Bilfinger Berger: 300 bis 400 Millionen Euro
Der Baudienstleister Bilfinger Berger will keine zu hohen Summen für Zukäufe ausgeben. „Wir zielen nicht auf übertrieben große Objekte, sondern auf Unternehmenswerte von in der Spitze 300 bis 400 Millionen Euro“, sagte Vorstandschef Roland Koch der Schweizer Zeitung Finanz und Wirtschaft. Dabei soll vor allem die Abhängigkeit vom europäischen Markt verringert werden.
Roland Koch hält auch an den Prognosen fest. „Bis 2016 wollen wir eine Leistung von elf bis zwölf Milliarden Euro erreichen und den Gewinn auf 400 Millionen Euro in etwa verdoppeln." Dabei dürften auch neue Geschäftsmodelle dem Konzern zugute kommen. So sollen Industrieanlagen in Zukunft ähnlich finanziert werden wie Private-Public-Partnership Projekte, die in Nordamerika längst an der Tagesordnung sind. „Wir haben da nicht nur Ideen, sondern arbeiten an konkreten Projekten", sagte Koch.
Übernahme in Nürnberg
Zuletzt hatte Bilfinger Berger den Kraftwerksplaner Envi Con übernommen. Die Ingenieursgesellschaft mit Sitz in Nürnberg beschäftigt derzeit 230 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 35 Millionen Euro. Envi Con war unter anderem an der Planung für den Ausbau der Vattenfall-Kraftwerke Moorburg und Boxberg und für die Gesamtplanung von zwei neuen Blöcken im RWE -Kraftwerk Westfalen beteiligt.

Die Aktie des im MDAX notierten Unternehmens hat sich im Bereich zwischen 60,00 und 65,00 Euro stabilisiert. Dem Papier gelang es zuletzt den seit Anfang 2012 bestehenden Abwärtstrend zu überwinden. Gelingt jetzt noch der Ausbruch über die 66,00-Euro-Marke, dann würde ein prozyklisches Kaufsignal generiert werden. Anleger können können in diesem Fall eine Position aufbauen, die sie mit einem Stopp bei 60,00 Euro absichern.
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