Bayer: Das tut weh
Nach dem Höhenflug in der Vorwoche legt die Bayer-Aktie einen eher miesen Start in die neue Börsenwoche hin. Neben Gewinnmitnahmen und zwei schlechten Nachrichten aus Frankreich und den USA belastet auch ein negativer Analystenkommentar.
Nach dem deutlichen Kurssprung Ende vergangener Woche (siehe unter: Bank of America sei dank: Bayer hebt ab), geraten die Anteile von Bayer in dieser Woche unter Druck. Neben Gewinnmitnahmen sorgt auch die Abstufung durch Barclays von "Equal Weight" auf "Underweight" für Gegenwind. Das Kursziel wurde jedoch von 57,00 auf 66,00 Euro angehoben. Analyst Marc Purcell erscheint die Bewertung der DAX-Titel nach der starken Kursentwicklung recht hoch. Zudem ist das Kurspotenzial durch die Medikamenten-Pipeline und dem Pharmageschäft in den Schwellenländern seiner Ansicht nach niedriger als bei den Konkurrenten. Indes belasten die Bayer-Aktie zudem noch andere Meldungen.
Diane und Mirena im Fokus
Nachdem gestern bekannt geworden war, dass das oft auch als Antibabypille verschriebene Akne-Medikament Diane 35 für den Tod von vier Frauen verantwortlich sein soll, kommt nun eine weitere negative Meldung aus den USA. Dort wurde der Leverkusen Pharma- und Chemieriese wegen der Hormonspirale Mirena verklagt. Der Konzern habe laut den Klägern nicht ausreichend vor den gesundheitlichen Risiken gewarnt.

Immer noch attraktiv
DER AKTIONÄR hält trotzdem an seiner Kaufempfehlung für die Bayer-Aktie fest. Der Konzern verfügt über eine solide Bilanz, ein sehr breit diversifiziertes Produktportfolio und eine starke Position in attraktiven Wachstumsmärkten. Mit einem KGV von 13 ist die Aktie vor diesem Hintergrund immer noch günstig bewertet. Bestehende Positionen sollten mit einem Stopp bei 59,00 Euro abgesichert werden.
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