Beiersdorf: Ladenhüter raus
Der Kosmetikkonzern Beiersdorf setzt den Rotstift an. In der finalen Phase seines Umstrukturierungsprozesses will der DAX-Konzern seine regionale Ausrichtung stärken und ab 2014 jährlich 90 Millionen Euro einsparen. Analysten bewerten die Maßnahmen überwiegend positiv.
Beiersdorf treibt seine im Dezember 2010 angekündigte Umstrukturierung voran. In der finalen Phase wird nun die Regionalisierung in Angriff genommen. Vorstandsvorsitzender Thomas-B. Quaas erwartet sich davon mehr Freiheit und Flexibilität, um schnell auf regionale Verbraucher- und Marktbedürfnisse reagieren zu können.
Deutliche Einsparungen
Die Umstrukturierung wird Beiersdorf voraussichtlich einen außerordentlichen Aufwand von insgesamt etwa 265 Millionen Euro bescheren. Durch die dadurch erzielten Effizienzsteigerungen sollen auf der anderen Seite ab 2014 jährlich Einsparungen von etwa 90 Millionen Euro vor Steuern erzielt werden. Im kommenden Jahr wird bereits mit einer Einsparung von 25 Millionen Euro gerechnet. Von den Maßnahmen sind weltweit bis zu 1.000 Mitarbeiter betroffen, davon bis zu 230 in Deutschland.
Reihenweise Stimmen
Die Commerzbank hat das Kursziel für Beiersdorf nach der angekündigten Umstrukturierung von 50,00 auf 52,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Verschlankung der Strukturen und Prozesse sollte ab 2012 zu Kosteneinsparungen führen, so Analyst Andreas Riemann. Auch die Experten von Bankhaus Lampe, Normura und Merrill Lynch raten zum Kauf des DAX-Werts. Zum einem anderen Ergebnis kommt Citigroup-Analystin Claire de Groot. Die Expertin bleibt trotz der Anstrengungen skeptisch und bestätigt die Beiersdorf-Aktie auf "Sell" mit einem Kursziel von 37,00 Euro. Auch die Analysten von Morgan Stanley bleiben vorsichtig und belassen den DAX-Titel auf "Underweight" mit Kursziel 38 Euro.

Widerstand überwunden
Beiersdorf konzentriert sich auf sein Kerngeschäft und trimmt sich auf Rendite. In der abgelaufenen Handelswoche hat der DAX-Wert den Widerstand bei 42,60 Euro überwunden. Die nächste Hürde wartet nun bei 45,38 Euro. DER AKTIONÄR bestätigt seine positive Einschätzung mit Kursziel 50 Euro. Ein Stoppkurs bei 36,50 Euro sichert ab.
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