Werner Sperber
Der Anlegerbrief perfomaxx stellt mit A.S. Creation Tapeten einen "stillen Star" vor. Die Euro am Sonntag spielt weiter mit Sony. Die Börse am Sonntag vertraut auf Warren Buffett und investiert auch mit einem Derivat in die Münchener Rückversicherung. Die Platow Börse stellt fest, dass institutionelle Investoren ihr Geld verstärkt in die berechenbaren Aktien von Versorgungsunternehmen wie RWE stecken. Trade24 setzt auf Broadcom. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Anlegerbriefes performaxx verweisen darauf dass A.S. Creation Tapeten einer der vielen stillen Stars der deutschen Wirtschaft ist, der seit dem Börsengang im Jahr 1998 stets profitabel war. Sie erwarten, dass sich die aufgrund der Übernahme zweier französischer Tapetengroßhändler vergleichsweise stabilen Ergebnisse der ersten neun Monate 2009 auch im vierten Quartal fortsetzen werden. Die Zahlen sollen am 17. März veröffentlicht werden. Für das Gesamtjahr schätzen die Experten den Umsatz auf rund 175 Millionen Euro und den Nettogewinn auf 7,6 Millionen Euro liegen. Da der Cashflow nach neun Monaten bereits 25 Millionen Euro erreicht und sich die Eigenkapitalquote zum 30. September um vier Prozentpunkte auf 54,7 Prozent erhöht hat, dürfen die Aktionäre mit einer Dividendenrendite von 4,6 Prozent rechnen. Da gleichzeitig die aktuelle Euro-Schwäche dem Auslandsgeschäft zugute kommt und da die Branchenstimmung nach den Berichten von der Textilmesse Heimtextil 2010 nun deutlich aufgehellt zu sein scheint, dürfte auch die operative Erholung im laufenden Jahr an Dynamik zulegen. Deshalb soll die Aktie, die derzeit eine relative Stärke aufweist, in Kürze in das Langfristdepot aufgenommen werden.

Die Euro am Sonntag: Sony ist teuer aber gut
Der japanische Elektronikkonzern Sony schreibt seit mehr als einem Jahr wieder schwarze Zahlen. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist vor allem dem Fabrikschließungen, dem Stellenabbau sowie guten Geschäften mit Flachbild-Fernsehgeräten und Digitalkameras zu verdanken. Im dritten Fiskal-Quartal erzielte Sony deswegen einen Nettogewinn von 625 Millionen Euro, was dem dreifachen dessen entspricht, was Analysten erwartet hatten. Der Vorstand geht für das Ende März ablaufende Geschäftsjahr 2009/10 von einem Umsatz von 62,4 Milliarden Euro aus. Der operative Verlust soll nur mehr 553 Millionen Euro erreichen, nachdem zuvor 750 Millionen Euro prognostiziert worden sind. Die Experten der Euro am Sonntag empfehlen risikobereiten Anlegern die mit einem KGV von 30 teuer bewerteten Aktien mit einem Kursziel von 35 Euro und einem Stoppkurs bei 22,50 Euro dennoch zum Kauf, zumal sich der wichtige US-Markt zuletzt stärker erholt hat, als es viele erwartet hatten.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, zuständig für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 1.900 Anteilscheine von Steico zu acht Euro aufgenommen und bei sechs Euro abgesichert. Nun sollen 600 der 2.150 Turbo-Put-Optionsscheine (WKN TB1 U31) auf das Währungspaar Euro/Dollar ausgebucht werden, die momentan mit 69 Prozent im Plus liegen. Dafür sollen 400 Titel von Drägerwerk aufgenommen und bei 32 Euro abgesichert werden. Jens Castner, Verantwortlicher für das defensiv angelegte Musterdepot, hat die 500 Anteilscheine von Atoss Software und die 250 Aktien von Stratec Biomedical jeweils mit prozentual zweistelligem Gewinn ausgebucht und dafür 1.200 Titel von Cancom IT Systeme zu 4,73 Euro eingebucht. Nun will er seine 100 Papiere von Siemens mit einem Gewinn von derzeit 60 Prozent und seine 150 BRIC-Bonus-Zertifikate (WKN GS1 ZJG) mit einem Minus von aktuell fünf Prozent aus dem Depot nehmen und dafür zehn Anteile am Rentenfonds Starcap Agros (WKN 805 785) zu höchstens 1.350 Euro aufnehmen. Sven Parplies betreut das Momentum-Musterportfolio. Er hat seine 412 Anteilscheine von Aixtron, die 746 Aktien von Nvidia, die 825 Titel von Virgin Media und die 104 Papiere von SMA Solar jeweils mit Verlust ausgebucht, nachdem die Kurse unter die jeweiligen Stopp-Schwellen gefallen sind. Dafür hat Parplies 39 Anteilscheine von Intuitive Surgical zu 240,40 Euro aufgenommen. Die ebenfalls neu ins Depot eingebuchten 114 Aktien der Software AG (zu 82,41 Euro) und 551 Titel von Smartrac (zu 17,03 Euro) sollen umgehend wieder ausgebucht werden, wie auch die seit Jahresbeginn gehaltenen 104 Papiere von Amazon.com. Diese drei Titel befinden sich aktuell ebenfalls im Minus. Dafür plant Parplies die Aufnahme von Aktien von Gerresheimer, Seagate Technology und Cephalon.
Börse am Sonntag: Buffet investiert in die Münchener Rückversicherung
Die Experten der Börse am Sonntag verweisen darauf, dass Börsenlegende Warren Buffett jüngst über seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway mit mehr als drei Prozent bei der Münchener Rückversicherung (Munich Re) eingestiegen ist. Die vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2009 zeigen, dass Buffett einen guten Riecher bewiesen zu haben scheint. Der Konzern übertraf die Gewinnschätzungen der Analysten deutlich. Dabei stieg der Ertrag um 56 Prozent auf mehr als 2,5 Milliarden Euro. Finanzvorstand Jörg Schneider kommentierte: "Trotz der Herausforderungen im Marktumfeld konnten wir 2009 unser ambitioniertes Ziel einer Rendite von 15 Prozent nach Steuern auf das risikoadjustierte Eigenkapital sogar leicht übertreffen." Derartig überzeugende Geschäftszahlen sichern den Aktienkurs nach unten ab, wie auch die Bewertung der Aktie, deren Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2010 bei gut 8 liegt und 2011 auf weniger als 8 sinken dürfte. Zudem will der Vorstand die Dividende für 2009 um 0,25 Euro auf 5,75 Euro pro Aktie anheben, was einer Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent entspräche. Nach unten hervorragend abgesichert, aber nach oben ohne explosive Kursanstiege, bietet die Munich Re gerade in diesem unsicheren Marktumfeld ideale Voraussetzungen für den Kauf des Bonus-Zertifikates (WKN SG1 BNP) der Société Générale. Das Zertifikat bietet eine Bonusrendite von 40,2 Prozent, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende am 23. Dezember 2011 nie weniger als 78 Euro kostet. Der Sicherheitsabstand beträgt demnach 25 Prozent zum jetzigen Kurs und liegt unterhalb des Nieveaus vom Tief aus dem März 2009. Nach oben hin partizipiert der Zertifikate-Anleger unbegrenzt an steigenden Kursen der Aktie.
Die Platow Börse: Rückkehr zur verlässlichen RWE
Bereits zu Beginn des Winters zeigte sich nach Auskunft der Experten der Platow Börse in den Vereinigten Staaten von Amerika eine erste Branchenrotation, bei der institutionelle Investoren verstärkt auf berechenbare Versorger-Aktien gesetzt haben. Dieser Trend dürfte sich angesichts der anhaltenden Marktturbulenzen auch in den nächsten Monaten fortsetzen. Der Musterdepotwert RWE sollte davon profitieren, da das Unternehmen solide Cashflows und eine attraktive Dividendenrendite von deutlich mehr als sechs Prozent vorweisen kann. Besonders interessant erscheint die Aktie aber vor dem Hintergrund der jüngsten Äußerungen von deutschen Regierungsmitgliedern zum Ausstieg aus dem "Atom-Ausstieg". Die bisherige Klientelpolitik der Koalition deutet darauf hin, dass die schwarz-gelben Politiker ihre Versprechen an die Atomlobby einhalten werden. Deshalb empfehlen die Experten den Nachkauf von RWE-Aktien nun bis zu Kursen von 63,25 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 50 Euro belassen werden.
Trade24.de: Der Aktienkurs von Broadcom weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Broadcom als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 28,20 Dollar gesetzt werden.
Änderungen in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das österreichische Musterportfolio haben 700 ihrer 1.400 Anteilscheine von RHI mit einem Gewinn von 15 Prozent zu 19,50 Euro ausgebucht. Nun sollen 1.000 Aktien der Österreichischen Elektrizitätswirtschaft AG (Verbund) zu höchstens 30 Euro aufgenommen werden.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die 185 Anteile am börsennotierten Index-Fonds (WKN LYX 0AK) auf den Turkey Titans 20 sind mit einem Gewinn von elf Prozent zu 43,01 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen für das Musterortfolio wollen nun die erst zum 1. Februar eingebuchten 225 Anteilscheine der Österreichischen Elektrizitätswirtschaft AG (Verbund) zu mindestens 29 Euro wieder ausbuchen. Zudem sollen nun 252 Vorzugsaktien von Einhell Germany zu höchstens 34 Euro eingebucht und bei 29,95 Euro abgesichert werden sowie 240 Index-Zertifikate (WKN DR3 KAT) auf den S-BOX Katar zu maximal 72,80 Euro (Stoppkurs 68,70 Euro).
Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 693 Put-Optionsscheine (WKN DB2 BRB) auf das Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar zu höchstens 8,40 Euro aufnehmen und bei 6,60 Euro absichern.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 750 Turbo-Put-Optionsscheine (WKN TB1 ZF9) auf den DAX mit Gewinn ausgebucht, da sie eine rein technische Gegenreaktion bis auf einen Indexstand von bis zu 5.800 Punkten erwarten.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die 5.300 Anteilscheine von Biostar Pharma und die 7.500 Aktien von China Medicine sind mit einem Verlust von 16 beziehungsweise 15 Prozent zu 2,39 Euro respektive 2,31 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio folgende Neuaufnahmen getätigt: 12.300 Papiere von Aspenbio zu 1,62 Euro mit einem Stoppkurs bei 1,45 Euro; 17.800 Titel von Lotus Pharma zu 1,21 mit einem Stopp-Loss bei 0,99 Euro und 10.205 Anteilscheine von Epigenomics zu 2,07 Euro mit einer Absicherung bei 1,85 Euro.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 4.000 Anteilscheine von Global Ecopower sind mit einem Verlust von 24 Prozent zu 2,50 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 15.000 Aktien von Aragon Energy zu 1,278 Euro aufgenommen und bei 0,95 Euro abgesichert.
Änderungen im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
Die 6.000 Anteilscheine von China Armo Metals sind mit einem Verlust von elf Prozent zu 2,50 Euro ausgestoppt worden und die 15.000 Aktien von Lotus Pharma mit einem Gewinn von 21 Prozent zu 1,10 Euro. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 2.000 Titel von Sibir Telecom zu 7,50 Euro aufgenommen und bei sechs Euro abgesichert sowie 20.000 Papiere von Seanergy Maritime zu umgerechnet 0,91 Euro mit einem Stoppkurs bei 0,80 Euro.