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Börsenwelt Presseschau: Daimler, E.on, Infineon, Klöckner, Viscom sowie Gold/Silber und Euro/Dollar unter der Lupe

Werner Sperber

4investors beschäftigt sich mit Daimler und E.on, während sich das TradersJournal um Infineon Technologies und E.on kümmert. Die Platow Börse freut sich über die "Wiedergeburt" von Viscom. Die Actien-Börse Daily will nichts von Investitionen wissen, spielt aber mit Gold/Silber sowie dem Euro/Dollar-Verhältnis. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von 4investors erklären, der Aktienkurs von Daimler ist an einer Unterstützungszone angekommen, welche bis zu Notierungen von 48,36 Euro zurückreicht. Sinkt der Kurs unter diese Marke, sind weitere Abgaben bis zu 46,70 Euro oder sogar 43,55 Euro möglich. Steigt der Kurs jedoch wieder auf mehr als 50,35 Euro an, betragen die Kursziele bei 51,80 Euro beziehungsweise 53,70 Euro.

Die Experten von 4investors stellen fest, die technische Kurserholung von E.on ist gescheitert. Die Notierung hat den wichtigen Widerstand bei 20,59/20,61 Euro auch wegen des Dividendenabschlags nicht überwunden. Gelingt das auch weiterhin nicht, rücken die Unterstützungen bei 20,17/20,30 Euro beziehungsweise darunter bei 18,77/19,04 Euro respektive sogar 17,77 Euro ins Blickfeld. Gelingt der Ausbruch über die Marke von 20,61 Euro, befinden sich die nächsten Widerstände bereits bei 20,98/21,06 Euro und 21,52/21,72 Euro.


TradersJournal: Kaufsignale für Infineon und Klöckner, wenn ...     

Der Aktienkurs von Infineon Technologies könnte nach Ansicht der Experten des TradersJournal kurzfristig in den Unterstützungsbereich bei 7,78/7,74 Euro sinken. Sogar Notierungen bis hin zu 7,64 Euro wäre charttechnisch unproblematisch. Danach sollte der Kurs in Richtung des Widerstands bei 8,32 Euro steigen. Wenn diese Hürde überwunden wird, sind Notierungen von elf Euro möglich. Sollte der Kurs allerdings auf weniger als 7,64 Euro sinken, könnte es einen erneuten Rücksetzer bis auf 6,81 Euro geben.

Die Experten des TradersJournal verweisen für die Aktie von Klöckner & Co auf die Kursmarke von 22,10 Euro. Sollte dieser Kurs unterschritten werden, wäre die seit März gültige Aufwärtstrendlinie gebrochen. Daraufhin dürfte die Notierung bis auf 20,73 Euro oder sogar 18,90 Euro sinken. Steigt der Kurs jedoch auf mehr als 23,75 Euro, sind kurzfristig Notierungen von bis zu 25,64 Euro möglich. Ein mittelfristiges Kaufsignal würde allerdings erst bei Kursen von mehr als 25,64 Euro erzeugt.


Die Platow Börse: Viscom sieht gut aus     

Der Aktienkurs von Viscom hat in den vergangenen zwölf Monaten eine beachtliche Renaissance erlebt und die Experten der Platow Börse halten die Papiere des Spezialisten für Bildverarbeitung weiterhin für interessant. Nach dem Turnaround im vergangenen Jahr ist auch das Auftaktquartal 2011 erfolgreich verlaufen. Das Elektronikunternehmen profitierte von der wieder erwachten Investitionsbereitschaft der Kunden, vor allem bei den Auto-Zulieferbetrieben. Die Prognose von Erlösen zwischen 45 Millionen und 47 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von zehn bis 13 Prozent im Gesamtjahr scheint zurückhaltend zu sein, zumal Viscom mit der Entwicklung einer neuen Bedien- und Anwendungssoftware ein weiteres Ass im Ärmel hat. Die Konkurrenz konsolidiert dagegen gerade erst. Anleger sollten einsteigen und den Stoppkurs bei 5,90 Euro setzen.


Die Actien-Börse Daily: Nicht investieren!    

Hans Bernecker, Herausgeber von Actien-Börse Daily, kritisiert die Regierungspolitiker der Euro-Zone, welche zum Großteil sogenannt konservativ sind. Bernecker urteilt: "Die Finanzhilfen im Euroraum nehmen einen unseriösen Verlauf. Ein anderes Wort ist nicht verwendbar. Was auf diesem Gebiet der Politik jongliert wird, ist kaum noch zu glauben, aber wenn 16 Staaten oder mehr am Tisch sitzen, wird es wohl anders nicht gehen. Sicher ist nur, wer zahlt: Deutschland. Die Art und Weise, wie um Milliarden gefeilscht oder getrickst wird und die Öffentlichkeit über die Einzelheiten nicht informiert ist, schafft kein Vertrauen. Im Zweifel ziehen sich diese Investoren zurück." Auch "der neue Chef der EZB", der "Italiener Herr Draghi" scheint Herrn Bernecker nicht vollkommen zu überzeugen. Gemeint ist Mario Draghi, der im Sommer zum neuen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) gemacht werden und im Herbst den bisherigen EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet ablösen soll. Draghi sei zwar ein ausgewiesener Fachmann, hinsichtlich dessen Qualifikation keine Zweifel bestünden. Aber: "Romanische Finanzpolitik wird seit Jahrhunderten oder Jahrzehnten anders gedacht und anders praktiziert. Das gilt für Frankreich ebenso wie für Italien und andere." Ähnlich wie Trichet werde Draghi auf keinen Fall einen strengen Stabilitätskurs fahren. Die EZB sei in der Situation, einen Mittelweg zwischen relativer Stabilität und relativen Wachstumsanstößen zu gehen. Da die Aufgabe der EZB in den nächsten Jahren vor allem darin bestehe, Feuerwehr zu spielen, lasse das auf einige interessante Dinge schließen. Derzeit sollten Anleger keine neuen Investments eingehen, wenn nicht ganz triftige Gründe dafür sprechen, wobei Bernecker derzeit keine kenne. Spekulative Varianten wie Dollar oder Gold/Silber könne man spielen, aber nicht investieren. Der Euro hat seinen Tiefstwert bei 1,409 Dollar erreicht und tendiert wieder in Richtung 1,49 Dollar. Das lasse sich nutzen. Bei Gold und Silber zeige sich das gleiche Bild, wobei Silber spekulativ noch interessanter sei. Der Silberpreis könne sich deutlich erholen. "Ein Preisziel nennen wir nicht."

Änderungen in einem Musterdepot im Börsenspiel von Focus Money:

Gerhard Martin, Verantwortlicher für das Musterdepot der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money möchte seine 1.000 Anteilscheine der Deutsche Wohnen AG wohl mit Gewinn ausbuchen und dafür 750 Aktien von Balda einbuchen.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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