Axel Springer-Aktie: Digitaler Hype
Digitale Medien boomen, die Margen sind üppig. Die vorgelegten Zahlen zeigen: Der Axel Springer wächst weiter. Auch in den nächsten Monaten werden die Zuwächse im Bereich der digitalen Medien den Rückgang bei den Printmedien mehr als ausgleichen. Die Aktie hat weiteres Potenzial.
Der Axel Springer Verlag schwimmt auf der Erfolgwelle der digitalen Medien. Allein dieser Bereich glänzte im zweiten Quartal mit einer EBITDA-Marge von über 20 Prozent. Kein Wunder, dass sogar Konzernchef Mathias Döpfner ins schwärmen kommt. „Besonders profitabel sind die in der Axel Springer Digital Classifieds gebündelten Rubrikenportale. Dass reichweitenstarke Printmedien trotz der strukturellen Herausforderungen attraktive Werbeträger bleiben, haben wir im zweiten Quartal unter anderem mit der überaus erfolgreichen Geburtstagsausgabe BILD für Alle bewiesen".
Alles im grünen Bereich
Durch diese Steilvorlage schloss Axel Springer im zweiten Quartal nahtlos an die gute Entwicklung der ersten drei Monate an. In den ersten sechs Monaten erzielte der Konzern somit einen Umsatz von 1,62 Milliarden Euro. Ein Plus von 6,2 Prozent. Neben den kräftigen Zuwächsen bei den digitalen Medien bleiben die Erlöse der inländischen Printmedien stabil. Dagegen gab es bei den internationalen Printmedien einen deutlichen Umsatzrückgang. Konzernweit legte das EBITDA in den ersten sechs Monaten um 6,9 Prozent zu. Dadurch steigerte Axel Springer das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 308,7 Millionen Euro. Im Weiteren Jahresverlauf geht der Vorstand geht davon aus, dass steigende Erlöse bei den digitalen Medien leicht rückläufige Erlöse im Printgeschäft mehr als kompensieren werden. Die Prognose hielt Vorstand Döpfner aufrecht.

Alles digital
Die digitalen Medien boomen. In den nächsten Monaten will die Mannschaft um Springer Vorstand Döpfner das Angebot im Internet weiter ausbauen. In der letzten Schwächephase an den Börsen hat die Springer-Aktie bis auf 32 Euro korrigiert. Seitdem hat sich ein neuer, kurzfristiger Aufwärtstrend ausgebildet, der das Papier durchaus in den Bereich des letzten Hochs aus dem Januar 2011 bei 42 Euro führen könnte. Die Zahlen sollten der Entwicklung eine stabile Unterstützung bieten. Stoppkurs: 31,50 Euro.
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