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BASF: Die Chemie stimmt weiterhin

Michael Herrmann

Neuigkeiten von BASF, dem Top-Tipp konservativ der Aktionärs-Ausgabe 24/10. Der Chemiekonzern gibt mehrere Preiserhöhungen bekannt. Die Zahlen des Konkurrenten SABIC enttäuschen zwar, doch Analysten bleiben dennoch zuversichtlich.

Der weltweit größte Chemiekonzern BASF drehte an der Preisschraube und erhöhte zunächst die Preise für Additive und Pigmente für Kunststoffanwendungen um fünf bis 20 Prozent. Kurz darauf gaben die Ludwigshafener auch eine sofortige Preiserhöhung für Isophorondiamin (IPDA), einem Härter für Epoxidharze, bekannt. Gründe für die jüngsten Preiserhöhungen gab das Unternehmen nicht an.

Belastung durch SABIC Zahlen

Neben den Preiserhöhungen ließen auch die Zahlen des BASF-Konkurrenten Saudi Basic Industries (SABIC) die Anleger des Ludwigshafener Chemiekonzerns aufhorchen. Analysten zeigten sich enttäuscht, da das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück geblieben ist. Hauptgrund für das schlechte Abschneiden: niedrige Verkaufspreise. Inwiefern auch Konkurrent BASF betroffen sein wird bleibt fraglich. Genaueres werden erst die Quartalszahlen zeigen, die am 29. Juli vorgestellt werden. Die jüngsten Preiserhöhungen deuten allerdings nicht auf einen erhöhten Druck auf die Verkaufspreise hin.

Analysteneinschätzungen wenig verändert

Die Analysten reagierten kaum auf die aktuellen Entwicklungen. Aufgrund der führenden Marktpositionen, des einzigartigen Verbund-Modells, der Diversifizierung und einer starken Cash-Story belässt Societe Generale die BASF-Einstufung auf "Buy". Das Kursziel werde aufgrund der Konkurrenzzahlen jedoch von 56 auf 54 Euro reduziert. Die französische Investmentbank Chevreux sieht dagegen keinen Anlass das Kursziel zu ändern. Die Experten belassen sowohl die Einstufung der Aktie auf der "Selected List" als auch das Kursziel bei 60 Euro.

50 Euro im Visier

Die Meldungen haben zwar zu einem kurzfristigen Rücksetzer geführt, auf den mittel- bis langfristigen Aktienkurs dürften sie aber kaum Einfluss haben. Aus fundamentaler Sicht ist der Top-Tipp konservativ aus der Aktionär-Ausgabe 24/10 daher weiter eine aussichtsreiche Position. Die alten Höchststände oberhalb von 50 Euro bleiben das mittelfristige Kursziel, weshalb Anleger den aktuellen Rücksetzer zum Einstieg nutzen können. Ein Stoppkurs bei 37,50 sichert ab.

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