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BMW: Weniger Gewinn, aber stabile Dividende

Dominik Schertel

Wie die gestern vorgelegten Zahlen belegen: BMW hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen und weniger verdient als noch im Vorjahr. Der Einbruch fiel allerdings nicht so stark aus wie von Analysten befürchtet.

Die weltweite Wirtschaftskrise zeigt sich auch in der Bilanz des Münchner Autobauers BMW. Unter dem Strich erwirtschaftete der DAX-Konzern einen Gewinn von 210 Millionen Euro, nach 330 Millionen Euro im Vorjahr. Mit den am Donnerstag vorgelegten Zahlen lag der Autobauer allerdings noch über den Erwartungen. Bei einem um fast fünf Prozent rückläufigen Umsatz auf 50,6 Milliarden Euro konnte BMW einen Anstieg des EBT um 17,7 Prozent auf 413 Millionen Euro ausweisen. "Unser Kostenmanagement sowie gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz zeigen Wirkung, auch wenn die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich spürbar waren", kommentierte Vorstandschef Norbert Reithöfer die Zahlen. Trotz des Gewinneinbruchs werden die Münchner der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 30 Cent je Stammaktie und 32 Cent je Vorzugsaktie vorschlagen.

Hoffnung ruht auf 5er

Die Automobilbranche hat ein schweres Jahr vor sich. Dennoch gibt sich die Führungsriege von BMW kämpferisch. Die Hoffnung liegt dabei auf dem neuen 5er BMW, der Ende März auf den Markt kommt. "Der Auftragseingang für die neue 5er Limousine ist hervorragend. Wir sind schon jetzt für die ersten drei Monate ausgebucht", sagte Vertriebschef Ian Robertson in einem Interview. Pro Jahr sollen mehr als 160.000 Stück dieses Modells verkauft werden.

Wachstumsmarkt Asien

Auf dem Absatzmarkt Asien will BMW ebenfalls weiter zulegen. Im Jahr 2010 wolle man im Reich der Mitte erstmals mehr als 100.000 Autos verkaufen, erklärt Robertson. Für den Weltmarkt bekräftigte Reithofer das bisherige Ziel, weltweit mehr als 1,3 Milliarden Autos abzusetzen.

Spekulation geht auf

DER AKTIONÄR hatte bereits darauf hingewiesen, dass die BMW-Aktie kurz davor ist, ihren Abwärtstrend zu verlassen und damit ein charttechnisches Kaufsignal zu liefern. Mit Überwinden des Widerstands bei 31,50 Euro ist dies gelungen. Anleger, die dem Rat des AKTIONÄRs gefolgt sind, bleiben investiert. Auch für einen Neueinstieg ist es nicht zu spät. Ein Stoppkurs bei 27,50 Euro sichert die Position ab.

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