Bankenrallye: Aareal Bank, Commerzbank und Deutsche Bank starten durch
Am Nachmittag schießen die Kurse der deutschen Bankenwerte durch die Decke. Angeblich will die EU die neuen Eigenkapitalrichtlinien für die Banken ein Jahr später einführen. DER AKTIONÄR hatte schon gestern zum Einstieg geraten.
Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg könnten die Basel III genannten Richtlinien erst ein Jahr später als ursprünglich geplant in Kraft treten. Dies sei aus Kreisen der EU zu vernehmen. Die europäischen Kreditinstitute hätten davor gewarnt, dass eine Einführung zum 1. Januar 2012 zu unverhältnismäßig hohen Kosten führen würde. Bereits am Vortag hat die Meldung die Runde gemacht, dass die britische Bankenaufsicht FSA die Regeln für ihre Banken aufweichen will (DER AKTIONÄR berichtete).
Juli oder Januar?
Eine mit den Verhandlungen vertraute Person soll gesagt haben, dass die Einführung der Basel-III-Richtlinien auf den 1. Juli 2013 oder den 1. Januar 2014 verschoben werden könnte. Immer wieder gab es in den letzten Wochen Widerstände gegen die Pläne der EU, die eine höhere Eigenkapitalunterlegung für die Risikoaktiva in den Bankenbilanzen fordert. Außerdem ist sich die EU selbst noch nicht im Klaren, wie die endgültigen Richtlinien auszusehen haben.
Großbritannien will seinen Banken ebenfalls unter die Arme greifen. Den Presseberichten zufolge sollen die Institute künftig nicht mehr einen bestimmten Prozentsatz ihrer risikoreichen Vermögenswerte wie ausgegebene Kredite mit Eigenkapital unterlegen müssen. Bisher galt auf der Insel eine 10-Prozent-Marke.



Positiv für Bankenwerte
Eine Verschiebung von Basel III würde den Banken vorübergehend eine Erleichterung bringen. Entsprechend positiv sollten die Kurse in den nächsten Tagen reagieren. DER AKTIONÄR hat bereits gestern nach der Meldung aus Großbritannien zum Einstieg geraten. Die heutige Nachricht unterstützt diese Einschätzung.
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