BMW auf Rekordkurs
Der Münchner Autobauer BMW befindet sich nach Meinung von Konzernchef Norbert Reithofer auf Rekordkurs. Zugleich warnte der Manager vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone. Wie geht es jetzt weiter?
Während insbesondere die auf den europäischen Markt fokussierten Massenhersteller wie Opel, Fiat und Peugeot mit Problemen zu kämpfen haben, läuft es bei BMW wie am Schnürchen. "Wir sind auf dem besten Weg, im Gesamtjahr einen neuen Absatzrekord zu erzielen", so BMW-Chef Norbert Reithofer im Interview mit dem Handelsblatt.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres schaffte der BMW-Konzern ein Absatzplus von 8,1 Prozent auf weltweit 900.539 Fahrzeuge. BMW rechne dabei auch weiterhin mit einer positiven Geschäftsentwicklung in China. China mache zwanzig Prozent des Gesamtabsatzes aus, Europa dagegen rund 45 Prozent. "Ich würde sagen, dass wir immer noch sehr europalastig sind - vor allem wenn ich die Probleme in der Eurozone sehe", sagte Reithofer weiter.
"Bei einer Rückkehr zur D-Mark hätte Deutschland mit einer massiven Aufwertung zu kämpfen, die das deutsche Exportwunder weitgehend zunichte machen würde", sagte Reithofer bezüglich der Euro-Schuldenkrise. "Die wirtschaftlichen Folgen wären gravierend." Damit stelle sich Reithofer klar hinter die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels und die Zugeständnisse von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Kursziel 80 Euro
Die Aktie von BMW ist mit einem 2012er KGV von 7 nach wie vor günstig zu haben. Langfristig orientierte Anleger greifen zu. Das Kursziel sieht DER AKTIONÄR bei 80 Euro.
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