Börsenwelt Presseschau: Bechtle, Adidas, Silber und Alphaform unter der Lupe
Die Börse am Sonntag findet über verschiedene Derivate viele Zugangswege zu Bechtle. Die Euro am Sonntag gibt einem Adidas-Investment mit einem Zertifikat noch mehr Schärfe. Der Rohstoff-Report stellt zwei interessante Derivate zu Silber vor. Der Anlegerbrief performaxx interessiert sich für die Turnaround-Geschichte von Alphaform. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag erinnern daran, dass die Bechtle AG auch im zweiten Quartal 2011 profitabel gewachsen ist. Das IT-Dienstleistungsunternehmen sollte auch weiterhin zulegen, auch wenn die Raten aufgrund der möglichen weltweiten Konjunkturabschwächung niedriger ausfallen dürften. Das laufende Jahr wird wohl dennoch ein Rekordjahr für den finanziell soliden Konzern. Das Geschäftsmodell, das Systemhaus-Dienstleistungen mit dem Direktvertrieb von IT-Produkten verknüpft, ist plausibel, hat sich als tragfähig erwiesen und erscheint auch langfristig erfolgversprechend. Zudem hat Bechtle eine starke Marktposition. Vor diesem Hintergrund sollten spekulativ orientierte Anleger die Aktie mit einem Stoppkurs bei 23,80 Euro kaufen. Vorsichtigere Investoren kaufen das am 28. Juni 2012 fällige Discount-Zertifikat (WKN CM4 DR4) der Commerzbank auf Bechtle. Die Bank zahlt maximal 30 Euro zurück, was einer Rendite von knapp 21 Prozent beziehungsweise 24,8 Prozent auf ein Jahr gerechnet entspricht. Risikobereite Anleger sollten entweder das endlos laufende Bull-Zertifikat (WKN CM6 QQ7) der Commerzbank oder das ebenfalls open end konzipierte Long-Zertifikat (WKN TB9 059) von HSBC Trinkaus auf Bechtle erwerben. Wer dennoch von einem sinkenden Kurs ausgeht, für den ist das endlos laufende Bear-Zertifikat (WKN CK3 86Z) der Commerzbank das Richtige.

Die Euro am Sonntag: Adidas setzt Qualität gegen die Verkaufspanik
In der aktuellen Börsenphase verkaufen Anleger auch Aktien von Unternehmen mit einem guten Geschäftsverlauf. Die Situation ähnelt der nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers vor drei Jahren, allerdings sind nach Angaben von Petra Maier, Expertin der Euro am Sonntag, derzeit die Kursausschläge höher als damals. Nach der Verkaufspanik kam es damals zu einer Gegenbewegung bei der die Kurse um rund 50 Prozent zulegten. Ein solche Spekulation sollten risikobereite Anleger aktuell auf die Aktie von Adidas eingehen, denn der Sportartikelkonzern hat hervorragende Zahlen präsentiert, die Verschuldung gesenkt und wird im Jahr 2012 aufgrund der Olympischen Spiele wohl noch mehr beachtet werden. Die Expertin empfiehlt den Einstieg über das endlos laufende Bull-Zertifikat (WKN CG9 AP7) der Citigroup auf Adidas. Der Schein ist mit einer Basis und einer Knock-out-Schwelle bei 42,03 Euro und einem Hebel von derzeit 6,4 ausgestattet.
Änderungen in einem Musterdepot der Euro am Sonntag:
Im offensiv ausgerichteten Musterportfolio sind die 415 Anteilscheine von BMW sowie die 1.760 Korridor-Optionsscheine (WKN SG2 BE7) auf den DAX jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür möchte der Depotverantwortliche Joachim Spiering nun 365 Aktien von Delticom, 6.180 Titel von M.A.X. Automation, 4.000 Papiere von Sino, 1.660 Stammaktien von Sixt, 510 Valoren von Adidas und 370 Valoren von Fresenius aufnehmen.
Der Rohstoff-Report: Mal schnell mit Silber verdienen
Die Schwankungsbreite des von wilden Spekulanten getriebenen Silberpreises ist in diesem Jahr enorm. Deshalb raten die Experten des Rohstoff-Reports vorsichtigeren Anlegern den Einstieg mithilfe zweier neu aufgelegter Express-Zertifikate mit jeweils dreijähriger Laufzeit zu suchen. Das Express-Zertifikat (WKN HV5 CX1) der Unicredit-Tochterfirma HypoVereinsbank (HVB) wird am 12. August 2014 fällig und das Memory Express-Zertifikat (WKN BC3 ZHM) von Barclays am Tag darauf. Die HVB kontrolliert halbjährlich, ob der Silberpreis höher liegt, als am Starttag des Zertifikates, Barclays jährlich. Der Zinskupon beträgt bei der HVB 4,5 Prozent (halbjährlich) und bei Barclays 9,0 Prozent (jährlich). Für beide Produkte spricht neben dem ansprechenden Kupon in Verbindung mit dem Teilschutz-Mechanismus das bei Express-Zertifikaten übliche Stichtagsprinzip, das anders als etwa bei Bonus-Papieren nicht zu einem vorzeitigen Schwellenverlust führt. In der Einzelbetrachtung gefällt das HVB-Produkt mit dem höheren Puffer am Ende und der halbjährlichen Rückzahlungs-Chance, während Barclays mit dem Memory-Mechanismus punktet, der auch während der Laufzeit für eine mögliche Renditeauszahlung sorgt.
Der Anlegerbrief performaxx: Alphaform hat 100 Prozent Potenzial
Alphaform hat in den vergangenen drei Jahren Verluste erwirtschaftet. Nachdem der Automobilzuliefer-Konzern seine Geschäftsbasis mit der Übernahme der MediNet GmbH um das weit weniger zyklische Geschäft mit orthopädischen Implantaten erweitert hat, könnte Alphaform nun den Turnaround schaffen. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx schätzen den Gewinn je Aktie für dieses und nächstes Jahr auf 0,11 beziehungsweise 0,19 Euro. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 20 respektive 12. Wenn das so eintritt, hat der Aktienkurs Verdopplungspotenzial, im anderen Fall drohen hohe Verluste für die marktenge Aktie.
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