kaufenswerten Anteilscheine eher bei sieben Euro.
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