Werner Sperber
Die Actien-Börse Daily nennt die Einstiegsniveaus für die Aktien von Gildemeister und Wacker Chemie. 4investors beschäftigt sich mit der Commerzbank und Infineon Technologies. Focus Money erklärt: BASF ist einfach besser. Die Platow Börse erklärt SAP wieder zum "Liebling der Anlegermassen". Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Actien-Börse Daily verweisen darauf, dass der Kursverlauf der Aktie von Gildemeister den besonders zyklischen Geschäftverlauf des Werkzeugmaschinen-Unternehmens unterstreicht. Bei Notierungen von 12,20 bis etwa 11,50 Euro dürfte der Boden der aktuellen Korrektur erreicht sein. Allgemein sollten die Notierungen der Industrie-Aktien im MDAX ihren Boden sehen, wenn sie etwa 30 Prozent niedriger notieren als zu den Jahreshöchstständen vor oder kurz nach dem Super-GAU in Japan. Bei Wacker Chemie könnte eine einigermaßen vertretbare Einschätzung der Aussichten durch das Management einen schnellen Einstieg nötig machen. Anleger sollten bereits bei 130 bis 125 Euro einsteigen. Das mögliche Tief beträgt allerdings sogar 117 Euro.

4investors: Die Kurse von Commerzbank und Infineon bleiben unter Druck
Der Aktienkurs der Commerzbank hat die Hürde bei 2,90 Euro nicht überwunden, worauf die Notierung deutlich gesunken ist. Dabei hat der Kurs auch die Unterstützungslinien bei 2,56 und 2,50 Euro unterschritten. Der Schlusskurs entsprach mit 2,40 Euro dem Tagestief. Die nächsten Unterstützungen befinden sich bei 2,35 Euro, bei 2,27 Euro, wo das untere Ende des Bollinger-Bandes als Absicherung dient, und bei 2,22 Euro. Die Experten von 4investors bezeichnen das Chartbild kurz- und langfristig als bearish. Erst wenn der Kurs bei mehr als 2,56 Euro schließt, stabilisiert sich die Lage.
Die Experten von 4investors erinnern daran, dass der Aktienkurs von Infineon Technologies auf weniger als 6,80 Euro gesunken ist. Dieses Unterschreiten einer Unterstützung erzeugte zwar ein Verkaufssignal, doch befindet sich bei 6,62 Euro die nächste Unterstützung. Von dort aus schaffte die Notierung schon einmal einen Anstieg bis auf 8,31 Euro. Insgesamt bleibt die Lage damit allerdings weiter angespannt. Erst wenn der Widerstand bei 6,80 Euro überwunden wird, sind weitere Kurssteigerungen auf zunächst mehr als sieben Euro möglich.
Focus Money: Bei BASF stimmt die Chemie
Die Entwicklung des Aktienkurses von BASF gehört im DAX zu den besten und auch im EuroStoxx50. Die Dividendenrendite von rund 3,5 Prozent gehört zu den höchsten in diesen Indizes. Dabei schüttet das Chemie-Unternehmen lediglich 100 Euro aus, wenn es 276 Euro verdient. Das Verhältnis von Gewinn je Aktie zu Dividende beträgt also 2,76. Damit kann BASF selbst in Krisenzeiten noch eine Ausschüttung vornehmen, ohne an die Substanz gehen zu müssen. Aufgrund dieser hervorragenden Kennzahlen sowie Kurs-Gewinn-Vielfachen von 10 für dieses und nächstes Jahr, raten die Experten von Focus Money zum Einstieg mit einem Stoppkurs bei 53 Euro.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Manuel Hölzle, verantwortlich für das Musterportfolio der GBC AG, im Börsenspiel von Focus Money, hat seine 900 Anteilscheine von KTG Agrar mit einem Gewinn von vier Prozent zu 16,21 Euro ausgebucht. Dafür hat er 1.000 Aktien von Helma Eigenheimbau zu 10,77 Euro aufgenommen. Nun möchte er weitere 1.000 Titel von Helma zu höchstens elf Euro einbuchen. Dafür will er 2.000 seiner 6.000 Papiere von Cinemaxx zu mindestens 3,70 Euro aus dem Portfolio nehmen. Gerhard Martin, zuständig für das Musterdepot der DAB Bank, möchte seine 600 Anteilscheine von Gildemeister ausbuchen sowie 150 seiner 300 Aktien von Lanxess.
Die Platow Börse: Jetzt glänzt SAP
Die Unternehmen investieren heute mehr in individuelle Software als in die IT-Infrastruktur. Zudem gewinnen Themen wie Cloud Computing immer mehr an Bedeutung. SAP scheint diesen Umbruch innerhalb der Software-Branche gut umzusetzen und den Kunden zu geben, was sie verlangen. Das lässt sich nun auch an den Zahlen für das zweite Quartal ablesen. Im ersten Quartal lobten die Börsenexperten noch die Software AG für die Ergebnisse und kritisierten SAP. Jetzt hat sich das Bild um 180 Grad gedreht und SAP ist nach Angaben der Experten der Platow Börse wieder der Liebling der Massen. Den Analysten zufolge setzt sich der Trend guter Zahlen bei SAP auch im Jahr 2012 fort. Da auch das langfristige Chartbild überzeugt, sollten Anleger mit einem Stoppkurs bei 35 Euro einsteigen.
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