Werner Sperber
Die Euro am Sonntag geht davon aus, dass die Stammaktien von Sixt Gas geben. TradeCentre kürt ElringKlinger zum "Aktienbullen der Woche". Die Platow Börse wetten auf den Erfolg von CytoTools. Die Börse am Sonntag erwartet weiter steigende Strompreise und stellt ein passendes Derivat vor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Euro am Sonntag verweisen auf den Preisunterschied von Vorzugsaktien und Stammaktien von Sixt, welcher derzeit so niedrig ist, wie lange nicht mehr. Der Kurs der Stammaktie sollte nun allerdings wieder deutlich stärker zulegen. Das Mietwagen-Unternehmen expandiert weiter international und dürfte die Vorstandsprognose erreichen, wonach der Vorsteuergewinn höher sein soll als im vergangenen Jahr. Das Ziel ist in fünf Jahren Marktführer in Europa zu sein. Dafür sind die Stammaktien mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,3, einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7 für das nächste Jahr und einer Dividendenrendite von rund sechs Prozent zu günstig. Das Kursziel beträgt 20 Euro und der Stoppkurs sollte bei 10,40 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Im offensiv ausgerichteten Musterportfolio sind die 2.680 Bonus-Zertifikate (WKN BN4 REG) auf die Deutsche Telekom fällig und mit einem Gewinn von drei Prozent zu 11,50 Euro ausgebucht worden. Der Portfolio-Verantwortliche Joachim Spiering möchte nun 385 Bonus-Zertifikate (WKN TB6 HU3) auf die Vorzugsaktie der Hugo Boss AG sowie 1.140 Bonus-Zertifikate (WKN TB6 3NH) auf die Deutsche Bank einbuchen. Jens Castner, zuständig für das defensiv angelegte Musterdepot, möchte 30 der 80 Gold-ETCs (WKN A1E 9) ausbuchen. Dafür möchte er 100 Bonus-Zertifikate (WKN DZ3 CZX) auf die Allianz zu höchstens 69 Euro aufnehmen. Sven Parplies betreut das Momentum-Musterportfolio und er möchte Anteilscheine von Alexion Pharmaceuticals und Dollar Tree einbuchen.

TradeCentre: Übernahmephantasie bei ElringKlinger
Die Experten von TradeCentre verweisen darauf, dass die Premium-Autohersteller in diesem Jahr Rekord-Absatzzahlen und im nächsten Jahr weiteres moderates Wachstum erwarten. Im aktuellen Börsencrash sind die Aktien günstig geworden, so dass auch Übernahmegrüchte die Runde machen. Ein Unternehmen, für das solche Spekulationen aufgetaucht sind, ist der "Aktienbulle der Woche" ElringKlinger. Der Aufkäufer soll das US-Zulieferunternehmen Borgwarner sein. Allein aus strategischer Sicht ist der Kurs auf langfristige Sicht zu niedrig.
Die Platow Börse: CytoTools ist eine Wette auf DermaPro
Mark-André Freyberg, Vorstandsvorsitzender von CytoTools, hat den Experten der Platow Börse erklärt: "Diabetes schädigt die Nerven und vermindert das Schmerzempfinden." Deswegen würden Patienten Wunden oft zu spät wahrnehmen. Eine Behandlung erfolge oft nicht mehr rechtzeitig, was bei diabetischen Fußerkrankungen als letztem Ausweg zur Amputation führt. Momentan würde für dieses Leiden keine Behandlungsmethode existieren, die diesen Namen verdient. Für DermaPro, dem Hauptprodukt des Biotech-Konzerns, sollen "hoffentlich noch vor Sommer 2012" die Ergebnisse einer Studie der Phase IIb in Deutschland bezüglich Wundheilungs-Störungen sowie einer Untersuchung der Phase III in Indien zu diabetischen Wunden das große Heilungspotenzial und die gute Verträglichkeit des Hoffnungsträgers dokumentieren. Im Idealfall wäre DermaPro das erste Medikament zur vollständigen Behandlung des Diabetischen Fußes. Das Umsatzpotenzial wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Der Börsenwert von CytoTools beträgt lediglich 24 Millionen Euro. Letztlich ist die Aktie von CytoTools ein Wette auf den Erfolg von DermaPro, der nach Anleger-Ansicht kommen wird, allerdings stellt sich die Frage, wann. Risikobereite Investoren sollten die Anteilscheine bis zu einer Notierung von 15 Euro kaufen und ihr Engagement bei elf Euro absichern.
Die Börse am Sonntag: Stromversorger in Aufruhr und der Preis weiter im Aufwind
Der Anteil des Stroms aus Kernkraft belief sich nach Angaben der Experten der Börse am Sonntag in Deutschland bislang auf 22 Prozent. Um den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland bis zum Jahr 2022 zu schaffen, müssen die Stromversorgungs-Konzerne in das Stromnetz und neue Kraftwerke investieren. Das versetzt die Unternehmen in Aufruhr. Der Umbau der Produktionskapazitäten kommt schlecht voran, was zu Versorgungsengpässen und damit auf längere Sicht zu höheren Strom-Preisen führen dürfte. Europas führender Handelsplatz für Strom ist die European Energy Exchange (EEX) in Leipzig, an der auch Futures notiert werden. Der Referenzpreis für Strom in Mitteleuropa wird Phelix (Physical Electricity Index) genannt. Aktuell kostet der Baseload-Kontrakt für das kommende Jahr 57,85 Euro pro Megawattstunde (Mwh). Das entspricht knapp 5,8 Cent pro Kilowattstunde. Seit Mitte März stieg der Preis bereits um fast zehn Prozent und der Aufwärtstrend ist intakt. Kommt es tatsächlich zu Preissteigerungen bei den Erzeugern, ist das endlos laufende Partizipationszertifikat (WKN VT1 4PX) der Bank Vontobel auf den Nearest Phelix Baseload Future ein interessantes Investment.
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