Börsenwelt Presseschau: BMW, Praktiker, Tomorrow Focus und Sartorius unter der Lupe
Der Strategie-Report fährt auf BMW ab. Der Anlegerbrief performaxx rät nur sehr risikobereiten Anleger zu einem Engagement bei Praktiker. Die Euro am Sonntag hält den crash-bedingt niedrigen Aktienkurs von Tomorrow Focus für eine gute Einstiegschance. Die Börse am Sonntag ist weiterhin von den Sartorius Vorzugsaktien angetan. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Strategie-Reports sind derzeit vorsichtig. Sie erklären, aktuell böten sich nur begrenzt interessante Tradingmöglichkeiten. In dem über-verkauften Markt ist ein Einstieg auf der Short-Seite riskant. Auf eine Gegenbewegung lässt sich aber auch nur in Einzelfällen spekulieren. Ein solches Engagement ist bei BMW ratsam, einem der stärksten DAX-Titel. Eine Erholung sollte bis in den Bereich von 65,50 Euro möglich sein, wenn sich der Markt fängt.
Änderung im Musterdepot des Strategie-Reports:
Die 1.620 Long-Zertifikate (WKN CK1 0RN) auf Intel sind mit einem Verlust von 38 Prozent zu 1,33 Euro ausgestoppt worden.

Der Anlegerbrief performaxx: Praktiker bleibt eine hochriskante Wette
Die Papiere von Praktiker sind nach Ansicht der Experten des Anlegerbriefes performaxx zu einer klassischen Turnaround-Aktie geworden - und das mitten im Konjunkturaufschwung. Auch der Kauf der Schuldverschreibung (WKN A1H 3JZ) des Betreibers von Bau- und Heimwerkermärkten stellt eine sehr riskante Wette dar. Dennoch verspricht ein Engagement hohe Renditen, selbst wenn sich der Kurs der Schuldverschreibungen nicht mehr bis auf 100 Prozent erholt. Die Rendite summiert sich nach dem jüngsten Kurssturz um 61 Prozent des Nominalwertes auf knapp 20 Prozent pro anno der fünfjährigen Laufzeit, vorausgesetzt Praktiker kann die Schuldverschreibung im Jahr 2016 zurückzahlen.
Änderungen in Musterdepots des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das Trendfolge-Musterportfolio haben ihre 90 Anteile des börsennotierten Fonds (WKN ETF 001) auf den DAX mit einem Verlust von drei Prozent zu 62,35 Euro ausgebucht. Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterdepot haben ihren 5.000 Aktien von Biofrontera 2.500 weitere zu 2,42 Euro hinzugefügt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 7.500 Papiere beträgt 2,12 Euro. Zudem haben die Verantwortlichen weitere 1.900 Titel von Patrizia Immobilien zu 3,74 Euro aufgenommen. Der Misch-Einstandskurs für die nun 3.800 Anteilscheine beträgt 4,47 Euro.
Die Euro am Sonntag: Tomorrow Focus wird "morgen" wieder zulegen
Tomorrow Focus hat nach Angaben der Experten der Euro am Sonntag mit den Halbjahreszahlen überzeugt. Der Internetkonzern profitierte dabei von den guten Geschäften auf den Internet-Plattformen wie HolidayCheck sowie den höheren Werbeeinnahmen. Insgesamt stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 27 Prozent und der Gewinn legte um mehr als das Dreifache zu. Der Vorstand erwartet auch für das Gesamtjahr operatives Wachstum. Demzufolge sollten Anleger den aktuellen Kursrutsch zum Einstieg nutzen.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Im offensiv ausgerichteten Musterportfolio sind die 1.270 Anteilscheine von PSI und die 3.220 Aktien von Cancom IT-Systeme jeweils mit einem Gewinn ausgestoppt worden. Zudem sind die 7.820 Titel der Deutschen Entertainment AG, die 360 Papiere der Continental AG, die 4.850 Anteilscheine der USU Software AG, die 1.540 Stammaktien von Sixt und die 1.630 Papiere von VTG jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Der Depotverantwortliche Joachim Spiering hat dafür 1.470 Aktien von Burberry zu 17,17 Euro aufgenommen und bei 14 Euro abgesichert sowie 3.700 Put-Optionsscheine (WKN CG1 S7M) auf den TecDAX zu 1,85 Euro eingebucht. Diese Puts möchte Spiering nun mit hohem zweistelligem Gewinn wieder ausbuchen. Zudem möchte er 625 Anteilscheine von GrenkeLeasing aufnehmen. Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, hat 50 seiner 100 WGF-Hypothekenanleihen (WKN A0J RUK) mit einem Verlust von sechs Prozent zu 94,11 Euro ausgebucht. In dem von Sven Parplies betreuten Momentum-Depot sind die 146 Vorzugsaktien der Hugo Boss AG und die 117 Vorzugsaktien von Drägerwerk jeweils mit Verlust ausgestoppt worden.
Die Börse am Sonntag: Aus Tradition zukunftsträchtig
Erst im Jahr 2010 sind die Zahlen des im Jahr 1870 gegründeten Traditionsunternehmens Sartorius von den Auswirkungen der Rezession beeinträchtigt worden. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2011 belegen nach Angaben der Experten der Börse am Sonntag, der Anbieter von Labor- und Prozesstechnologie befindet sich wieder auf dem profitablen Wachstumskurs. Die Daten unterstreichen zudem die gute Marktposition in den beiden Sparten Biotechnologie und Mechatronik sowie die insgesamt vielversprechenden Aussichten des zukunftsträchtigen Geschäftsmodells. Zudem hat der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Eventuelle Rücksetzer bieten eine gute Einstiegschance, zumal das KGV von 14 für das laufende Jahr noch Raum für Kursanstiege lässt. Bei Investitionen sollte die im Gegensatz zur Stammaktie weitaus liquidere Vorzugsaktie vorgezogen werden. Gelingt es dem Kurs dann die Hürde bei 36,80 Euro nachhaltig zu überwinden, wäre ein Kaufsignal erzeugt worden. Risikobereite Anleger sollten die Vorzugsaktie mit einem Stoppkurs bei 26,50 Euro kaufen.
Änderungen im Musterdepot des Chart-Trader:
Die 1.930 Anteilscheine von Air Berlin sind mit einem Verlust von zehn Prozent zu 2,85 Euro ausgestoppt worden und die 1.173 Aktien von Süss Microtec mit einem Minus von 13 Prozent zu 8,40 Euro.
Änderungen im Musterdepot der Platow Börse:
Die 2.200 Aktien der R. Stahl AG, die 1.800 Vorzugsaktien von WMF, die 1.300 Titel von Lanxess, die 4.200 Papiere von Gerry Weber International, die 4.500 Anteilscheine von VTG und die 1.100 Aktien von Rheinmetall sind jeweils mit Gewinn ausgestoppt worden. Die 1.600 Anteilscheine der Dürr AG sind mit Verlust ausgestoppt worden.
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