BASF: Kursziel 75,00 Euro
Die Aktie von BASF ist immer noch zu günstig – zumindest nach Ansicht der Analysten von Deutscher Bank und HSBC, die beide noch reichlich Luft nach oben für die Anteile des weltgrößten Chemiekonzerns sehen.
Die Deutsche Bank hat die Aktien des Chemieriesen BASF im Rahmen einer Branchenstudie näher unter die Lupe genommen. Demnach rät Analystin Virginie Boucher-Ferte nach wie vor zum Kauf der DAX-Titel, das Kursziel lautet 75,00 Euro. Als defensiver Wert habe BASF ein geringeres Kursrisiko als andere europäische Chemietitel. In einem schwachen Absatzumfeld mit weiter steigenden Rohstoffpreisen zählen laut Boucher-Ferte die Preismacht der großen Konzerne sowie Kostensenkungen zu den wichtigen Ergebnistreibern. Die Analystin betont, dass zwar auch einige zyklische Investments interessant seien, doch liege ihr Fokus auf den Aktien von Unternehmen mit hohen Marktanteilen oder Selbsthilfepotenzial. Dazu zählten auch BASF und Lanxess. BASF sei ein „Sektor-Top Pick". Auch die Experten von HSBC sind ähnlich positiv gestimmt.
Schätzungen hinken hinterher
So hat HSBC-Analyst Geoff Haire die Titel der Ludwigshafener "Overweight" belassen und das Kursziel von 73,00 Euro bestätigt. Die Aktienkurse innerhalb der Chemiebranche hätten sich mit dem Rückgang der letzten Monate von den eigentlich gestiegenen Gewinnerwartungen abgekoppelt. Die konjunkturelle Schwäche in vielen Ländern Europas und Asiens sowie die negativen Nachrichten aus der Autobranche rechtfertigten aber nach Ansicht von Haire vielleicht den jüngsten Kursverlust. Üblicherweise hinkten die Gewinnschätzungen der Kursentwicklung ohnehin um rund ein halbes Jahr hinterher.
Aktie bleibt ein Kauf
Die BASF-Aktie bleibt ein absolutes Basisinvestment im Chemiesektor. Mit einem KGV von 10 ist die Aktie des in attraktiven Wachstumsmärkten hervorragend positionierten Weltmarktführers immer noch günstig bewertet. Anleger sollten daher weiterhin zugreifen. Der Stoppkurs sollte weiterhin bei 55,00 Euro belassen werden.
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