Bayer-Aktie im Rekordrausch
Die Aktie von Bayer ist derzeit einfach nicht zu stoppen. Nachdem die Anteile des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns seit Tagen stetig neue Rekordhochs erklimmen, schaltet der Kurs im heutigen Handel gleich mehrere Gänge höher und führt die Gewinnerliste im DAX an. Was sind die Gründe hierfür?
Die Aktie von Bayer hat heute - wieder einmal - ein neues Allzeithoch erreicht. Dies ist nach der Rallye der vergangenen Handelstage eigentlich nichts neues (siehe unter: Bayer: Von Allzeithoch zu Allzeithoch), heute aber legen die Anteile des Pharma- und Chemieriesen in der Spitze um mehr als vier Prozent zu und führen auch die Liste der DAX-Gewinner an. Neben einem freundlichen Analystenkommentar der Citigroup, für die Bayer-Aktien zu den größten Favoriten für 2013 zählen, gab es noch zwei weitere positive Meldungen.
Zulassungsantrag gestellt
So hat Bayer für sein Augenmedikament Aflibercept eine weitere Zulassung für die Europäische Union gestellt. Demnach soll der Wirkstoff Aflibercept (auch unter den Namen Eylea und VEGF Trap-Eye bekannt) bald auch zur Behandlung von Makula-Ödemen nach Zentralvenenverschlüssen der Netzhaut (ZVV) zugelassen werden. In den Kernländern Europas leiden den Angaben zufolge mehr als 66.000 Menschen unter diesem Krankheitsbild. In den USA ist die Behandlung mit Elyea bei ZVV bereits erlaubt. Mit Aflibercept werden Bayer Umsätze im Milliardenbereich zugetraut. Gestern erhielt Bayer bereits die EU-Zulassung für ein weiteres Präparat.
Zulassung erhalten
So erhielt Bayer nun die Erlaubnis, das Langzeit-Verhütungsmittel Jaydess innerhalb der Europäischen Union zu vertreiben. Das Mittel wird in die Gebärmutter für bis zu drei Jahre eingesetzt. Die Markteinführung peilen die Leverkusener für das zweite Quartal 2013 an. Der Zulassungsantrag für den US-Markt läuft indes bereits seit Dezember 2011.

Noch längst nicht zu teuer
Bayer ist mit einer breiten Produktpipeline sehr gut aufgestellt, verfügt über ein starkes Management und eine solide Bilanz. Mit einem 2012er-KGV von 12 und einer Dividendenrendite von drei Prozent sind die Qualitätstitel noch längst nicht zu teuer. Konservative Anleger können weiterhin einsteigen, der Stopp sollte auf 53,00 Euro nachgezogen werden.
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