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Börsenwelt Presseschau: Demag Cranes, TUI, Curasan und die 7 Days Music Entertainment AG unter der Lupe

Werner Sperber

Die Platow Börse geht davon aus, dass der Aktienkurs von Demag Cranes weiter nach oben gehievt wird. Focus Money sieht eine Schiffsladung Geld bei TUI ankommen. Der BetaFaktor glaubt weiterhin an den Erfolg von Curasan und der 7 Days Music Entertainment AG. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse gehen davon aus, dass die Präsentations-Tour von Demag Cranes offenbar ein voller Erfolg war. Die Zahlen könnten schon in der saisonüblich stärkeren zweiten Jahreshälfte vom Sparprogramm profitieren, das im Frühjahr 2011 beendet wird. Demag Cranes will zudem in China die Angebotspalette um ein Mittelpreis-Segment erweitern und denkt über Zukäufe für nicht mehr als 100 Millionen Euro in den Schwellenländern nach. Langfristig hofft das Management auf neue Bestellungen für Hafentechnologie, wobei im Emirat Abu Dhabi ein Großprojekt winkt. Analysten bestätigten ihre positive Einschätzung, die aus der Nachfrage der kurzzyklischen Standardkräne und dem Servicegeschäft erwächst. Zudem schaffte der Aktienkurs den Ausbruch über die Marke von 28,50 Euro. Die Experten erklären, das KGV von 14 für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2010/11 ist eine ambitionierte Bewertung, doch das positive Momentum rechtfertigt weiterhin den Einstieg. Der Stoppkurs sollte bei 21,50 Euro gesetzt werden.

Änderung im Musterdepot der Platow Börse:

Die 2.933 Anteilscheine von Rhön Klinikum sind mit einem Gewinn von 13 Prozent zu 15,95 Euro ausgestoppt worden.

Focus Money: Hapag-Lloyd verschifft viel Geld an TUI             

John Fredriksen, norwegischer Reeder, Milliardär und Großaktionär von TUI, drängt seit Jahren darauf, dass der Touristikkonzern aus Hannover seine Beteiligung an dem Container-Schifffahrtsunternehmen Hapag-Lloyd verkauft, um die eigenen Schulden zu senken. Im vergangenen Jahr verkaufte TUI Hapag-Lloyd bereits für 4,5 Milliarden Euro an die Stadt Hamburg und den Speditionsunternehmer Klaus-Michael Kühne. Doch TUI musste 43,3 Prozent wieder zurückkaufen und Hapag-Lloyd sowie den Käufern Darlehen von insgesamt 1,32 Milliarden Euro gewähren. TUI selbst hat Schulden von 4,6 Milliarden Euro, wovon grob die Hälfte auf Hapag-Lloyd entfallen, zudem stecken in der Reederei-Tochterfirma noch 1,1 Milliarden Euro an Eigenkapital von TUI. Nun ist das Ziel von Fredriksen nahe. Hapag-Lloyd wird sich künftig selbst refinanzieren und dafür eine Anleihe ausgeben, die Staatsbürgschaft zurückgeben und Bankkredite aufnehmen. Peter Bloed, Experte von Focus Money, sieht die Möglichkeit, dass TUI Hapag-Lloyd nun tatsächlich verkaufen kann. Er schätzt die Einnahmen für den Touristikkonzern aus nun wieder rechtlich erlaubten Zahlungen für (gestundete) Zinsen und Tilgung bis zum Jahr 2014 auf mindestens 865 Millionen Euro, mit denen so niemand gerechnet hatte. Zudem dürfte TUI ein Hybrid-Darlehen über 350 Millionen Euro wohl in Eigenkapital von Hapag-Lloyd umwandeln und so den Anteil an der Reederei bis zum Jahresende auf 49,8 Prozent aufstocken. Insgesamt verringert sich die Kreditlast und erhöht sich die Kreditwürdigkeit von Hapag-Lloyd und gleichzeitig steigt der Wert von Hapag-Lloyd für TUI, denn ohne Staatsgarantien und mit geordneten Finanzen ist der Verkauf von Hapag-Lloyd erst möglich. Im Jahr 2012 darf TUI den fast 50-prozentigen Anteil an das Hamburger Konsortium verkaufen und wenn die das Geld wieder nicht aufbringen können, darf TUI den Anteil an Hapag-Lloyd auf 51 Prozent erhöhen und diese Mehrheitsbeteiligung anderweitig verwerten, also verkaufen oder an die Börse bringen. Der Stoppkurs sollte bei 7,50 Euro gesetzt werden.

Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:

Eberhard Rohe, Verantwortlicher für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, hat 800 Anteilscheine von Augusta Technologie zu 12,99 Euro aufgenommen. Manuel Hölzle, zuständig für das Musterdepot der GBC AG, will seinen Bestand von 1.500 Anteilscheinen von Greiffenberger um weitere 200 Stück zu höchstens 7,30 Euro aufstocken und zu seinen 2.100 Aktien der Beteiligungsgesellschaft Max21 sollen 1.000 weitere Papiere zu maximal drei Euro hinzukommen.

BetaFaktor: Curasan und 7 Days Music bleiben aussichtsreich    

Curasan hat das urologische Präparat "Mitem" an die Londoner Speciality European Pharma Ltd. (SEP) verkauft. Die Experten des BetaFaktor beziffern den Verkaufserlös aufgrund von Gerüchten aus Finanzkreisen auf einen mittlerer einstelligen Millionenbetrag. Durch den Ertrag wird Curasan im laufenden Jahr einen Konzerngewinn erreichen, anstatt des bisher erwarteten Verlustes von zwei Millionen Euro. Da damit auch alle Verlustvorträge abgebaut sind, könnte der schuldenfreie Konzern erstmals eine Dividende zahlen. Schon jetzt besitzt Curasan netto flüssige Mittel von rund 5,5 Millionen Euro zu denen weitere 3,1 Millionen Euro als noch ausstehende Kaufpreistranche von Riemser kommen. Das Kursziel beträgt weiterhin 4,30 Euro.

7 Days Music Entertainment erhöht nun das Kapital und gibt die neuen Aktien zu einem extrem günstigen Preis von 1,05 Euro aus. Die Experten respektieren das als Goodwill-Aktion für die gepeinigten Altaktionäre, die für jeden gehaltenen Anteilschein einen neuen kaufen dürfen. Andererseits bringt der Ausgabekurs den Aktienkurs unter Druck, nachdem die Notierung gerade gestiegen ist. Die Experten bemühen sich um ein Interview mit dem Vorstand Klaus Munzert. Denn es sieht so aus, als ob der allerhand im Köcher hat.

Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 15.000 Call-Optionsscheine (WKN CM8 VNT) auf die Deutsche Bank zu 0,3 Euro aufgenommen und bei 0,50 Euro abgesichert.

Änderung im Musterdepot des Chart Trader:

Die 600 Anteilscheine von Uniqa sind mit einem Verlust von fünf Prozent zu 13,90 Euro ausgestoppt worden.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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