Werner Sperber
Die Aktien-Strategie hält KTG Agrar für ein bodenständiges, attraktives Investment. Börse Online will auch bei einer schwachen DAX-Entwicklung gutes Geld verdienen und hat dazu ein passendes Derivat. Der Aktionärsbrief kürt Intel zum "Bullen der Woche". Der Trend Invest Report sieht spekulative Chancen für Johnson Controls. Trade24 setzt auf SKW Stahl-Metallurgie. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Aktien-Strategie stufen die Aktie von KTG Agrar weiterhin als langfristig attraktives Investment ein. Zum Jahreswechsel hat der Agrarkonzern eine Biogas-Anlage mit einer Anschlussleistung von 3,2 Megawatt (MW) in Betrieb genommen. Damit steigt die Produktionskapazität auf rund elf MW. Eine weitere, ebenfalls 3,2 MW starke Anlage soll bis Mitte des Jahres die Sparte verstärken. Das Geschäft ist mit seinen operativen Gewinnspannen von mehr als 20 Prozent lukrativ für KTG Agrar. Der Konzern profitiert davon, dass er die Anlagen mit eigenen Produkten, wie Mais, Getreide oder Zwischenfrüchte, selbst versorgen kann. Der Vorstand möchte die Effizienz zudem noch erheblich steigern.
Änderungen im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Wolfgang Braun, Verantwortlicher für Musterportfolio, hat seine 1.000 Anteilscheine von Augusta Technologie mit einem Gewinn von 51 Prozent zu 11,40 Euro ausgebucht. Dafür hat er 1.200 Aktien von Systaic zu 7,06 Euro aufgenommen und bei 5,48 Euro abgesichert.

Börse Online: Den DAX locker im Griff und Gewinn auf dem Konto
Die Experten von Börse Online berufen sich auf Fachleute, welche für das Jahr 2010 per saldo von einer Seitwärtsbewegung des DAX ausgehen. Für dieses Szenario wird zum capped Put-Optionsschein (WKN BN4 KUK) der BNP Paribas auf den DAX geraten. Der Schein wird zum 17. September 2010 fällig und ist mit einer Basis von 7.100 Punkten ausgestattet. Die Begrenzung liegt bei 6.600 Zählern. Notiert der Index zum Laufzeitende des Optionsscheins bei weniger als 6.600 Punkten, wird der Schein mit maximal fünf Euro zurückgezahlt. Die maximale Rendite beträgt 19,6 Prozent beziehungsweise knapp 30 Prozent per anno. Das Kursziel beträgt also fünf Euro und der Stoppkurs sollte bei 3,40 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das ausgewogen angelegte Musterportfolio haben 600 Anteilscheine von Loewe zu 10,30 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 8,30 Euro gesetzt. Die Verantwortlichen für das konservativ ausgerichtete Musterdepot wollen ihre 350 Deep-Discount-Zertifikate (WKN AA1 DWN) auf den DAX zu mindestens 28,25 Euro ausbuchen und durch 300 aussichtsreichere mit der Wertpapierkennnummer DR1 8JK zu höchstens 33,30 Euro ersetzen. Die Verantwortlichen für das Trend-Musterportfolio haben 1.000 Aktien von Air Berlin zu 4,30 Euro aufgenommen und bei 3,70 Euro abgesichert. Da der DAX das Niveau nicht überwinden kann, welches der Index vor dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers erreicht hatte, gehen die Experten folgende Spekulation ein: Sie wollen 1.500 Inline-Optionsscheine (WKN SL1 FXE) auf den DAX zu höchstens drei Euro aufnehmen. Zum 17. Dezember 2010 werden diese Scheine zu zehn Euro zurückgenommen, sofern der DAX bis dahin weder die Marke von 4.800 Punkten erreicht oder unterschritten noch das Niveau von 6.800 Zählern erreicht oder überschritten hat. Die Verantwortlichen für das dynamisch angelegte Musterdepot haben 3.500 Aktien von Conergy zu 0,95 Euro aufgenommen und den Stopp-Loss bei 0,74 Euro gesetzt sowie 700 Bonus-Capped-Zertifikate (WKN SG1 JW5) auf TUI zu 7,60 Euro eingebucht und bei 4,95 Euro abgesichert. Nun sollen die 40 Anleihen (WKN A0A 8CY) von TUI zu 100 Prozent ausgebucht werden und die 1.000 Anteilscheine von Highlight Communications zu mindestens 4,05 Euro.
Der Aktionärsbrief: Intel ist fit und reif für den Kauf
Die Experten des Aktionärsbriefes erklären: Die US-amerikanische Hightech-Branche ist wieder voll in der Spur. Wenn es Intel gut geht, muss es auch den Computerherstellern gut gehen und wenn es bei denen läuft, läuft auch die Softwarebranche. Intel steht vor einigen glänzenden Quartalen und die Zahlen des Halbleiterkonzerns lassen kaum Wünsche offen. Der Vorstand prognostiziert für das erste Quartal 2010 einen Umsatz zwischen 9,3 und 10,1 Milliarden Dollar. Der Erfolg hat seine Gründe in der neuen Produktionstechnik, in welche Intel vor einem Jahr, also mitten in der Rezession, mit sieben Milliarden Dollar so viel wie noch nie investiert hat. Dadurch kann Intel nun Chips produzieren, die nicht nur kleiner und leistungsstärker sind, sondern auch noch Energie sparen. Diese neuen Prozessoren bringt der Konzern nun im großen Stil auf den Markt. Vor allem bei Laptops und Netbooks sind diese Chips gefragt. Und genau dieser Sektor befindet sich in einem regelrechten Boom. Auch die Bewertung der des netto schuldenfreien Unternehmens ist günstig. Analysten schätzen den Gewinn je Anteilschein für das Jahr 2010 auf 1,60 Dollar und für 2011 auf 1,80 Euro. Daraus ergeben sich Kurs-Gewinn-Vielfache von 13 beziehungsweise 11,5. Die Experten raten spätestens bei möglichen Kursrücksetzern bei Notierungen von rund 19 Dollar zu kaufen und erhöhen den "fairen Wert" auf 28 Dollar.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das Allround-Musterportfolio haben 250 Anteilscheine von Euromicron zu 16,06 Euro aufgenommen und bei 14,50 Euro abgesichert. Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterdepot haben 6.000 Aktien von Plaut zu 0,87 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,74 Euro gesetzt. Nun wollen sie 125 der 250 Titel von Solar Millenium und 500 der 1.000 Papiere von Dialog Semiconductor ausbuchen sowie die gesamten 5.000 Anteilscheine von TDS Infotech. Dafür sollen 4.000 Aktien von Update Software aufgenommen werden.
Der Trend Invest Report: Johnson Controls hilft beim sparen und verdienen
Johnson Controls arbeitet beim Bau von Lithium-Ionen-Batterien für Ford oder BMW mit der französischen Saft Groupe zusammen. Während die Franzosen reine Batteriehersteller sind, bringen die US-Amerikaner als Zulieferer der Automobilindustrie viel Erfahrung für komplette Batteriesysteme mit. Johnson Controls erhält 300 Millionen Dollar staatliche Fördergelder und baut auch mit diesen Mitteln eine Fabrik in den USA, die schon ab September 2010 Batterien ausliefern wird. Der vielseitige Konzern hat sich vor allem im Geschäft mit der effizienteren Nutzung von Energie einen Namen gemacht. Jüngst hat Johnson Controls den Auftrag erhalten, für 16 kalifornische Städte den Energieverbrauch zu senken. Mit dem Erreichen des 52-Wochen-Hochs ist auch der bekannte US-Investor Jim Cramer auf die Aktie aufmerksam geworden und rät aufgrund der Gewinn-Stabilität zum Kauf der "günstigsten" Autozuliefereraktie. Die Experten des Trend Invest Report raten risikobereiten Anlegern ebenfalls zum Kauf, da die Unternehmensstrategie, der Chart und die Bewertung stimmen.
Änderungen im Musterdepot des Trend Invest Report:
Die jüngst zu 22,93 Euro aufgenommen 50 Anteilscheine von Daldrup & Söhne sind mit einem leichten Plus zu 23 Euro ausgestoppt worden.
Trade24.de: Der Aktienkurs von SKW Stahl-Metallurgie dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de haben 100 Aktien von SKW Stahl-Metallurgie zu 15,75 Euro als „spekulativen Wert" in das Musterdepot aufgenommen. Damit sind diese Titel mit rund 15 Prozent im Portfolio gewichtet. Der Wert gefalle fundamental wie auch charttechnisch. Das Kursziel beträgt 18 bis 20 Euro.