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BAE-Fusion: EADS-Chef Enders will schnelle Entscheidung

Dominik Schertel

Die Fusion des britischen Rüstungskonzern BAE Systems mit dem deutsch-französischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS steht weiterhin auf wackligen Füßen. EADS-Chef Tom Enders nimmt nun die Politik in die Pflicht und fordert eine schnelle Entscheidung.

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Die Ankündigung eines möglichen Zusammenschlusses zwischen BAE Systems und EADS hat Mitte September für einen Paukenschlag gesorgt. Eine Fusion würde einen neuen europäischen Rüstungsgiganten entstehen lassen, der den amerikanischen Konkurrenten Boeing Paroli bieten könnte. Allerdings gibt es von verschiedenen Seiten deutlichen Gegenwind.

Frist läuft

Die Gespräche mit den Regierungsvertretern der beteiligten Ländern Frankreich, Deutschland und Großbritannien gestalten sich als äußerst schwierig, da die Parteien natürlich primär die nationalen Interessen vertreten und jeder möglichst viel Mitspracherecht bei künftigen Entscheidungen haben möchte. Bis zum 10. Oktober müssen sich die Beteiligten einigen. EADS-Chef Tom Enders rechnet damit, dass diese Frist eingehalten wird, fordert die Politik aber gleichzeitig auf, schnell zu handeln.

Anleger sind skeptisch

Die Nachricht des möglichen Zusammenschlusses hat der EADS-Aktie Mitte September einen herben Dämpfer verpasst. Neben Kleinaktionären, die ihre Stücke auf den Markt geworfen haben, sind auch Großaktionäre alles andere als begeistert von der möglichen Fusion. Der französische EADS-Großanteilseigner Arnaud Lagardère halte die Bedingungen der Fusion zu diesem Zeitpunkt für nicht zufriedenstellend, hieß es am Montag aus Unternehmenskreisen. Es sei nicht klar, welcher Mehrwert für EADS entstünde, gibt Lagardère zu Bedenken.

Ruhe bewahren

Das Fusions-Thema dürfte in den kommenden Tagen weiter den Kursverlauf beherrschen und je nach Entscheidung für Ausschläge in die ein oder andere Richtung sorgen. Langfristig ändert sich allerdings nichts an den positiven Aussichten bei EADS. Risikofreudige Anleger können eine erste Position aufbauen. Ein bei 24 Euro bewusst eng platzierter Stopp sichert ab. Das Kursziel liegt weiterhin bei 35 Euro.

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