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Update: Bad Bank für die Commerzbank?

Thorsten Küfner

Da der Staat der Commerzbank nicht erneut mit Kapitalspritzen helfen will und offenbar auch nicht die defizitäre Tochter Eurohypo übernehmen will, wird für viele Experten eine Bad Bank für die Commerzbank immer wahrscheinlicher. Die Anzeichen, dass eine staatlich unterstützte "Müllhalde" für riskante Wertpapiere tatsächlich kommt, verdichten sich heute weiter.

Die Zeit drängt: Die Commerzbank muss bis zum 30. Juni 2012 eine Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro schließen. Zwar betont der Bankenriese weiterhin, diese Lücke aus eigener Kraft schließen zu wollen. Viele Experten zweifeln daran allerdings. Da eine Kapitalerhöhung auf dem jetzigen Kursniveau äußerst unattraktiv ist, bleibt für den Notfall nur noch der Staat als letzte Rettung. Das Handelsblatt zeigt die drei wahrscheinlichsten Möglichkeiten der Staatshilfe auf.

Bad Bank als Favorit

Da der Staat nicht einen noch höheren Anteil an der Commerzbank erwerben will (der Bund hält bereits mit 25 Prozent plus einer Aktie die Sperrminorität) und neben der Hypo Real Estate nicht noch einen defizitären Immobilienfinanzierer übernehmen will, wird die Einrichtung einer Bad Bank für die Commerzbank die wahrscheinlichste Variante einer Staatshilfe, sofern es der Commerzbank nicht gelingt, die Kapitallücke durch den Verkauf von Beteiligungen, den Abbau von Risikopositionen und die Einbehaltung von Gewinnen zu schließen.

Nun wurde der Gesetzesentwurf zur Einrichtugn einer Bad Bank verabschiedet. Nach Ansicht von Experten ist dieser der Commerzbank sowie der Tochter Eurohypo nahezu auf den Leib geschneidert.

Nur für Mutige

Die Aktie der Commerzbank verliert indes weiter an Wert. Mutige Anleger können das günstige Bewertungsniveau der Commerzbank-Aktie weiterhin zum Einstieg nutzen, sollten aber zunächst abwarten, ob die Marke von 1,12 Euro - das bisherige Jahrestief - nicht unterschritten wird. Der Stoppkurs sollte bei 0,90 Euro belassen werden.

Konservativere Anleger meiden die Anteile hingegen weiterhin. Schließlich kann eine erneute Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen werden.

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