Norbert Sesselmann
BASF ist weiter auf Wachstumskurs. In den nächsten zehn Jahren will der Konzern den Umsatz verdoppeln. Das angestrebte Wachstum wird aber nicht nur organisch sein. Kreisen zufolge steht der Konzern kurz vor einem milliardenschweren Kauf des Spezialchemieherstellers Cognis. Risikobewusste Anleger setzten jetzt auf ein Hebelprodukt.
Cognis, eine frühere Henkel-Tochter, wäre für BASF nach der Milliardenübernahme des Schweizer Spezialchemiekonzerns Ciba im Jahr 2009 die nächste Großakquisition. Als Kaufpreis steht eine Summe zwischen drei und 3,5 Milliarden Euro im Raum. Der Cognis-Finanzvorstand setzt den fairen Unternehmenswert auf 3,4 Milliarden Euro. Mit der Bekanntgabe der Übernahme ist vor Mitte Juni nicht zu rechnen. BASF gab bisher keine Stellungnahme ab.
Keine Finanzierungsschwierigkeiten
BASF hat mit 37 Prozent Eigenkapitalquote eine solide Finanzierung. Somit ist die erwartete Übernahme des Spezialchemieunternehmens Cognis kein Problem. Cognis produziert Vorprodukte für Kosmetika, Nahrungs- und Waschmittel, sodass das Unternehmen sehr gut zum Chemieunternehmen BASF passt.
Günstig bewertet
Im laufenden Jahr dürfte der Ludwishafener Konzern einen Gewinn von 4,97 Euro je Aktie erzielen und diesen 2011 bereits auf 4,62 Euro steigern. Damit ist der wieder solide wachsende Chemiekonzern mit einem 2011er-KGV von 9 günstig bewertet. Die Aktie dürfte schon bald Anlauf auf die alten Höchststände oberhalb von 50 Euro nehmen.

Hebel 5,6
Als Alternative zur Aktie können risikobewusste Anleger auch auf den Turbo-Optionsschein mit der WKN CM3 E39 setzen. Das Produkt notiert aktuell bei 0,82 Euro und generiert einen Hebel von 5,6 Euro. Der Stopp sollte auf 0,48 Euro gesetzt werden.