Der Kosmetikkonzern Beiersdorf hat vergangene Woche Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2011 präsentiert und die Markterwartungen leicht übertroffen. Nun melden sich reihenweise Analysten zu Wort.
Die Experten von NordLB und Deutsche Bank sehen in der Beiersdorf-Aktie derzeit nur eine Halteposition. NordLB-Analyst Christian Göhmann glaubt, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg sei, wenngleich es für eine Beurteilung der Maßnahmen in der Consumer-Sparte noch zu früh sei. Göhmann hat seine Prognosen leicht angehoben und das Kursziel für den DAX-Wert auf 43,50 Euro belassen. Die Analysten der Deutschen Bank begrüßen die Restrukturierung ebenfalls, wollen aber Anzeichen einer nachhaltigen Erholung sehen und begründen so das neutrale Votum. Das Kursziel wurde allerdings von 44 auf 45 Euro erhöht.
Aktie "untergewichten"
Die Experten von Barclays haben das Kursziel für die Beiersdorf-Aktie ebenfalls von 38 auf 41 Euro nach oben geschraubt. Analystin Susann Seibel hat wegen des unerwartet guten Beitrages der Konzerntochter tesa sowie Wechselkursveränderungen die Gewinnprognosen für 2011 erhöht, für 2012 hingegen leicht reduziert. Aufgrund der immer noch recht hohen Bewertung des Papiers bestätigt die Expertin ihr "Underweight"-Rating. Auch JPMorgan-Analystin Celine Pannuti empfiehlt den DAX-Wert zu "untergewichten". Die Geschäftsdynamik dürfte in der zweiten Jahreshälfte zwar zunehmen, doch habe das Unternehmen mit der eingeleiteten Restrukturierung noch einen langen Weg vor sich, erklärt Pannuti. Das Kursziel bleibt auf 39 Euro.
Widerstand zu hart
Nach Zahlen konnte die Beiersdorf-Aktie Fahrt aufnehmen. Allerdings erwies sich der Widerstand bei 45 Euro einmal mehr als zu hart. Investierte Anleger bleiben dennoch am Ball. Neueinstiege drängen sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht auf.
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