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Bayer: Der nächste Nackenschlag

Thorsten Küfner

Erneut schlechte Nachrichten für die Bayer-Aktionäre: Nach dem Rückschlag mit dem Medikament Nexavar droht dem Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern nun auch Ungemach aus den USA. Diesmal betrifft es den Hoffnungsträger Xarelto.

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Kurz nachdem Bayer mit dem Mittel Nexavar bei einer Phase-III-Studie scheiterte (DER AKTIONÄR berichtete), folgt die nächste schlechte Nachricht für die Anteilseigner des DAX-Konzerns: Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich überraschend gegen die Zulassung des Thrombosemedikaments Xarelto bei Patienten mit der Herzkrankheit ACS (akutes Koronarsyndrom) ausgesprochen. Üblicherweise folgt die FDA den Empfehlungen der Experten. Für Bayer hätte dies sehr negative Folgen.

Zwei bis drei Milliarden Dollar Potenzial

Dem Leverkusener Pharma- und Chemieriesen könnten durch diese Entscheidung Einnahmen in Milliardenhöhe entgehen. Analysten prognostizieren das Umsatzpotenzial für Xarelto im Behandlungsfeld ACS auf zwei bis drei Milliarden US-Dollar. Seit dem vergangenen Jahr ist das Medikament in den USA und in Europa bereits zur Schlaganfall-Prävention zugelassen.

Schwacher Start

Die zweite Negativmeldung innerhalb einer Woche schmeckt den Marktteilnehmern nicht. Die Bayer-Titel geben zum Handelsstart deutlich nach. Angesichts der im historischen Vergleich sehr günstigen Bewertung mit einem KGV von 10 ist die Bayer-Aktie für langfristig orientierte Anleger allerdings weiterhin ein Kauf. Das Kursziel lautet nach wie vor 66,00 Euro, der Stopp sollte bei 48,00 Euro belassen werden.

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