Werner Sperber
Global Biotech Investing braucht keinen Mut, um ein Engagement bei der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik zu empfehlen. Die Platow Börse hofft nach dem Lundbeck-Geschäft auf gute Studienergebnisse von Paion. Die Börse am Sonntag geht davon aus, dass der Mais knapp wird und hat passende Derivate parat. Der Anlegerbrief performaxx glaubt an weiterhin strahlende Ergebnisse mit Eckert und Ziegler Medizin- und Strahlentechnik. BetaFaktor sieht weiterhin eine intakte Rallye für die Aktie von Fielmann. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Global Biotech Investing erklärt, die jüngsten Zahlen der m-u-t AG seien glänzend. Zudem hat der Vorstand des Unternehmens für Meßgeräte und Medizin- und Umwelttechnik erneut die Prognosen für das Jahr 2010 angehoben. Auch die Analysten dürften demnächst ihre Schätzungen erhöhen. Die Experten zitieren die Analysten von Close Brothers Seydler, diejenigen von Warburg Research und auch die von Midas Research, welche die Aktie von m-u-t zum Kauf empfehlen und das Kursziel auf 7,50 Euro festlegten.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 170.000 Anteilscheine von Kraig Biocraft mit einem Verlust von 25 Prozent zu 0,086 Euro sowie ihre 3.750 Aktien von Pulsion mit einem Gewinn von zwei Prozent zu 4,06 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 8.097 Titel von Weikang Biotech zu 2,47 Euro aufgenommen und bei 2,30 Euro abgesichert.

Die Platow Börse: Heißer Herbst für Paion
Paion hat den Lizenzvertrag mit dem dänischen Pharmaunternehmen H. Lundbeck bezüglich des Wirkstoffes Desmoteplase (Desmodus rotundus Salivary Plasminogen Activator oder Draculin) erweitert. H. Lundbeck zahlt vorab 1,5 Millionen Euro. Sollten Moleküle aus dieser zweiten Generation die klinische Entwicklung erreichen, erhält Paion Meilensteinzahlungen von bis zu 25 Millionen Euro. Die Experten der Platow Börse erinnern zudem daran, dass Paion Ende September eine Studie der Phase II-B für das Anästhetikum (Betäubungsmittel, Schmerzbetäubungsmittel) Remimazolam beendete. Der Vorstand erwartet die wesentlichen Ergebnisse, vor allem die zur Wirksamkeit, bis Ende November. Risikobereite Anleger sollten bis zu Notierungen von 2,45 Euro einsteigen und den Stoppkurs bei zwei Euro setzen.
Die Börse am Sonntag: Der Maispreis popt weiter auf
Während des Sommers hat vor allem der sehr stark zulegende Weizenpreise den Kurs für Mais mit nach oben gezogen. Nun sorgt das US-Landwirtschaftsministerium mit erneut gesenkten Ernteprognosen für das Ende August ablaufende Erntejahr 2010/11 für weiter anziehende Notierungen. Im Wirtschaftsjahr 2009/10 erntete der weltgrößte Mais-Produzent- und Exporteur 333 Millionen Tonnen. Nun geht das Ministerium nur mehr von weniger als 322 Millionen Tonnen aus. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet auch weltweit eine geringere Produktion: Anstatt mehr als 826 Millionen Tonnen sollen es nur mehr fast 820 Millionen Tonnen sein. Die Nachfrage nach Mais dürfte dagegen von mehr als 829 Millionen Tonnen auf gut 835 Millionen Tonnen stiegen, vor allem weil der Bedarf für die Futtermittel-Produktion und die Ethanol-Erzeugung zulegen wird. Diese beiden Bereiche nehmen den meisten Mais ab. Insgesamt dürften die Lagerbestände weiter sinken, wobei das Ministerium für die USA anstatt von 28,4 Millionen nur mehr von 22,9 Millionen Tonnen in den Lagern ausgeht. Das wäre der tiefste Stand seit 14 Jahren. Neben der Angebotslücke hat sich in der vergangenen Woche allerdings auch im Chartbild eine Lücke (Gap) aufgetan. Deswegen empfehlen die Experten der Börse am Sonntag neben dem endlos laufenden Mais-Zertifikat (WKN GS5 HH5) von Goldman Sachs und dem open-end Long-Zertifikat (WKN RCB 4M8) der Royal Bank of Scotland auf Mais skeptischen Anlegern das laufzeitlose Short-Zertifikat (WKN RCB 4PN) der Royal Bank of Scotland. Das Long-Zertifikat ist mit einer Basis bei 4,50 Dollar pro Bushel Mais, einer Knock-out-Schwelle bei 4,70 Dollar und einem Hebel von derzeit 4,6 ausgestattet. Der Short-Schein weist eine Basis bei sieben Dollar, eine Knock-out-Schwelle bei 6,80 Dollar und einen Hebel von aktuell 3,7 auf.
Der Anlegerbrief performaxx: Eckert & Ziegler strahlt als Kerninvestment
Die Aktie von Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik ist nach Ansicht der Experten des Anlegerbriefes performaxx im Vergleich zu denen von Drägerwerk, Stratec Biomedical, Analytik Jena und Carl Zeiss Meditec weiterhin mit einem attraktiven KGV bewertet. Die Experten schätzen den Gewinn je Aktie für 2010 auf 1,90 Euro und für 2011 auf 2,05 Euro, was Kurs-Gewinn-Vielfachen von 13 und 12 entspräche. Die Dividendenrendite von 2,0 bis 2,5 Prozent ist zumindest besser als die Verzinsung auf einem Sparbuch. Die Aktie sind beinahe schon ein Kerninvestment im Medizintechnik-Sektor und dürften sich um die Jahreswende herum auf 30 Euro verteuern. Eckert & Ziegler stellt Kalibrier- und Referenzstrahler für Gamma-Kameras und Positronen-Emissions-Computertomographen her und hat nach eigenen Angaben hierbei einen Marktanteil von 65 Prozent. Die Bedeutung des Verfahrens wächst durch den Umstand, dass sich zunehmend mehr Krankheiten diagnostizieren lassen. Darüber hinaus ist der Konzern in einigen Nischen des Isotopenmarktes zumindest europaweit führend. Der Vorstand prognostiziert bis zum Jahr 2014 einen Umsatzanstieg von rund 105 Millionen Euro im laufenden Jahr auf etwa 200 Millionen Euro, wobei die Gewinnmarge stabil bei 15 Prozent bleiben soll. Das ist dem Konzern zuzutrauen, denn schon in der Vergangenheit war die Strategie bei Zusammenschlüssen und Übernahmen (Mergers & Akquisitions, M&A) durchdacht gewesen. Für weitere Zukäufe stehen dem Management derzeit rund 30 Millionen Euro an flüssigen Mitteln zur Verfügung.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das Trendfolge-Musterportfolio haben 140 börsennotierte Fonds (WKN DBX 0B6) auf den S&P500 2X Inverse Daily Index 1C zu 17,48 Euro aufgenommen.
BetaFaktor: Fielmann hat den Rallye-Durchblick
Seit Ende des Jahres 2003 und in einem noch steileren Aufwärtstrend seit Ende 2009 zieht der Aktienkurs von Fielmann nach oben. Daraufhin haben zum Beispiel die Analysten von Exane BNP Paribas ihre Einstufung für die Aktie auf "Underperform" gesenkt. Das Geschäft mit den Seehilfen lief aber auch im ersten Halbjahr 2010 sehr gut: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um fünf Prozent auf mehr als 487 Millionen Euro und der Nettogewinn um neun Prozent auf 55 Millionen Euro. Bei einer Eigenkapitalquote von beeindruckenden 75 Prozent belaufen sich die flüssigen Mittel auf 64,2 Millionen Euro. Zudem geht der Vorstand von einem Rekordjahr 2010 aus. Aufgrund der guten Perspektiven haben die Experten von BetaFaktor ihr Kursziel im Februar auf 75 Euro erhöht, nun geben sie als Ziel 80 Euro aus, denn die Trendstärke der ambitioniert bewerteten Aktie ist enorm.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 90.000 Anteilscheine von European Gas sind mit einem Gewinn von 37 Prozent zu 0,22 Euro ausgestoppt worden. Zudem haben die Verantwortlichen ihre 550 Aktien von Frogster mit einem Plus von sechs Prozent zu 27,60 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 1.500 Titel von Dialog Semiconductor zu 13,20 Euro, 3.000 Papiere von Nabaltec zu 6,90 Euro und 40.000 Aktien von Greenland Mineral & Energy zu 0,43 Euro eingebucht und die Stoppkurse bei 0,22 Euro, noch einmal bei 0,22 Euro und bei 0,35 Euro gesetzt.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Im Momentum-Musterportfolio sind die 220 Anteilscheine von Citrix sowie die 138 Aktien von Baidu wohl jeweils mit einem Verlust ausgebucht worden. Dafür hat Sven Parplies, als Verantwortlicher, 214 Titel von Lanxess zu 214 Euro und 1.010 Papiere von Wirecard zu 10,07 Euro aufgenommen. Joachim Spiering, zuständig für das offensiv ausgerichtete Musterdepot, hat seine 1.015 Anteilscheine von Nemetschek mit einem Verlust von neun Prozent zu 23,11 Euro ausgebucht. Dafür hat er 9.300 Aktien von B + S Banksysteme zu 2,80 Euro aufgenommen und mittlerweile bei 2,90 Euro abgesichert sowie 1.340 Titel von H + R Wasag zu 18,65 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 17 Euro platziert. Nun sollen noch die 2.425 Anteilscheine von Wirecard ausgebucht werden.
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