Bayer: Vergleich kostet 110 Millionen Dollar
Presseberichten zufolge kann der Chemie- und Pharmakonzern Bayer einen Teil der in den USA eingereichten Klagen zu seinen Antibabypillen Yasmin und Yaz gegen Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe beilegen. Allerdings droht weiteres Ungemach.
Bayer wird offenbar 110 Millionen Dollar zahlen, um 500 Klagen aus den USA beizulegen. Dem Pharmariesen wird vorgeworfen, Anwenderinnen der besagten Antibabypillen nicht angemessen über die Risiken aufgeklärt zu haben. Dies hätte zu Gesundheitsschäden und zum Teil gar zum Tod geführt. Ein US-Gericht hatte im Dezember vergangenen Jahres ein Mediationsverfahren zwischen den Parteien angeordnet. Der Rechtsstreit dürfte die Leverkusener noch eine Weile beschäftigen. Bis zum 1. Februar waren mehr als 11.000 Klagen anhängig.
Weitere Zulassung beantragt
Bayer hat bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA beantragt, das Präparat Xarelto auch zur Behandlung von Lungenembolien und zur Prävention rezidivierender Thrombosen zuzulassen. Der Gerinnungshemmer zählt zu den wichtigsten Medikamenten des Leverkusener Konzerns.

Unterstützungszone
Der breit aufgestellte Pharma- und Chemieriese glänzt nach einem soliden Geschäftsjahr 2011 weiterhin mit guten Aussichten, einer moderaten Bewertung und einer Dividendenrendite von 3,25 Prozent. Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild zuletzt allerdings etwas eingetrübt. Die Bayer-Aktie ist im Zuge des schwachen Marktumfelds in den Konsolidierungs-Modus gewechselt. Entscheidend für die weitere kurzfristige Entwicklung ist nun der Unterstützungsbereich zwischen 49 Euro und 50,20 Euro. Langfristig bleibt der DAX-Wert kaufenswert.
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