BMW, Daimler & VW im Wochenrückblick
Die deutschen Autobauer haben in der abgelaufenen Woche sowohl positiv als auch negativ von sich reden gemacht. BMW muss Fahrzeuge zurückrufen, bei Daimler kursieren Gerüchte um einen Ausstieg des Emirat Abu Dhabi und VW hat zur Hauptversammlung geladen.
Die Münchner müssen wegen möglicher Brandgefahr erneut Autos in die Werkstätten zurückrufen. Nach Unternehmensangaben sind davon weltweit 9.200 Fahrzeuge betroffen. Bereits Ende März musste BMW Autos wegen möglicher Mängel zurückrufen. Allerdings gibt es auch Positives zu berichten: Mit einem finanziellen Wert von rund 16 Milliarden Euro ist BMW die wertvollste deutsche Marke, wie das Markenbewertungs- und Beratungsunternehmen Brand Finance plc in einer Erhebung feststellte. Während die Marke Spitze ist, hat die Aktie in den vergangenen Wochen etwas nachgelassen. Der DAX-Wert ist nach den starken Kursanstiegen zu Jahresbeginn in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Angesichts der starken fundamentalen Entwicklung bleibt die BMW-Aktie nichtsdestotrotz langfristig kaufenswert.
Daimler: Ausstieg von Abu Dhabi?
Beim Stuttgarter Autobauer gab es in der vergangenen Woche ein beherrschendes Thema. Das manager magazin hatte berichtet, dass das Emirat Abu Dhabi seinen Rückzug bei Daimler plane. Das betreffe die Anteile am DAX-Konzern und am Formel-1-Team von Mercedes sowie die gemeinsame Tesla-Beteiligung. Von Unternehmensseite gab es bereits ein Dementi: „Uns ist nichts bekannt, dass Aabar seinen Anteil reduzieren will", sagte ein Sprecher von Daimler. Der Kurs gab dennoch nach. Positive Impulse könnte die Vorlage der Quartalszahlen am 27. April liefern. DER AKTIONÄR sieht in diesem Zusammenhang positives Überraschungspotenzial und hat die Daimler-Aktie in der aktuellen Ausgabe 18/12 genauer unter die Lupe genommen.
Audi setzt auf Zweiräder
Volkswagen hat in der laufenden Woche seine Aktionäre zur Hauptversammlung geladen und in diesem Rahmen eine Dividendenzahlung von 3,00 Euro je Stammaktie und 3,06 Euro je Vorzugsaktie beschlossen. Zudem wurde bekannt, dass die Tochter Audi ab 2016 in einem eigenen Werk in Mexiko ein SUV-Modell produzieren und die italienische Motorradmarke Ducati übernehmen wird. Aus fundamentaler Sicht läuft es also weiterhin rund. Die Vorzugsaktie der Wolfsburger bleibt daher auf lange Sicht ein Top-Pick im Automobilsektor. Technisch ist der DAX-Wert allerdings etwas angeschlagen: Mit dem Unterschreiten der 130-Euro-Marke hat die Aktie ein charttechnisches Verkaufssignal generiert, das nach wie vor intakt ist.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Die deutschen Autoaktien zählen am Dienstag zu den schwächeren Werten im DAX. Schuld daran ist der starke Absatzrückgang in Europa. Die Analysten sehen die Zahlen nicht so dramatisch. Wie geht es weiter bei den Autobauern?...mehr |
Die Börse am Sonntag baut auf die weiteren Erfolge der Nemetschek AG. Der Strategie-Report steigt bei Daimler ein....mehr |
Elon Musk plant den nächsten großen Coup. Nach dem Verkaufserfolg des Model S will der Tesla-Gründer ein Netz von Schnellladestationen aufbauen. Seit der Empfehlung des AKTIONÄR Anfang April liegt die Aktie bereits 130 Prozent im Plus. Wie geht es weiter?
...mehr |
Die starken Absatzzahlen in China retten die VW-Bilanz. Trotz der Europakrise stieg die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge im Mai deutlich. Die Wolfsburger gehen außerdem als Sieger aus einer am Freitag vorgestellten Studie über die internationalen Autoproduzenten hervor....mehr |
Volkswagen hat erneut den Kapitalmarkt angezapft und sich über eine Wandelanleihe 1,2 Milliarden Euro besorgt. Die Aktie kam in Anschluss deutlich unter Druck. Wie sollten die Anleger jetzt reagieren?
...mehr |























