Werner Sperber
ÖkoInvest errechnet für New Value eine Lücke von 60 Prozent bis zum Nettoinventarwert. CdC Aktiensnapshot traut der Centrosolar Group nach der operativen Trendwende weiteres Wachstum zu. Die Actien-Börse erwartet für 2010 das Motto "small is beautiful" und rät zum Einstieg bei SKW Stahl-Metallurgie. Der Nebenwerte-Investor erkennt zwar einen harten Kampf um Firmenkunden im Telekomgeschäft, aber auch Kurschancen bei Ecotel. Trade24 setzt auf Suntech Power. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von ÖkoInvest verweisen darauf, dass sich der Net Asset Value (NAV) des Beteiligungsportfolios von New Value zum 30. Juni 2009 im Jahresvergleich um knapp 19 Prozent auf 79,6 Millionen Schweizer Franken beziehungsweise 24,28 Franken je Aktie (16,05 Euro) erhöht hat. Der Konzern, der seine Beteiligungen nach ethisch-ökologischen Kriterien auswählt, steigerte den Gewinn im ersten Halbjahr auch durch Beteiligungsverkäufe um 240 Prozent auf 10,2 Millionen Franken. Zu diesem Erfolg hat maßgeblich die börsennotierte 3S Industries beigetragen, an der New Value 10,2 Prozent hält und die damit rund 40 Prozent des gesamten Beteiligungsportfolios ausmacht. 3S überzeugte dabei operativ wie auch bei den Zuschreibungen für den Firmenwert. Da sich die Aktie von New Value um mehr als 60 Prozent verteuern müsste, um den Nettoinventarwert zu erreichen, empfehlen die Experten die Anteilscheine weiterhin zum Kauf.
Der CdC Aktiensnapshot: Centrosolar bietet eine solide Basis
Die Centrosolar Group hat sich auf Solardach-Anlagen spezialisiert und fertigt Module und Komponenten, Komplettanlagen für Privathaushalte und gebäudeintegrierte Solaranlagen für Gewerbeimmobilien. Mit dem Angebot von Produkten und Dienstleistungen für Solardach-Installateure und Großhändler hat sich der Konzern einen lokalen Vertrieb in Westeuropa aufgebaut. Centrosolar setzt darauf, bei den Installateuren vor Ort stärker durch technischen Service und bekannte Qualität punkten zu können, als dies im eher preisdominierten Markt für große Freilandanlagen der Falle ist. Diese bereits flächendeckende Präsenz ist für Centrosolar im Vergleich zu den Konkurrenten ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Der Konzern profitiert zudem teilweise vom Preiskampf im Solarzellengeschäft. Damit kann Centrosolar die im Jahresverlauf stark gefallen Modulpreise durch gesunkene Einkaufspreise ausgleichen. Im Geschäft mit margenstarken Komponenten ist das Unternehmen beispielsweise Marktführer bei der Herstellung nano-beschichteten Antireflex-Solarglases, mit dem die Leistung eines damit abgedeckten Moduls um vier bis sieben Prozent gesteigert werden kann. Nach einem schwierigen Start ins Jahr 2009, das durch einen starken Umsatzrückgang und negative Einmaleffekte aus der Neubewertung von Lagerbeständen sowie der Insolvenz eines Gemeinschaftsunternehmens mit Qimonda belastet worden war, hat Centrosolar den Umsatz im dritten Quartal um 35 Prozent gesteigert und das beste Quartalsergebnis der Firmengeschichte erzielt. Zum 30. September betrug das Eigenkapital 56,9 Millionen Euro beziehungsweise die Eigenkapitalquote 28,6 Prozent. Im November gab Centrosolar 5,8 Millionen neue Aktien zu 3,45 Euro aus und erhöhte das Eigenkapital damit um 20 Millionen Euro. Die Experten des CdC Aktiensnapshot gehen aufgrund der operativen Trendwende und der gestärkten Kapitalbasis von profitablem Wachstum im Jahr 2010 aus.
Änderungen in einem Musterdepot des CdC Aktiensnapshot:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio haben 20.000 Anteilscheine von IQ Power zu 0,06 Euro aufgenommen.
Die Actien-Börse: SKW, denn "small wird wieder beautiful"
Die Experten der Actien-Börse Daily verweisen auf die Kapitalerhöhung von SKW Stahl-Metallurgie, welche der auf Zusatzstoffe für die Stahlindustrie spezialisierte Konzern gestern eingeleitet hat. Diese Kapitalerhöhung ist um den Faktor 1,7 überzeichnet, was die Experten lobend erwähnen. Allerdings ist der Markt sehr eng. Die Experten gehen aber davon aus, dass im kommenden Jahr gelten wird: "small is beautiful". In kleineren Firmen herrscht echte Kreativität, die zu nutzen ist. Um die chancenreichsten Investmentmöglichkeiten in diesem Anlagebereich zu finden, bräuchte man allerdings zum einen andere Denk-Kriterien als bei Großkonzernen und zum anderen ein gewisses Maß an Gespür (oder Glück).
Der Nebenwerte-Investor: Ecotel vor der Erholung
Ecotel hat sich auf den hart umkämpften Markt für Telekommunikationslösungen für Geschäftskunden spezialisiert. In den ersten neun Monaten 2009 verdiente Ecotel 0,31 Euro je Aktie, wobei dem Konzern im dritten Quartal ein Sonderertrag von 1,65 Millionen Euro aus einer Kaufpreiserstattung für Nacamar zugeflossen ist. Peter Zils, Vorstandsvorsitzender und Eigentümer von 31 Prozent des Grundkapitals, will die Nettoverschuldung von 11,2 Millionen Euro zum 30. September 2009 in den kommnden zwei Jahren komplett abbauen. Die Aktie von Ecotel hat im Vergleich zur Konkurrenz trotz des jüngsten Kursanstiegs erhebliches Nachholpotenzial. Zumal die Anteilscheine auf einem Niveau deutlich unterhalb des Eigenkapitals notieren. Die Experten des Nebenwerte-Investor halten die Rahmendaten für derart günstig, dass Anleger bei Kursen von rund vier Euro auf eine weitere Erholung spekulieren und den Stoppkurs bei 3,30 Euro setzen sollten.
Änderungen im Musterdepot des Nebenwerte-Investor:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 230 Anteilscheine von InCity Immobilien mit einem Gewinn von neun Prozent zu 10,10 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 50 Vorzugsaktien von Volkswagen zu 54,25 Euro aufgenommen.
Trade24.de: Die Aktien von Suntech Power dürften weiter steigen
Ein positiver Kommentar zur Solarbranche von Vishal Shah, Analyst von Barclays Capital, haben die chinesischen Solaraktien zum Wochenauftakt beflügelt. Er erwartet insbesondere in Deutschland, Italien, China, den USA und Kanada eine wachsende Nachfrage und rechnet mit einem Gesamtabsatz von 9,3 Gigawatt, also zwei Gigawatt mehr als in seiner jüngsten Schätzung davor. Die Experten des AKTIONÄRs erinnern auch daran, dass sich Shah in den vergangenen Monaten eher skeptisch über die Branche geäußert hat, nun aber eine ganze Reihe von Solaraktien hochgestuft hat. Die Aktie von Suntech Power sollte man Shah zufolge nicht mehr "Gleichgewichten" sondern "Übergewichten". Er hob auch das Kursziel von 15 auf 20 Dollar an. Mit dem Überschreiten der Marke von 16 Dollar hat die Aktie ein charttechnisches Kaufsignal geliefert und im Vergleich zu den Wettbewerbern immer noch Nachholpotenzial. Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Suntech Power als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 16,20 Dollar gesetzt werden.