Dominik Schertel
Das Kosmetikunternehmen Beiersdorf hat am Donnerstag seine Zahlen zum ersten Geschäftsquartal 2011 präsentiert. Der Umbau des Pflegegeschäfts hat Spuren im Zahlenwerk hinterlassen, allerdings nicht so stark wie erwartet.
Beim Nivea-Konzern Beiersdorf macht sich die bereits im vergangenen Jahr angekündigte Neuausrichtung spürbar. Das operative Ergebnis gab im ersten Quartal 2011 von 186 Millionen Euro auf 162 Millionen Euro nach. Der Umsatz legte im Betrachtungszeitraum marginal um 0,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Vorstandvorsitzender Thomas-B. Quaas zeigte sich dennoch zufrieden: "Wir sind mit der Neuausrichtung unseres Geschäfts auf Kurs. Die Entwicklung im ersten Quartal entspricht unseren Planungen."
Klebstoffsparte entwickelt sich gut
Während die Geschäftsentwicklung des Unternehmensbereichs Consumer im Auftaktquartal unter dem Umbau zu leiden hatte, entwickelte sich die Klebstoffsparte tesa gut. Das deutlich kleinere Segment konnte erneut zweistellig wachsen. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,1 Prozent auf 234 Millionen Euro zu. Das betriebliche Ergebnis konnte um vier Millionen Euro auf 29 Millionen Euro gesteigert werden.
Ausblick bestätigt
Beiersdorf erwartet für den Gesamtkonzern im laufenden Jahr einem Umsatz auf Vorjahresniveau und eine leicht rückläufige operative EBIT-Umsatzrendite. Im Unternehmensbereich Consumer wird ebenfalls mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einer abnehmenden EBIT-Rendite gerechnet. Ein anderes Bild zeigt sich im Bereich tesa. Hier erwartet das Hamburger Unternehmen eine Umsatzentwicklung über dem Marktwachstum und einem gegenüber 2010 leicht verbesserten Ergebnis.
Aktie im Aufwind
Die Zahlen von Beiersdorf sind am Markt gut angekommen, der DAX-Wert gehört heute zu den größten Gewinnern im Leitindex. Die Beiersdorf-Aktie kann damit ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen fortsetzen. Das Papier dürfte nun zeitnah die 45-Euro-Marke in Angriff nehmen, ehe der harte Widerstand bei 46,50 Euro in den Fokus rückt. Investierte Anleger bleiben am Ball. Neueinstiege drängen sich derzeit allerdings nicht auf.