Bayer ohne Glanz
Der Pharma- und Chemieriese Bayer hat seine Zahlen für das vierte Quartal 2011 vorgelegt. Dabei schnitten die Leverkusener etwas schlechter ab als von Analysten erwartet worden war. Wie sollten Anleger nun reagieren?
Bayer hat im vierten Quartal einen bereinigten operativen Gewinn von 1,54 Milliarden Euro erzielt und damit die Analystenprognosen von 1,62 Milliarden Euro knapp verfehlt. Das Ergebnis pro Aktie lag mit 0,97 Euro hingegen im Rahmen der Erwartungen. Der Nettogewinn für das Gesamtjahr wurde sogar von 1,30 auf 2,47 Milliarden Euro fast verdoppelt, was allerdings vor allem an Sonderbelastungen 2010 lag. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. Die Dividende wird auf 1,65 Euro je Aktie angehoben.
Zufriedener Chef
Bayer-Chef Marijn Deckers betonte: „Das vergangene Jahr war für Bayer sehr erfolgreich." Auch mit dem laufenden Jahr ist Deckers offenbar zufrieden: „Wir sind ordentlich ins Geschäftsjahr 2012 gestartet." Der DAX-Konzern geht davon aus, Umsatz und bereinigten Gewinn erneut leicht steigern zu können. Zur kompletten Unternehmensmeldung.
Weiterer Fortschritt bei Xarelto
Indes gab es eine weitere gute Nachricht für Bayer-Aktionäre. Demnach kann sich der Konzern Hoffnungen machen, dass sein Medikament Xarelto in den USA schneller als bislang erwartet wurde auch zur Behandlung der Herzerkrankung ACS zugelassen werde. Die Gesundheitsbehörde FDA will das Mittel vorrangig prüfen. Anstatt der üblichen Dauer von bis zu einem Jahr könnte das Ergebnis nun bereits Ende Juli vorliegen.

Dabeibleiben!
Bayer ist ein glänzend aufgestellter, solider Konzern mit guten Perspektiven. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem KGV von 12 noch moderat bewertet und bleibt attraktiv. Vor einem Neueinstieg sollte allerdings abgewartet werden, ob der Aktie der Ausbruch aus dem Abwärtstrend und über die hartnäckige Widerstandszone zwischen 56 und 59 Euro gelingt. Investierte Anleger bleiben dabei und ziehen den Stopp auf 41,90 Euro nach.
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