Werner Sperber
Die Börse am Sonntag erwartet steigende Kurse von Jungheinrich und hat passende Derivate parat. Der Strategie-Report steigt bei BMW mit Sicherheitsgurt ein. Die Euro am Sonntag ist von der Dr. Hönle AG begeistert. Der Anlegerbrief performaxx sieht Chancen mit Gold. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag erklären, der Markt für Flurförderfahrzeuge wachse derzeit sehr dynamisch. Davon profitiert auch die Jungheinrich AG, als einer der weltweit führenden Anbieter für innerbetriebliche Logistik. Mit stetig neuen Innovationen sowie dem kontinuierlichen Ausbau des Dienstleistungs- und Serviceangebots stellt der Konzern die Weichen für weiterhin gute Geschäfte. Mit einem geschätzten Gewinn von 2,62 Euro je Anteilschein und einem daraus abzuleitenden KGV von 11 für das laufende Jahr sind weitere Kurssteigerungen möglich. Die derzeitige Korrektur bietet demnach eine Einstiegsgelegenheit, zumal der langfristige Aufwärtstrend intakt ist. Erste spekulative und langfristig ausgerichtete Käufe sind bei 24 Euro interessant. Den Stoppkurs geben die Experten allerdings mit 23,80 Euro an, was so wohl nicht beabsichtigt ist. Risikobereite Anleger sollten die endlos laufenden Bull-Zertifikate mit den Wertpapier-Kennnummern CK0 PH8 oder CK0 PH9 der Commerzbank auf Jungheinrich kaufen. Das erste Zertifikat ist mit einer Basis bei 22,16 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 23,32 Euro und einem Hebel von derzeit 3,9 ausgestattet. Das zweite verfügt über einen Basispreis bei 21,26 Euro, eine Totalverlust-Schwelle bei 22,37 Euro und einen Hebel von aktuell 3,5. Das am 21. Juni 2012 fällige Discount-Zertifikat (WKN CK1 4C4) desselben Emittenten räumt einen Rabatt von 20,8 Prozent auf den Aktienkurs ein. Die maximale Rendite beträgt 11,5 Prozent beziehungsweise 11,9 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Wer mit einer weiteren Konsolidierung rechnet, der sollte das open-end Zertifikat (WKN TB9 VR7) von HSBC Trinkaus auf Jungheinrich kaufen. Dieser Schein ist mit einer Basis bei 35,18 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 33,42 Euro und einem Hebel von derzeit 4,9 ausgestattet.

Strategie-Report: BMW mit Sicherheitsgurt
Nachdem der Aktienkurs von BMW auf mehr als 61,90 Euro gestiegen ist, wurde ein Kaufsignal ausgelöst. Daraus lässt sich ein Kursziel von zunächst 65,49 Euro ableiten. Danach dürfte die Notierung konsolidieren. Wenn der Kurs anschließend auch auf Schlusskurs-Basis wieder auf mehr als 65,49 Euro zulegt, sind Kurse von 70 bis 75 Euro möglich. Notierungen von weniger als 61,90 Euro mahnen zur Vorsicht, ein Verkaufssignal wird allerdings erst bei Kursen von weniger als 58,83 Euro erzeugt. Aufgrund des aktuellen Marktumfeld bietet sich an, mit einem Sicherheitspuffer zu arbeiten. Die Experten des Strategie-Reports raten zum Kauf des am 21. Juni 2012 fälligen Discount-Zertifikates (WKN CG0 W8K) der Citigroup auf BMW. Die maximale Rendite beträgt 10,4 Prozent.
Änderungen im Musterdepot des Strategie-Report:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 532 Discount-Zertifikate (WKN GS2 AFF) auf den DAX sowie 2.777 Discount-Zertifikate (WKN BC1 JZA) auf den S&P 500 aufnehmen.
Die Euro am Sonntag: Mit Dr. Hönle strahlt der Anleger
Die Dr. Hönle AG hat mit den Zahlen für die ersten sechs Monate des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2010/11 positiv überrascht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 28,1 Prozent auf 32,1 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie legte um 173 Prozent auf 0,60 Euro zu. Zudem erhöhte der Vorstand die Prognose für das gesamte Fiskaljahr 2010/11. Georg Pröbstl, Experte der Euro am Sonntag, erwartet, dass das Management auch die Ziele für das Wirtschaftsjahr 2011/12 bald anheben wird. Er schätzt das Ergebnis pro Anteilschein für das kommende Geschäftsjahr auf etwa zwei Euro, was einem KGV von 6 entsprechen würde. Neben der internationalen Expansion, etwa nach Italien oder die Volksrepublik China, dürfte das Unternehmen auch durch Zukäufe wachsen. Unter anderem soll der Vorstand mit einem sehr profitablen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 15 Millionen Euro verhandeln. Mit flüssigen Mitteln von mehr als sieben Millionen Euro dürfte die Dr. Hönle AG für eine solche Akquisition ohne Kapitalerhöhung auskommen. Pröbstl rät zum Kauf mit einem Kursziel von 20 Euro und einem Stoppkurs bei 8,70 Euro.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat seine 8.000 Anteilscheine von 4SC wohl mit prozentual zweistelligem Verlust ausgebucht und die 2.630 Aktien von Steico anscheinend mit prozentual einstelligem Gewinn. Nun möchte er 3.220 Titel von Cancom IT-Systems aufnehmen. Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, hat sich von den 200 Papieren von C-Quadrat getrennt. Insgesamt hat das Engagement wohl ein Plus von elf Prozent eingebracht. Nun möchte er noch 120 Anteilscheine von K+S zu höchstens 54 Euro einbuchen. Im Momentum-Musterportfolio von Sven Parplies sind die 604 Aktien von Electronic Arts, die 124 Vorzugsaktien von Drägerwerk und die 52 Titel von Netflix wohl alle mit leichtem Verlust ausgestoppt worden. Dafür hat Parplies 2.943 Papiere von Sky Deutschland zu 3,39 Euro sowie 261 Anteilscheine der SGL Group zu 38,31 Euro aufgenommen.
Der Anlegerbrief performaxx: Gold bleibt kaufenswert
Der Preis einer Feinunze Gold in Euro befindet sich noch immer im langfristigen Aufwärtstrend. Jüngst übertraf die Notierung das Allzeithoch von 1.088 Euro und löste damit eine charttechnische Dreiecks-Formation nach oben auf. Das abzuleitende Kursziel beträgt 1.400 Euro. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx raten zum kauf des ETC (WKN A0N 62G) von ETFS Securities auf Gold. Der Stoppkurs sollte bei 1.000 Euro pro Unze gesetzt werden.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Im kurzfristig ausgerichteten Musterportfolio sind die 1.500 Call-Optionsscheine (WKN BN8 RX3) auf das Währungspaar Britisches Pfund/Japanischer Yen mit einem Verlust von 33 Prozent zu 4,54 Euro ausgestoppt worden.
Änderung im Musterdepot der Platow Börse:
Die 3.000 Anteilscheine von Celesio sind mit einem Verlust von 13 Prozent zu 14,40 Euro ausgestoppt worden.
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