Börsenwelt Presseschau: Gildemeister, Leoni, Deutz und Masterflex unter der Lupe
Euro am Sonntag setzt mit einem Derivat auf die ambitioniert bewertete Aktie von Gildemeister. Die Börse am Sonntag traut den Anteilscheinen von Leoni das Allzeithoch zu und hat einige passende Derivate parat. Der Anlegerbrief performaxx geht davon aus, dass der Kursmotor von Deutz weiter läuft. Die Platow Börse sieht Masterflex wieder in der Spur. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Petra Maier, Expertin der Euro am Sonntag, gibt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für die Aktie von Gildemeister für das laufende Jahr mit 20 an, was sie für ambitioniert bewertet hält. Zugleich verweist sie auf die Einschätzung der Analysten des Bankhauses Lampe, welche das Kursziel mit 22 Euro beziffern. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sie sehr risikobereiten Anlegern den Kauf des endlos laufenden Call-Optionsscheines (WKN TB6 A6P) von HSBC Trinkaus auf Gildemeister. Der Schein ist mit einer Basis und einer Knock-out-Schwelle bei jeweils 15,05 Euro sowie einem Hebel von derzeit 6,3 ausgestattet. Nachdem Gildemeister seit März mit dem japanischen Werkzeugbau-Konzern Mori Seiki zusammenarbeitet, kooperiert das deutsche Unternehmen demnächst auch mit dem chinesischen Werkzeugmaschinenhersteller Shen Yang Machi. Zudem hat Gildemeister bei der China International Machine Tool Show (CIMT) 234 Werkzeugmaschinen im Volumen von 45,2 Millionen Euro verkauft. Nach einigen Kapitalmaßnahmen, bei denen Mori Seiki den Anteil auf 20,1 Prozent erhöht hat, dürfte Gildemeister nun schuldenfrei sein. Das wiederum führt immer wieder zu Übernahmegerüchten. Charttechnisch hat die Aktie den Seitwärtstrend mit dem Anstieg auf mehr als 16,50 Euro überwunden, was ein Kaufsignal erzeugt hat.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 6.250 Anteilscheine von Softing zu 3,98 Euro aufgenommen und bei 3,30 Euro abgesichert. Nun möchte er seine 2.020 Aktien von Süss Microtec ausbuchen und dafür 5.060 Titel von Tomorrow Focus aufnehmen. Sven Parplies, zuständig für das Momentum-Musterdepot, hat 173 Vorzugsaktien der Hugo Boss AG zu 63,57 Euro und 108 Anteilscheine von Wynn Ressorts zu 101,78 Euro aufgenommen. Den Bestand an Wynn Ressorts bucht er allerdings gleich wieder aus und auch die 876 Titel von Solarworld sowie die 108 Papiere von Baidu.com nimmt er aus dem Portfolio. Dafür möchte er Anteilscheine von Biogen Idec, Centrotherm Photovoltaic und Vertex einbuchen.

Die Börse am Sonntag: Leoni drängt zum Allzeithoch
Bei Leoni scheint sich die gute geschäftliche Entwicklung des vergangenen Jahres auch in diesem Jahr fortzusetzen. Die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2011 waren nach Ansicht der Experten der Börse am Sonntag stark. Zudem hat der Vorstand des Kabel- und Bordnetz-Spezialisten die Prognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Nun erwartet das Management einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Euro und ein EBIT von etwa 210 Millionen Euro. Angesichts der glänzenden Marktposition sowie der Erschließung neuer Nischenmärkte sind die fundamentalen Aussichten positiv, auch wenn Leoni relativ stark von der Automobilindustrie abhängig ist, doch dort boomt das Geschäft bislang. Die guten Aussichten spiegeln sich in der dynamischen Kursentwicklung wider. Nachdem die Notierung die Widerstandsmarken bei 35,50 Euro sowie 36,15 Euro überwunden hat, ist der Weg frei bis zum Allzeithoch bei 46,81 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 31,80 Euro gesetzt werden. Vorsichtigere Anleger sollten das am 22. Juni 2012 fällige Discount-Zertifikat (WKN DZ4 AEV) der DZ Bank auf Leoni kaufen. Das Papier weist ein Cap von 36 Euro aus; Anleger bekommen also höchstens 36 Euro ausgezahlt. Aufgrund des Diskonts errechnet sich eine maximale Rendite von 15,5 Prozent respektive 13,9 Prozent pro anno. Risikobereite Anleger sollten in das jeweils endlos laufende Long-Zertifikat (WKN TB6 AAP) von HSBC Trinkaus oder den Call-Optionsschein (WKN DE5 176) der Deutschen Bank auf Leoni einsteigen. Der HSBC-Schein ist mit einer Basis bei 28,10 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 29,51 Euro und einem Hebel von derzeit 3,6 ausgestattet. Für das Papier der Deutschen Bank ergibt sich derzeit eine Basis bei 28.08 Euro, eine Totalverlust-Marke bei 29,40 Euro und einen Hebel von aktuell 3,5. Pessimisten legen sich den open-end Put-Optionsschein (WKN DZ2 7TU) der DZ Bank auf Leoni zu. Dieser Schein weist eine Basis bei 47,10 Euro, eine Knock-out-Schwelle bei 44,80 Euro sowie einen Hebel von derzeit 4,5 auf.
Der Anlegerbrief performaxx: Deutz steht vor dem Ausbruch
Deutz plant, die Ergebnisse für das erste Quartal 2011 am 12. Mai vorzulegen. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx schätzen, dass sich an diesen Zahlen eine Fortsetzung des positiven Trend aus dem Jahr 2010 ablesen lässt. Dadurch steigen die Chancen, dass der Aktienkurs die Hürde bei 6,60 Euro überwindet. Nachdem der Großaktionär SAME seinen Anteil von 45 auf 25 Prozent reduziert hat, beläuft sich der Streubesitzanteil nun auf 68 Prozent. Dadurch wird der Motoren-Hersteller zu einem aussichtsreichen Kandidaten für den Wiederaufstieg in den MDAX. Das Kursziel beträgt etwas mehr als zwölf Euro.
Die Platow Börse: Masterflex ist wieder in der Spur
Der Konzernumbau bei Masterflex hat jahrelang gedauert und ist noch nicht komplett abgeschlossen. Die Experten der Platow Börse gehen allerdings davon aus, dass der Hersteller von Verbindungs- und Schlauchsystemen wieder in der Spur ist. Im ersten Quartal erreichte Masterflex jedenfalls einen Gewinn von 0,9 Millionen Euro, nachdem der Konzern zuletzt im Jahr 2007 ein positives Ergebnis ausgewiesen hat. Auch Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Bastin geht davon aus, dass Masterflex allmählich die Früchte aus der Konzentration auf das Kerngeschäft ernten wird. Im laufenden Jahr möchte Masterflex neue beziehungsweise überarbeitete High-Tech-Schläuche auf den Markt bringen, mit denen zusätzliche Branchen und Segmente erschlossen werden sollen. Zudem plant Dr. Bastin den Markteintritt in China und damit in den asiatischen Raum. Zuletzt erschloss Masterflex bereits Brasilien und Russland, denn im Ausland sieht die Gesellschaft "überproportionales Potenzial". Insgesamt prognostiziert der Konzernchef für das laufende Jahr einen Anstieg der Erlöse um acht bis zehn Prozent auf 50 Millionen bis 51 Millionen Euro und einem "etwas moderateren" Zuwachs beim EBIT auf mehr als sieben Millionen Euro. Das Nettoergebnis soll deutlich positiv ausfallen. Nach der Kapitalerhöhung im Dezember 2010 will das Unternehmen zudem die Eigenkapitalquote bald auf 30 Prozent verbessern. Der Stoppkurs sollte bei 4,20 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
Die 10.000 Anteilscheine von Gulf Resources und die 23.000 Aktien von ROK Global sind jeweils mit einem Verlust von elf Prozent zu 2,85 beziehungsweise 1,60 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 30.000 Titel von Peregrine Metals zu 0,87 Euro aufgenommen.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die 2.800 Anteilscheine von Gentium (minus zwölf Prozent, 6,30 Euro), die 11.300 Bull-Zertifikate (WKN CM7 M1F) auf Novo Nordisk (ein Prozent, 1,80 Euro), die 9.000 Aktien von Immunocellular (minus 15 Prozent, 1,40 Euro) und die 5.350 Titel von Skystar Biopharma (minus 14 Prozent, 3,05 Euro) sind jeweils ausgestoppt worden.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 2.000 Anteilscheine von Payom Solar sind mit einem Verlust von neun Prozent zu 8,80 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 4.000 Aktien von Medusa Mining zu 5,95 Euro aufgenommen und bei 5,40 Euro abgesichert sowie 3.000 Titel von Nucletron zu 6,69 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei sechs Euro gesetzt.
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