Michael Herrmann
Zahlreiche DAX-Unternehmen haben in dieser Woche ihre Quartalszahlen veröffentlicht und teilweise überragende Ergebnisse bekannt gegeben. Auch der Chemie-Riese BASF gab seine Bilanz bekannt, doch konnten auch die Ludwigshafener damit für Freude an den Märkten sorgen?
Die Kursreaktionen der BASF-Aktie deuten auf schwache Ergebnisse des Chemiekonzerns hin. Die Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um nahezu 30 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro zu. Analysten hatten im Mittel mit einem Anstieg auf 15,2 Milliarden Euro gerechnet. Das EBIT vor Sondereinflüssen kletterte überproportional um 93,5 Prozent auf 2,2 Milliarden und lag damit über den prognostizierten 2,0 Milliarden Euro.
Jahresprognose bestätigt
Vor dem Hintergrund des starken ersten Halbjahres bekräftigte der Konzern seine Jahresprognose, trotz eines verhaltenen Ausblicks für die zweite Jahreshälfte. BASF erwartet weiter einen Umsatzanstieg oberhalb des Wachstums der weltweiten Chemieproduktion, das in etwa sieben bis acht Prozent betragen soll.
Analysten reagieren positiv
"Sehr positiv" nannte Heiko Feber vom Bankhaus Lampe die vorgestellten Zahlen: "Sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten EBIT hat BASF meine Erwartungen weit übertroffen." Die Bekräftigung der Jahresprognose sei zwar nicht überraschend, aber dennoch positiv hervorzuheben. Oana Floares von der SEB hob das Kursziel von 48,00 auf 52,00 Euro und belässt die Einstufung auf "Buy".

Zahlen bestätigen starke Position
Umsatz und Gewinn stark gesteigert, dazu positive Analystenkommentare - an den Zahlen von BASF gibt es kaum etwas auszusetzen. Aus fundamentaler Sicht ist der Top-Tipp konservativ aus der AKTIONÄRs-Ausgabe 24/10 daher weiter eine sehr aussichtsreiche Position. Die alten Höchststände oberhalb von 50 Euro bleiben das mittelfristige Kursziel. Ein Stoppkurs bei 37,50 sichert ab.