BASF: Vor den Zahlen im Blickpunkt
Mit BASF wird am Freitag der weltgrößte Chemiekonzern seine Zahlen für das Jahr 2011 vorlegen. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer neben dem Konzernergebnis auch den Ausblick für das Jahr 2012. Sollten Anleger sich schon jetzt positionieren?
Nachdem in dieser Woche bereits die DAX-Konzerne Deutsche Telekom (mehr unter: Verhagelte Zahlen), Fresenius Medical Care (FMC: Rekorde, Rekorde, Rekorde), Fresenius, Allianz (Analystenprognosen verfehlt) und Commerzbank (Commerzbank enttäuscht) ihre Zahlen für das vierte Quartal präsentiert haben, legt am Freitag BASF nach. Analysten gehen davon aus, dass der weltgrößte Chemiekonzern zwischen Oktober und Dezember seinen Umsatz leicht auf 16,8 Milliarden Euro gesteigert hat. Der Gewinn dürfte im Jahresvergleich leicht auf 1,1 Milliarden Euro beziehungsweise 1,10 Euro pro Anteilschein gesunken sein.
Für das Gesamtjahr wird mit einem Erlöswachstum von 13 Prozent auf 72,3 Milliarden Euro gerechnet. Das Nettoergebnis dürfte in etwa der gleichen Größenordnung zugelegt haben und sich auf 5,8 Milliarden Euro oder 6,25 Euro je Aktie belaufen. Analysten gehen davon aus, dass die Dividende um 20 Cent auf 2,40 Euro pro Anteilschein angehoben wird.
Wie wird das Jahr 2012?
Neben dem Quartalsergebnis interessieren das Gros der Marktteilnehmer vor allem die Aussagen des BASF-Vorstandes zu den weiteren Aussichten für das Jahr 2012. Bislang hatten sich die Ludwigshafener hierzu eher bedeckt gehalten. Angesichts der sich zuletzt wieder etwas aufhellenden konjunkturellen Daten hoffen viele Anleger, dass der von den Analysten erwartete Gewinnrückgang eher gering ausfallen dürfte. Die Experten rechnen derzeit für 2012 mit einem Nettogewinn von 5,3 Milliarden Euro (5,57 Euro je Aktie) und einem Umsatz von 70,8 Milliarden Euro.

Immer noch günstig
Ein Einstieg bei BASF auf dem aktuellen Niveau sollte sich lohnen. Schließlich ist die Aktie mit einem 2012er-KGV von 12 (2013er-KGV von 10) und einer Dividendenrendite von vier Prozent angesichts der enorm starken Positionierung in vielen attraktiven Märkten, der breiten Produktpalette sowie der soliden Bilanz immer noch günstig bewertet. Zudem ist aus charttechnischer Sicht nach der jüngsten Konsolidierung der Weg nach oben weiterhin frei. Das Kursziel lautet weiterhin 70,00 Euro, der Stopp sollte nun auf 45,00 Euro nachgezogen werden.
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