Der Aktionärsbrief: Gerresheimer hat die Bodenbildung wohl abgeschlossen
Die Experten des Aktionärsbriefes empfehlen die Aktie von Gerresheimer als „Bulle der Woche“ mit einem Stoppkurs bei 17,50 Euro zum Kauf. Markttechnisch mehren sich die Anzeichen, dass die Bodenbildungsphase ihr Ende gefunden haben könnte. Fundamental begrenzt der Buchwert von 14,68 Euro das Risiko. Das KGV von 11 ist immer noch günstig. Zieht die Konjunktur zum Jahresende wieder an, bietet die Aktie dank ihres robusten Geschäftsmodells eine gute Perspektive. Gerresheimer stellt alles aus Glas und Kunststoffen her, was die Pharmaindustrie für Forschung und Produktion benötigt. Das Angebot reicht von Arzneimittelfläschchen aus Glas und Kunststoff bis hin zu technisch anspruchsvollen Drug-Delivery-Systemen wie Sterilspritzen oder Inhalatoren. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand eine Umsatzveränderung von minus drei bis plus einem Prozent im Vergleich zu 2008. Die operative Marge soll mindestens 18 Prozent erreichen.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtetet Musterportfolio haben 1.500 Anteilscheine von Heliad Equity Partners zu 4,82 Euro eingebucht. Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot haben 500 Aktien der Deutschen Lufthansa zu 11,14 Euro aufgenommen. Neuaufnahmen sind in dieser Woche in keinem der beiden Depots vorgesehen.
Börse Online: CTS Eventim hat das Beste noch vor sich
Das Management des Eintrittskarten-Vermarktungsunternehmens CTS Eventim erwartet für das laufende Jahr bessere Ergebnisse als 2008. Das Betriebsergebnis des Vorjahres von 50 Millionen Euro hat CTS Eventim bereits jetzt fast erreicht und dabei kommt das saisonüblich starke vierte Quartal erst noch. Börse Online zitiert die Analysten der DZ Bank, welche die Halbjahreszahlen von CTS Eventim als „sehr stark“ eingestuft haben. Die Experten empfehlen die Aktie mit einem Kursziel von 35 Euro und einem Stoppkurs bei 23,90 Euro zum Kauf.
Änderungen in einem Musterdepot von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das ausgewogene Musterportfolio senken ihr Limit, um 50 DAX-Reverse-Bonuszertifikate (WKN CM1JKG) einzubuchen von 111 auf 101 Euro. Zudem sollen 50 GrenkeLeasing-Anleihen (WKN A0Z 2Q5) zu höchstens 104,50 Euro aufgenommen werden.
Global Performance: Der TecDAX ist zu teuer
Die Experten von Global Performance werden beim Blick auf den TecDAX an böse Börsenzeiten zur Jahrtausendwende erinnert. Damals habe gegolten: Je höher die Verluste, desto höher die Aktienkurse. Im zweiten Quartal 2009 haben die 30 deutschen Hightech-Unternehmen insgesamt betrachtet zum dritten Mal in Folge Verluste erwirtschaftet. Im zweiten Quartal 2008 wiesen sie einen kumulierten Gewinn von 15,2 Millionen Euro aus und nun erwirtschafteten sie einen Verlust von 260 Millionen Euro. Auch die – soweit als möglich – um Sonderfaktoren bereinigten operativen Ergebnisse sind im Jahresvergleich eingebrochen. Insgesamt verringerte sich dieser Wert um 65 Prozent auf 216 Millionen Euro. Doch seit Jahresbeginn hat der TecDAX mehr als 30 Prozent an Wert gewonnen. Die Experten begründen die Kurszuwächse mit der hohen Liquidität im Markt und mit dem Hoffen der Anleger auf bessere Zeiten. Fundamentale Betrachtungen treten immer mehr in den Hintergrund. Von den 30 Indexwerten haben aber auch 17 eine Umsatzsteigerung geschafft, wie etwa Wirecard oder Qiagen. Diese beiden Titel sind leider schon recht teuer. Die Aussichten für die Solarbranche sind weiterhin hervorragend, doch die Überkapazitäten und die Marktbereinigung dürften noch einige Quartale belasten. Die Experten schätzen, dass der TecDAX auch im Gesamtjahr 2009 einen Verlust ausweist. Für 2010 gehen sie von einem KGV von sehr ambitionierten 20 aus, wobei es sehr viele Unsicherheiten in den einzelnen Unternehmen sowie in der Gesamtwirtschaft gibt. Aixtron, Infineon, Freenet oder Rofin-Sinar sind viel zu teuer. Wirecard, Kontron, Carl Zeiss Meditec oder Pfeiffer Vacuum liefern zwar eine überzeugende Geschäftsstrategie, sie sind jedoch dem widrigen Marktumfeld ausgesetzt und dafür ehrgeizig bewertet. Die Experten gehen insgesamt davon aus, dass der TecDAX nach der Kursrallye korrigiert. Erst danach könnten sich annehmbare Chance-Risiko-Verhältnisse finden lassen. Bis dahin aber raten sie von einem Einstieg ab.
Änderungen im Musterdepot von Global Performance:
Die Verantwortlichen für das Musterdepot gehen davon aus, dass die jüngsten Abgaben an den Börsen den Anfang für eine stärkere Korrektur oder sogar die Fortsetzung des Bärenmarktes darstellen. Vor allem im Finanzsektor kommen Befürchtungen auf, die Krise könnte andauern. Daher soll das Musterdepot abgesichert werden. Die verantwortlichen wollen 250 ShortDAX-Zertifikate (WKN DB2 SRT) zu höchstens 77,10 Euro einbuchen sowie 800 Stück Xetra-Gold (WKN A0S 9GB) zu höchstens 22,15 Euro.
Der Chart Trader: SKW Stahl-Metallurgie erlebt erst den Ausbruch und dann den Einbruch
Der Kurs der Aktie von SKW Stahl-Metallurgie ist zunächst ausgebrochen. Allerdings anders als von den Experten des Chart Trader favorisiert, an der Unterseite. Derzeit notieren die Papiere sogar unterhalb des Stoppkurses von 13,20 Euro. Dieser sollte aber eingehalten werden, da ansonsten kurzfristig mit weiteren Abgaben zu den Zwischentiefs bei 12,31 bis 12,17 Euro zu rechnen ist. Sollten diese potenziellen Unterstützungen nicht halten, droht ein Test der Kreuzunterstützung bei 11,29 Euro. Fällt die Aktie auch darunter zurück, bilden die 200-Tage-Linie bei 10,57 Euro und das Zwischentief bei 10,36 Euro die nächsten Anlaufpunkte.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Der Bestand an Derivaten (WKN DB6 JL5) der Deutschen Bank auf die Aktie von HeidelbergCement ist mit einem Gewinn von 107 Prozent ausgestoppt worden. Dafür sind 350 Anteilscheine von SKW Stahl-Metallurgie zu 14,22 Euro eingebucht worden.