Werner Sperber
ÖkoInvest fliegt auf Phoenix Solar. 4investors beschäftigt sich mit der Commerzbank und Dialog Semiconductor. Die Platow Börse glaubt an vier Milliarden Euro mehr für die Software AG. Focus Money findet Adidas anziehend. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von ÖkoInvest erinnern daran, dass Phoenix Solar ein fünftes Photovoltaik-Kraftwerk mit drei Megawatt (MW) Leistung für E.on in Italien baut und zwei Solarkraftwerke mit insgesamt 16 MW Leistung für Solarta in Thailand. In Thailand beträgt der Einspeisepreis für den Solarstrom in den ersten zehn Jahren rund 0,25 Euro pro Kilowattstunde (kWh). Phoenix hat die Planung für diese beiden Kraftwerke übernommen, die noch in diesem Jahr ans Netz gehen sollen. Das Unternehmen liefert dafür auch rund 67.000 Module von Schott, Wechselrichter von SMA Solar Technology und die benötigten Kabel. Die Experten verweisen zudem auf das neue Flachdach-Montagesystem Phoenix TectoFlat. Das besitzt eine höhere Standfestigkeit und ist auch für Gebiete in der Windlastzone 3 geeignet. Dennoch ist es leichter als bisherige Systeme und bis zu 50 Prozent preisgünstiger. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie von Phoenix Solar kaufenswert.

4investors: Diese Marken zählen für die Commerzbank und Dialog
Der Kurs der Commerzbank-Aktie schwankt derzeit zwischen 3,10 Euro und 3,17 Euro. Übergeordnet sind die Unterstützungen bei 2,90 Euro und 2,71 sowie die Widerstandszone zwischen 3,22 Euro und 3,33 Euro maßgeblich. Werden diese Kurse unter- beziehungsweise überschritten, würde das nach Angaben der Experten von 4investors prozyklische Handelssignale erzeugen.
Die Experten von 4investors verweisen darauf, dass sich um die Marke von 14 Euro eine breite Widerstandszone für den Aktienkurs von Dialog Semiconductor befindet. Aktuell ist die Notierung an der Hürde bei 13,73 Euro abgeprallt. Die Unterstützungen bei 12,66 Euro respektive 12,91 Euro haben allerdings standgehalten. Würde der Kurs auf weniger als 12,66 Euro sinken, wäre das das Ende der aktuellen Aufwärtsbewegung. Falls die Notierung auf mehr als 14 Euro steigt, sind zunächst Kurse von bis zu 15,41 Euro möglich.
Die Platow Börse: Die Software AG ver-fünffacht den Umsatz
Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG, gibt das Ziel aus, den Umsatz von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf rund fünf Milliarden Euro im Jahr 2020 zu steigern. Organisches Wachstum reicht nicht aus, um dieses Ergebnis zu erreichen. Deshalb möchte der Konzern alle zwei bis vier Jahre große Unternehmen zukaufen. Aktuell könne die Software AG Firmen für rund eine Milliarde Euro ohne eine Kapitalerhöhung akquirieren. Die Experten der Platow Börse sind von den Plänen und auch vom derzeitigen Erfolg des Unternehmens angetan und raten weiter zum Einstieg. Der Stoppkurs (nach dem Aktiensplit im Verhältnis 1:3) sollte bei 34 Euro gesetzt werden.
Focus Money: Adidas und der Fünfjahresplan
Frauen kaufen rund 30 Prozent der Waren von Adidas und der Sportartikelhersteller will diesen Anteil ausbauen. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf die 12- bis 16-jährigen Mädchen, welche die Mode-Marke Neo kaufen sollen. Mit Neo möchte Adidas Branchengrößen wie H&M oder Zara herausfordern. Im vergangenen Jahr erlöste Adidas mit dieser Marke 400 Millionen Euro, im Jahr 2015 sollen es eine Milliarde Euro werden. Bislang sind die T-Shirts und Schuhe vor allem in Russland, Indien und China zu haben, um das Umsatzziel zu erreichen will das Unternehmen in den nächsten Monaten auch Geschäfte in Deutschland eröffnen. Generell sieht das Management die größten Wachstumschancen in Russland und China. Doch auch in Nordamerika legten die Erlöse jüngst wieder stark zu. Die Marke Reebok ist ebenfalls wieder erfolgreich. Im nächsten Jahr, dem Jahr der Olympischen Spiele in London, will Adidas Nike als Weltmarktführer unter den Sportartikelherstellern ablösen. Um die Kunden im größten Markt, Westeuropa, zu versorgen, baut Adidas derzeit ein Vertriebszentrum für 100 Millionen Euro. Auch dadurch sollen die Ziele des Fünf-Jahres-Plans erreicht werden: Demnach dürfte der Umsatz von zwölf Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 17 Milliarden im Jahr 2015 steigen. Die EBIT-Marge soll von acht auf elf Prozent erhöht werden. Die Experten von Focus Money schätzen die Gewinne je Aktie in den Jahren 2011 bis 2013 auf 3,22 Euro beziehungsweise 3,80 Euro respektive 4,43 Euro. Sie geben den "fairen Wert" mit 62,51 Euro an und raten zu einem Stoppkurs bei 49,40 Euro.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Manuel Hölzle, Verantwortlicher für das Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money, möchte seinen 4.000 Anteilscheinen der MPH Mittelständischen Pharma Holding weitere 1.000 Aktien zu höchstens drei Eurohinzufügen. Zudem möchte er seinen Bestand von 4.000 Titeln von Windsor um weitere 500 Papiere zu maximal 2,60 Euro aufstocken. Im Musterdepot der DAB Bank sind die 350 Anteilscheine von Aixtron mit einem Verlust von 18 Prozent zu 23,70 Euro ausgestoppt worden. Gerhard Martin, der zuständige Verwalter des Depots, hat weitere 60 Aktien von Novozymes zu 109,75 aufgenommen. Der Misch-Einstandskurs für die nun 180 Titel beträgt 104,23 Euro. Frank Lingohr, der das Musterportfolio von Lingohr & Partner betreut, scheidet auf eigenen Wunsch aufgrund mangelnder Zeit aus dem Börsenspiel aus.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 127 Anteilscheine von Daimler zu 51,60 Euro aufgenommen und bei 43,20 Euro abgesichert. Zudem haben sie ihrem Bestand von 597 Aktien von Süss Microtec weitere 576 Titel zu 10,29 Euro hinzugefügt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 1.173 Papiere beträgt 9,66 Euro.
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