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Bad-News für Q-Cells, Solarworld, Trina und Co: Kein Wachstum erwartet

Florian Söllner

Die Krise ist noch nicht vorbei. Daran haben nun sehr deutlich die Marktforscher von Navigant erinnert. Der Solarmarkt werde auch in den nächsten Jahren nicht wachsen

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Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Die Wolken über der Solarindustrie wollen sich nicht verziehen. Immer noch herrschen hohe Überkapazitäten und ein harter Preisdruck. Hoffnungen über ein baldiges Ende der Konsolidierung haben nun die Marktforscher von Navigant eine Absage erteilt: Die Industrie könnte aufgrund großer Produktionskapazitäten und Lagerbestände sowie sinkender Förderungen in den nächsten fünf Jahren stagnieren oder schrumpfen. Navigant prognostiziert 2013 lediglich einen Gesamtzubau von knapp 26 Gigawatt.

Die Branche müsse nun nachhaltigere Geschäftsmodelle entwickeln. Neben Förderkürzungen würden derzeit weltwirtschaftliche Probleme und billiges Erdgas belasten. "In der Vergangenheit war die Solarbranche immer auf Wachstum aus, selbst wenn dieses Wachstum unrentabel war. (...) Weniger zu verkaufen und weniger Verluste zu machen wäre sicher im Interesse der Branche", so die Experten.

Extremer Einbruch

Sie skizzieren in ihrer Studie noch einmal den harschen Einbruch der letzten Jahre. So gingen die Modulpreise von 3,50 US-Dollar pro Watt im Jahr 2007 auf 1,09 Dollar im ersten Quartal 2012 zurück. Die weltweite Solarindustrie vervielfachte sich im selben Zeitraum von drei auf knapp 24 GW. Mittlerweile werden in Deutschland China-Module zu durchschnittlich 0,80 Dollar angeboten.

DER AKTIONÄR rät weiterhin, zu differenzieren. In neuen Solarabsatzmärkten wie Indien, China oder Südamerika ist auch in den nächsten Jahren deutliches Wachstum zu erwarten. Die Experten von IMS Research rechnen sogar insgesamt mit einem neuen Rekordjahr. Zudem wird es immer attraktive Nischen geben, weswegen der Solarsektor nicht komplett abgeschrieben werden sollte.

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