BASF "gut behauptet" - Aktie vor Comeback
Der Chemieriese BASF hat sich nach eigenen Angaben im dritten Quartal gut behauptet. Mehr noch: Die Erwartungen des Marktes konnten klar übertroffen werden. Zudem bestätigte BASF-Chef Dr. Kurt Bock die Prognosen für das Gesamtjahr.
Das Wichtigste vorab: Der Chemiekonzern hat mit den Quartalsergebnissen die Markterwartungen deutlich geschlagen und darüber hinaus seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Das heißt, dass BASF bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen die Spitzenwerte des Jahres 2011 übertreffen will. Der Aktie dürften die Zahlen frischen Schwung verleihen.
Über dem Soll
Wegen höherer Steuern hat der Konzern im dritten Quartal zwar weniger verdient als noch vor einem Jahr, doch lagen die Ergebnisse über den Erwartungen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten betrug im Zeitraum Juli bis September 2,07 Milliarden Euro, ein Plus von 5,4 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 8,0 Prozent auf 19,0 Milliarden Euro. Die Konsensschätzungen lauteten auf 1,94 Milliarden Euro EBIT und 18,1 Milliarden Euro Umsatz.
Während BASF kräftige Zuwächse bei der Öl- und Gastochter Wintershall sowie in der Agrochemie-Sparte erzielte, musste das Unternehmen erneut deutliche Gewinnrückgänge im Chemie- und Kunststoffgeschäft verbuchen. Das Unternehmen rechnet auch nicht mit einer Belebung des weltweiten Wirtschaftswachstums und der Nachfrage im Chemiegeschäft im vierten Quartal 2012. Trotzdem bleibt BASF bei seinem Ausblick.

Sehr stark
BASF hat den US-Konkurrenten Dow Chemical und DuPont gezeigt, was eine Harke ist. Die Zahlen und der Ausblick dürften deshalb bei den Anlegern sehr positiv aufgenommen werden. Auch die Analysten werden ihre Urteile überdenken müssen. Nach dem Rücksetzer von 68 auf 62 Euro sind in den nächsten Wochen wieder alte Höchststände möglich.
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