BMW, Daimler und VW: USA Top, Europa Flop
Währen die Amerikaner wieder Lust auf neue Autos haben, spürt die Branche die Krise in Europa ganz erheblich. In der Europäischen Union sind die Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Monat zum elften Mal in Folge geschrumpft. Die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen geben deutlich ab.
Trotz der weiterhin vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit, weltwirtschaftlicher Unsicherheiten und der Schuldenkrise beim wichtigen Handelspartner Europa leisten sich die US-Amerikaner wieder Autos. Im August stiegen die Verkäufe demnach um 20 Prozent auf 1,3 Millionen Stück. Dagegen ist die Lage in Europa prekär. Dementsprechend zählen die drei Autowerte BMW, Daimler und Volkswagen heute zu den größten Verlierern. Nach dem jüngsten Höhenflug verwiesen Händler auch auf Gewinnmitnahmen.
Absatzkrise in Europa
Laut Angaben des Branchenverbands Acea sind die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union im August den elften Monat in Folge geschrumpft. Die Verkäufe reduzierten sich demnach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent auf 688.168 Fahrzeuge. Mit Ausnahme von Spanien (plus 3,4 Prozent) und Großbritannien (plus 0,1 Prozent) verzeichneten die übrige große Märkte wie Frankreich (minus 11,4 Prozent) oder Italien (minus 20,2 Prozent) teils herbe Einbrüche. Deutschland gehörte mit einem Minus von 4,7 Prozent noch zu den moderaten Verlierern.
VW fährt davon
VW konnte bei den Zulassungen konzernweit gegen den Trend um 1,3 Prozent auf 194.063 Autos zulegen, der Marktanteil kletterte von 25,3 Prozent auf 28,2 Prozent. Besonders erfolgreiche waren Audi mit einem Zulassungsplus von 6,6 Prozent und Skoda mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent. Dagegen schloss BMW den Monat mit einem Minus von 13,5 Prozent ab. Daimler konnte den Rückgang noch auf 1,3 Prozent begrenzen.

Ford meldet Einbruch
Unter den großen Marken hat es Ford ganz besonders hart getroffen. Die Zulassungszahlen brachen regelrecht um 28,9 Prozent auf 41.536 Fahrzeuge ein. Schlecht war es auch um die PSA-Group mit den Marken Peugeot/Citroen (minus 13,0 Prozent auf 78.512 Autos), Renault (minus 12,9 Prozent auf 60.438 Fahrzeuge), GM (minus 17,8 Prozent auf 52.135 Autos) und Fiat (minus 18,2 Prozent auf 36,422 Fahrzeuge) bestellt.
Autobauer im Check
Die Aktien der deutschen Autobauer sind nach wie vor günstig bewertet. Die jüngsten Absatzzahlen belegen einmal mehr die außergewöhnlich gute Positionierung des Wolfsburger Autobauers VW. Die Aktie bleibt ein klarer Kauf. Obwohl es bei BMW und Daimler zumindest in Europa nicht so rund läuft, bieten auch diese Titel weiterhin Potenzial. Dabeibleiben!
Mit Material von dpa-AFX.
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