Carolin Kessler
Der Pharmakonzern Bayer hat im zweiten Quartal 2010 erneut ein Umsatz- und Ergebnisplus erzielt. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Die Zahlen lassen eine Bekräftigung der Prognosen zu.
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal ein um Sondereinflüsse bereinigtes Ergebnis vor Steuern, Zinsen (Ebitda) und Abschreibungen von 1,9 Milliarden Euro, also einer Steigerung von 8,6 Prozent, verbucht. Maßgeblich waren dabei vor allem der erfolgreiche Geschäftsverlauf bei den Sparten MaterialScience und Consumer Health sowie positive Währungseffekte. So hatte das operative Ergebnis um 14,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zugelegt.
Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch Sondereinflusse von insgesamt minus 255 Millionen Euro. Kostenaufwendig seien dabei insbesondere die Rechtsfälle in den Sparten HealthCare und CropScience gewesen, die den Konzern dazu veranlassten ein minus 123 Millionen Euro zu verzeichnen. Weitere 132 Millionen gingen durch eine außerplanmäßige Teilabschreibung eines Krebsmedikaments verloren. Das Ebit habe sich deshalb um 1,6 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro verringert. Das Konzernergebnis sei von 532 Millionen Euro im Vorjahr auf 525 Millionen Euro zurückgegangen.
Prognose bestätigt
Dennoch bekräftigte Bayer seine Prognose für das laufende Jahr. Für das Ebitda vor Sondereinflüssen plant der Konzern weiter mit einer Steigerung auf mehr als sieben Milliarden Euro. Aufgrund des starken Firmenportfolios erwartet der Pharmariese beim Umsatz einen Anstieg von mehr als fünf Prozent.

Aktie bleibt ein Kauf
Bayer ist und bleibt eine absolute Qualitätsaktie und für konservative Anleger angesichts der günstigen Bewertung ein klarer Kauf. Das Kursziel beträgt weiterhin 52,00 Euro, der Stoppkurs sollte bei 41,00 Euro belassen werden.