Berliner Flughafenchaos trifft Air Berlin
Die Fluggesellschaft Air Berlin musste im Juni einen deutlichen Passagierrückgang hinnehmen. Die Airline führt das schwache Abschneiden auf die gescheiterte Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg zurück.
Im Juni haben sich rund 3,3 Millionen Menschen für einen Flug mit Air Berlin entschieden, was auf Jahressicht einem Minus von fünf Prozent entspricht. Der Rückgang sei nach Unternehmensangaben auf die kurzfristig angekündigte Rückverlagerung des Berliner Flugverkehrs vom zukünftigen Flughafen Berlin-Brandenburg nach Berlin-Tegel und der damit verbundenen Flugplanveränderungen zurückzuführen.
Auslastung steigt, aber ...
Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms "Shape & Size" hat Air Berlin die Kapazität im Juni um weitere 3,8 Prozent zurückgefahren. Kumuliert ergibt sich nach sechs Monaten ein Rückgang von 7,6 Prozent. Die Passagierzahlen schrumpften im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent auf 15,56 Millionen. Die Auslastung reduzierte sich dadurch bedingt um 1,9 Prozent auf 77,20 Prozent.

Aktie meiden
DER AKTIONÄR bleibt bei seiner negativen Einschätzung zur Aktie von Air Berlin. Die Fluggesellschaft wird trotz der Ankündigungen Mehdorns auf absehbare Zeit wohl weiterhin tiefrote Zahlen schreiben und verfügt zudem über eine sehr schwache Bilanz. Anleger sollten weiter einen Bogen um den SDAX-Wert machen.
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