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Börsenwelt Presseschau: Dialog Semiconductor, Commerzbank und Deutsche Bank, Freenet sowie SAP unter der Lupe

Werner Sperber

Die Platow Börse glaubt an einen Kursanstieg von Dialog Semiconductor im Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeschäft von Apple. 4investors beschäftigt sich mit der Commerzbank und der Deutschen Bank. Focus Money rät bei Freenet zum Handeln, da die Börsen übertreiben. Der Effecten-Spiegel sieht die möglicherweise um eine Milliarde Dollar geringere Patentrechtsstrafe von SAP im Aktienkurs noch nicht berücksichtigt. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse erinnern daran, dass Apple ein Geheimnis aus seinen Lieferanten macht. Dialog Semiconductor bestätigte allerdings Vorbereitungen für ein großvolumiges Projekt. Apple möchte Gerüchten zufolge den Verkauf einer Konzernannahmen zufolge für den chinesischen Markt ausreichenden Version des iPhones 4 sowie den Verkauf eines iPhones 5 beginnen. Anleger sollten auf eine Belebung des Aktienkurses von Dialog Semiconductor im Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeschäft von Apple setzen und die Aktie bis zu Notierungen von elf Euro und einem Stoppkurs bei 8,90 Euro kaufen.


4investors: Unterschiedliche Banken-Chancen          

Der Aktienkurs der Commerzbank hat das bisherige Tief bei 1,79 Euro unterschritten und sank zwischenzeitlich bis zum unteren Ende des Bollinger-Bandes ab, welches bei sinkender Tendenz derzeit bei 1,73 Euro verläuft. Wenn sich dieses Verkaufssignal bestätigt, dürfte der Abwärtstrend mit geringerer Dynamik anhalten. Die Experten von 4investors raten dazu, sich bezüglich der Kursziele dann am unteren Ende des Bollinger-Bandes zu orientieren. Kursanstiege auf mehr als 1,79 bis 1,83 Euro beziehungsweise 1,89 bis 1,96 Euro respektive 2,09 bis 2,12 Euro würden die Lage leicht entspannen. Allerdings ergäbe sich erst ein klares prozyklisches Trendwende-Signal, wenn die Notierung auf mehr als 2,31 bis 2,35 Euro steigt.

Die Experten von 4investors verweisen darauf, dass der Aktienkurs der Deutschen Bank die Unterstützung bei 23 Euro auf Basis des Schlusskurses gehalten hat. Charttechnisch könnte der kurzfristige Trend deshalb nach oben drehen. Die ersten Erholungs-Kursziele sind die Widerstände bei 25,12 Euro und bei 26 Euro. Danach folgt die Hürde bei 28,53 Euro. Erst wenn diese Marke überwunden wird, sieht das Chartbild auch übergeordnet wieder deutlich bullish aus. Sinkt der Kurs auf weniger als 23 Euro, dürfte er bis auf 22 Euro weiter fallen.

Focus Money: Freenet möchte weniger Kunden und mehr Gewinn    

Vor zwei Jahren hat sich Christoph Vilanek, Vorstandsvorsitzender von Freenet, zwei Jahre Zeit gegeben, um das Mobilfunk-Minuten-Wiederverkaufsunternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Im zweiten Quartal 2011 trennte sich der Konzern von 336.000 Kunden, welche mit ihren Pre-paid-Karten lediglich einen monatlichen Telefonumsatz von jeweils 3,10 Euro eingebracht haben. Die Experten von Focus Money zitieren Andreas Heinold, Analyst von Unicredit, der zwar von einem langfristig schrumpfenden Umsatz von jährlich einem Prozent ausgeht. Andererseits soll Freenet profitabler werden und die bereits jetzt hohe Dividende weiter anheben. Der Gewinn je Aktie könnte in den Jahren 2011 bis 2013 von 0,70 Euro über 0,85 Euro auf 1,63 Euro steigen. Nach den Zahlen für das zweite Quartal erhöhte Heinold sein Kursziel auf 11,50 Euro. Charttechnisch war die Aktie Mitte August überverkauft. Zudem hat sich seit Anfang 2010 ein stabiler Boden bei 7,50 Euro gebildet.

Änderung in einem Musterdepot im Börsenspiel von Focus Money:

Gerhard Martin, Verantwortlicher für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, möchte 5.000 Anteilscheine von QSC zu höchstens 2,11 Euro aufnehmen.

Der Effecten-Spiegel: SAP mit einem Milliarden-Sonderertrag        

SAP beziehungsweise einem Tochterunternehmen von SAP wird vorgeworfen, Daten des Wettbewerbers Oracle gestohlen zu haben. Die vorläufige Schadensersatzforderung belief sich auf 1,3 Milliarden Dollar. Diese Summe bezeichnete eine kalifornische Richterin nun als extrem übertrieben. Oracle soll nur mehr 272 Millionen Euro erhalten. Dabei hat SAP bereits 929 Millionen Euro (1,31 Milliarden Dollar) zurückgestellt. Die Chancen, mit diesen 272 Millionen Dollar Schadensersatz davonzukommen, sind gut, denn Justizexperten würden Oracle raten, diese Summe doch anzunehmen, zumal sie für einen Urheberrechtsstreit ohnehin ungewöhnlich hoch sei. Die Experten des Effecten-Spiegels gehen davon aus, dass die Anleger nach der derzeitigen, allgemeinen Unsicherheit an den Börsen auf diese für SAP gute Nachricht reagieren. Die Auflösung der zu hohen Rückstellung dürfte sich schließlich entsprechend positiv auf das Ergebnis von SAP auswirken. Zudem ist die Auftragslage von SAP gut, was für eine anhaltend positive operative Entwicklung spricht. Die Unternehmen würden weniger in die IT-Infrastruktur und mehr in die Software investieren. SAP bietet Software an, mit deren Hilfe Unternehmen Geschäftsprozesse, wie die Buchhaltung oder Kundenverwaltung, steuern können. Die Analysten von Unicredit raten mit einem Kursziel von 48 Euro zum Kauf, die Experten des Effecten-Spiegels geben das Ziel mit 45 Euro an.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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