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Bilfinger Berger: Zuversicht für das kommende Jahr

Markus Bußler

Bilfinger Berger will weiter wachsen. Ungeachtet der schlechten Presse durch die Pfuschvorwürfe gegen das Unternehmen plant der Konzern eine Zunahme der Leistung sowie eine überproportionale Steigerung des EBITs. „Wir blicken mit Zuversicht auf das kommende Geschäftsjahr", sagte Unternehmenschef Herbert Bodner.

Anlässlich der Bilanzpressekonferenz gab sich der Unternehmenslenker optimistisch, dass sich die Pfuschvorwürfe nicht negativ auf das Geschäft des Unternehmens auswirken. "Es ist generell kein Vertrauensverlust bei den Kunden festzustellen", sagte er. Die finanziellen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Pfusch werden sich nach Bodners Worten im überschaubaren Rahmen halten. "Das ist nichts, was den Abschluss beeinträchtigen würde."

Weniger Aufträge der öffentlichen Hand

Kritisch sieht er jedoch das kommende Jahr. Hier rechnet Bodner mit deutlich weniger Aufträgen der öffentlichen Hand. Der Konzern will durch den Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts die Ertragskraft nachhaltig steigern. Beim Ingenieurbau will sich Bilfinger Berger nur noch auf Europa konzentrieren. Der Zeitplan für den Verkauf der australischen Tochter ist von den Irritationen in Deutschland nicht betroffen.

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Aktie des MDAX-Konzerns für mittelfristig orientierte Anleger interessant ist. Kurzfristig können zwar neue Enthüllungen zu dem Pfusch-Skandal den Kurs immer wieder belasten. Doch mittelfristig werden sich die guten Fundamentaldaten und die im Vergleich niedrige Bewertung durchsetzen. Vor allem der Konzernumbau hin zum margenträchtigeren Dienstleistungsgeschäft sorgt für Fantasie.

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