Bilfinger Berger: Übernahme und Kaufempfehlung
Bei dem Baudienstleister Bilfinger Berger tut sich etwas. Zum einen hat der Konzern in der abgelaufenen Woche die Vertragsverlängerung mit IBM bekannt gegeben. Zum anderen vermeldete der Vorstand den Kauf der Montagefirma Westcon in den USA bekannt gegeben. Zu guter Letzt gab es auch noch eine Kaufempfehlung. Aber der Reihe nach.
Bilfinger Berger wird auch weiterhin IBM im Bereich des Gebäudemanagements zu seinen Kunden zählen. Zum vierten Mal in Folge sei von dem IT-Unternehmen ein Vertrag über das komplette Gebäudemanagement (Facility Management) für mehr als 200 Liegenschaften in 15 Ländern Mittel- und Osteuropas sowie des Nahen Ostens verlängert worden. Der Vertrag läuft über vier Jahre. Zu den finanziellen Details wollte sich Bilfinger nicht äußern.
Übernahme
Am Donnerstag meldete der Konzern zudem die Übernahme des Montage- und Servicespezialisten Westcon in den USA. Das Leistungsspektrum von Westcon umfasst Rohrleitungsbau, Stahlbau, Anlagenmontage sowie deren Wartung und Instandsetzung. Weston Inc erzielt mit etwa 1.000 Mitarbeitern eine Leistung von mehr als 150 Millionen Euro und zeichnet sich laut Bilfinger Berger durch eine „gute" EBITA-Marge aus. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Zu guter Letzt erneuerte Norbert Kretlow von der Commerzbank seine Kaufempfehlung für den Titel. Der geplante Erwerb des US-Montage- und Servicespezialisten mit einer Leistung von über 150 Millionen Euro sei leicht positiv für den Mannheimer Baukonzern, sagt Kretlow. Er sieht das Kursziel für die Aktie bei 85,00 Euro.

Das Papier des Baudienstleisters ist derzeit attraktiv bewertet. Die Expansion dürfte sich in den kommenden Wochen und Monaten fortsetzen. Am mittelfristigen Kursziel, das Konzernergebnis bis zum Jahr 2016 verglichen mit 2011 verdoppeln zu wollen, hält der Vorstand fest. Noch nicht investierte Anleger nutzen Kursrücksetzer zum Aufbau einer ersten Position.
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