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Bilfinger Berger: Analysten nicht begeistert

Markus Bußler

Der Baudienstleister Bilfinger Berger musste dem schwachen Marktumfeld Tribut zollen. Die Mannheimer sagten den Börsengang der australischen Tochtergesellschaft Valemus in letzter Sekunde ab. Auch wenn es für den Markt keine große Überraschung war, sind die Analysten alles andere als begeistert.

Analyst Ingbert Faust von Equinet bestätigte seine Kaufempfehlung. Seiner Ansicht nach verfügt Bilfinger Berger über genügend liquide Mittel, um die Einkaufstour im Dienstleistungsbereich fortzusetzen. Das Australien-Geschäft sollte zu einem späteren Zeitpunkt an die Börse gebracht werden.

Zwei Abstufungen

Herabstufungen gab es hingegen von Cheuvreux und der WestLB. Craig Abbott von der französischen Investmentbank Cheuvreux hat die Titel des MDAX-Konzerns von der Selected-List genommen und stuft die Aktie fortan mit "Outperform" ein. Er rechnet nicht mit einer beschleunigten Expansion im Dienstleistungsgeschäft. Seine Grundeinstellung zu dem Konzern bleibe jedoch gleich. Ralf Dörper von der WestLB hat das Kursziel von Bilfinger Berger von 60,50 auf 51,00 Euro gesenkt. Sein Anlagevotum lautet "Add", nachdem er die Aktien vorher mit "Buy" eingestuft hatte. Die Abstufung begründet er damit, dass sich die Transformation zu einem reinen Service-Anbieter verzögere.

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass er an seiner grundsätzlich positiven Einschätzung zu Bilfinger Berger festhält. Die Absage des Börsengangs kam angesichts des schwachen Marktumfeldes alles andere als überraschend. Das australische Baugeschäft wird damit weiterhin zum Nettogewinn von Bilfinger Berger beitragen. Der Börsengang dürfte zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Mit einem KGV von 7 ist die Aktie alles andere als teuer bewertet. DER AKTIONÄR bekräftigt seine Kaufempfehlung.

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