Werner Sperber
Der Strategie-Report möchte bei K+S für alles gerüstet sein und stellt ein passendes Zertifikat vor. Der Austria Börsenbrief beschäftigt sich mit der möglichen Fusion von Freenet und Drillisch. Zertifikate Kompakt sieht Gefahren für das zweite Halbjahr und Derivate-Chancen für "die besten deutschen Aktien des zweiten Halbjahres": K+S, Gerry Weber International, Südzucker, Wincor Nixdorf, Linde, Adidas und Henkel. Der Zertifikate & Optionsscheine Trader erkennt Silber und Gold als Gewinner der Schuldenkrisen und hat entsprechende Derivate parat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Strategie-Reports erinnern daran, dass der Aktienkurs von K+S in einem symmetrischen Dreieck konsolidiert. Die Unterstützung bei 51,16 Euro muss auf jeden Fall gehalten werden, denn sonst droht ein weiterer Kursverlust bis auf 47,67 Euro und eine zeitlich viel längere Korrektur. Wenn die obere Seite dieser Formation bei 55,59 Euro auf Wochenschluss-Basis überwunden wird, wäre ein mittelfristiges Kaufsignal erzeugt. Das Kurspotenzial reicht zunächst bis 65 bis 70 Euro. Vor diesem Hintergrund ist auch ein Kursverlauf mit sich wenig ändernden Notierungen möglich. Deshalb sollten Anleger das am 31. Dezember 2012 fällige Discount-Zertifikat (WKN BN4 QUD) der BNP Paribas auf K+S kaufen. Die Bank zahlt maximal 50 Euro zurück, was einer Rendite von 11,3 Prozent beziehungsweise acht Prozent auf ein Jahr gerechnet entspricht.
Änderungen im Musterdepot des Strategie-Reports:
Die 150 Outperformance-Zertifikate (WKN MQ1 D8J) auf die Allianz sind mit einem Verlust von neun Prozent zu 90,60 Euro ausgestoppt worden und die 6.888 Call-Optionsscheine (WKN VT1 T2H) auf Amgen mit einem Minus von 23 Prozent zu 0,31 Euro.

Der Austria Börsenbrief: „Freellisch" ist gut
Die Experten des Austria Börsenbriefes erwarten über kurz oder lang einen Zusammenschluss von Freenet und Drillisch, wobei die Aktionäre von Drillisch davon stärker profitieren dürften. Bislang drängte Drillisch-Vorstandsvorsitzender Paschalis Choulidis auf eine Fusion, wohl unter seiner Führung. Jüngst hatte auch Freenet-Vorstandsvorsitzender Christoph Vilanek erstmals zumindest eine Prüfung nicht mehr ausgeschlossen. Die Hauptversammlung von Freenet hat zudem den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden von Drillisch, Hartmut Schenk, in den Aufsichtsrat von Freenet gewählt. Was weiterhin für die Aktie von Drillisch spricht, ist die Dividende, welche auf 0,85 Euro pro Anteilscheine geschätzt wird. Das entspräche einer Rendite von mehr als zehn Prozent.
Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das Österreich-Musterportfolio haben 1.600 Anteilscheine von Polytec zu 7,80 Euro aufgenommen.
Zertifikate Kompakt: Das sind "die besten deutschen Aktien"
Die Experten von Zertifikate Kompakt warnen vor einer Zunahme der Risiken von Aktien-Engagements im zweiten Halbjahr. Anleger sollten die Konjunktursituation in den USA verfolgen. Einige Frühindikatoren, wie etwa der ISM-Einkaufsmanager-Index, gehen seit März deutlich zurück. Die anhaltende Schwäche auf dem Immobilien- und Arbeits-Markt belastet die Konsumenten und auch die Unternehmen geben weniger Geld aus. In vielen Ländern Europas neigt die Wirtschaft ebenfalls zur Schwäche, wobei Deutschland eine Ausnahme darstellt. Die Investoren sind hier dennoch nervös. Gewinnwarnungen führen zu hohen Kursabschlägen und die Enttäuschungen könnten sich häufen. Analysten mahnen besonders bei Industriekonzernen Zurückhaltung an. Unternehmen, welche ihre Erträge solide steigern und günstig bewertet sind, bieten dennoch Chancen. Mit entsprechenden Zertifikaten lassen sich die Ertragschancen steigern, wobei Anleger auf das Ausfallrisiko der jeweiligen Emittenten solcher Zertifikate achten sollten. Neben den großen Konzernen aus defensiven Branchen bieten Unternehmen aus dem MDAX Potenzial. HSBC Trinkaus & Burkhardt rät dazu reine Zykliker zu meiden. Werthaltige Papiere sollten den Wachstumswerten vorgezogen werden.
Die "besten deutschen Aktien für das zweite Halbjahr 2011" sind folgende Titel, die überzugewichten sind: K+S, Gerry Weber International, Südzucker, Wincor Nixdorf, Linde, Adidas und Henkel. Der Dünger-Markt verspricht exzellente Wachstumsperspektiven, denn die zunehmende Zahl der Menschen auf der Erde kann nur mit einer höheren Agrarproduktion ernährt werden. Zudem bauen Landwirte auf einer ohnehin immer kleiner werdenden Fläche nun auch noch Pflanzen an, welche für die Produktion von Biotreibstoffen verwendet werden. Bei K+S kommt noch die Übernahme-Fantasie hinzu. Wenn ein Branchenkonkurrent eine Offerte startet, ist ein Kurssprung von K+S wahrscheinlich. Das passende Derivat ist ein am 20. Juni 2012 fälliges Bonus-Zertifikat (WKN DE4 R8D) der Deutschen Bank auf K+S. Die Bank zahlt maximal 62 Euro zurück, wenn der Aktienkurs bis zum Laufzeitende nicht auf oder unter das Niveau von 43 Euro sinkt. Das entspräche einer Rendite von 8,6 Prozent beziehungsweise 9,4 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Bei den meisten empfohlenen Aktien sind die mittelfristigen Aufwärtstrends intakt. Mögliche Kursrückschläge dürften sich daher in Grenzen halten. Entsprechend begrenzt ist auch das Investmentrisiko von Zertifikaten mit Teilschutz wie zum Beispiel einer Aktienanleihe: Dabei errechnet sich für die am 23. März 2012 fällige Anleihe (WKN MQ3 6VS) von Macquarie auf das Modeunternehmen Gerry Weber International eine Seitwärts-Rendite von 5,5 Prozent respektive 8,3 Prozent pro anno. Südzucker dürfte die Erwartungen der Anleger künftig wohl eher übertreffen, da die Zuckerpreise vermutlich anziehen. Auch die Ertragslage bei der Biotreibstoff-Tochterfirma CropEnergies dürfte sich verbessern. Wer es noch sicherer haben will, sollte das am 22. Juni 2012 fällige Bonus-Zertifikat (WKN TB6 PLT) von HSBC Trinkaus auf Südzucker kaufen. Allerdings ist auch die maximale Rendite, mit 4,6 Prozent beziehungsweise fünf Prozent auf ein Jahr gerechnet, niedrig. Die Bank zahlt 27 Euro zurück, falls der Aktienkurs die Marke von 18 bis zum Laufzeitende nicht berührt. Die Ertragschancen mit dem am 21. Juni 2012 fälligen Discount-Zertifikat (WKN BN7 6VT) der BNP Paribas auf Wincor Nixdorf sind höher. Die Bank zahlt maximal 45 Euro zurück, was einer Rendite von 16,4 Prozent beziehungsweise 18,4 Prozent pro anno entspräche. Allerdings irritierte der Hersteller von Geldautomaten vor einigen Wochen mit einer Gewinnwarnung. Ein weiterer wichtiger Auswahlfaktor ist das Aufgeld auf den Aktienkurs. Dennoch empfehlen sie das am 29. Juni 2012 fällige Bonus-Zertifikat (WKN UB4 Y1Y) der UBS auf Linde zum Kauf. Der Gaskonzern liefert seit Jahren stabile Gewinnsteigerungen und profitiert von den relativ niedrigen Erdgas-Notierungen auf dem Weltmarkt. Die Bank zahlt 150,50 Euro zurück, falls die Aktie die Schwelle von 88 Euro nicht verletzt. Das entspräche einer Rendite von 6,8 Prozent respektive 7,3 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Adidas und Henkel werden von den anziehenden Rohstoffpreisen belastet. Doch beide Konsumgüter-Konzerne sind glänzend positioniert. Die Chancen stehen deshalb gut, die steigenden Produktionskosten durch höhere Verkaufspreise ausgleichen zu können. Deshalb sind das am 20. Juni 2012 fällige Bonus-Zertifikat (WKN GS5 3KW) von Goldman Sachs auf Adidas und das am 21. Juni 2012 ablaufende Bonus-Zertifikat (WKN CK1 6TR) der Commerzbank auf die Vorzugsaktie von Henkel die richtige Wahl. Goldman Sachs zahlt 64 Euro zurück, wenn der Aktienkurs bis zum Ablauf des Zertifikates die Marke von 40 Euro nicht berührt. Das entspräche einer Rendite von sieben Prozent beziehungsweise 7,7 pro anno. Die Commerzbank tilgt mit 53 Euro, falls der Kurs der Vorzugspapiere von Henkel die Schwelle von 39 Euro nicht erreicht. Das käme einer Rendite von 6,6 Prozent respektive 7,3 Prozent auf ein Jahr gerechnet gleich.
Der Zertifikate & Chart Trader: Silber und Gold gegen die Schuldenkrisen
Die Edelmetalle Silber und Gold erweisen sich derzeit als rentabler Anlegerschutz gegen die von den Schuldenkrisen verursachten Kursschwankungen an den Aktienmärkten. Der Silberpreis könnte den Widerstand bei knapp 40 Dollar pro Feinunze überwinden. Die Experten des Zertifikate & Chart Trader erwarten daraufhin einen heftigen Preisanstieg bis auf 45 Dollar oder mehr. Da der Relative-Stärke-Index (RSI) noch bei weniger als 70 Punkten liegt, ist Silber nicht über-kauft. Deshalb sollten Anleger den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DZ3 V2B) der DZ Bank kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 29,38 Dollar je Unze, einer Knock-out-Schwelle bei 29,52 Dollar und einem Hebel von derzeit 3,5 ausgestattet.
Die Experten des Zertifikate & Chart Trader erinnern daran, dass der Goldpreis die wichtige Hürde bei 1.549,22 Dollar je Feinunze überschritten hat. Angesichts des mustergültigen Aufwärtstrends dürfte demnächst die Marke von 1.600 Dollar überwunden werden. Bis zum Ende des Jahres könnte der Preis einer Feinunze Gold durchaus bis auf 1.700 Dollar steigen. Deshalb ist der Einstieg in das open end Long-Zertifikat (WKN CG0 J7S) der Citigroup ratsam. Dieser Schein weist eine Basis bei 1.257,43 Dollar pro Feinunze Gold, eine Totalverlust-Schwelle bei 1.280 Dollar und einen Hebel von aktuell 4,5 auf.
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