Leon Müller

Axel Springer ist im Krisenjahr 2009 hoch profitabel geblieben. Wie aus dem am Mittwochmorgen veröffentlichten Zahlenwerk hervorgeht, blieb jeder achte Euro vom Umsatz als Gewinn hängen. Der Gewinn je Aktie erreichte 10,19 Euro, lag damit ebenso wie der Konzernumsatz deutlich über den Analystenerwartungen. Die Aktie bleibt ein Top-Pick im Mediensektor.
Da wird manch ein Medienmanager neidisch dreinblicken. Immerhin hat Axel Springer mit seinem 2009er-Zahlenwerk bewiesen, dass auch in Krisenzeiten Stabilität möglich ist. Das Berliner Verlagshaus hat mit den im zurückliegenden Jahr erzielten Ergebnissen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Axel Springer verdiente 10,19 Euro je Aktie, gerechnet wurde mit 8,49 Euro. Beim Umsatz verzeichnete der Konzern einen Rückgang um 4,3 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro. Erwartet wurde ein Rückgang um etwa fünf Prozent auf 2,59 Milliarden. Vorstandschef Mathias Döpfner zeigte sich entsprechend zufrieden...
Döpfner fasst Leistungen des Unternehmens zusammen
"Jeder achte Euro vom Umsatz war Gewinn, jeden fünften Euro haben wir im Internet umgesetzt, wir schlagen eine Rekorddividende vor, die Eigenkapitalquote wurde auf über 40 Prozent erhöht und die Verschuldung de facto auf Null abgebaut. Kennen Sie ein vergleichbares Medienunternehmen, das so erfolgreich durch die Krise gesteuert ist?" Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2010 erklärte Döpfner: "Wir gehen für das laufende Geschäftsjahr von stabilen oder leicht steigenden Umsätzen aus, vor allem aufgrund des Wachstums aus dem digitalen Bereich. Das EBITDA wollen wir um rund 10 Prozent steigern, überwiegend durch operative Verbesserungen und fortgesetzte Kostendisziplin in allen Konzernbereichen. Gleichzeitig wollen wir unsere finanziellen Spielräume ähnlich wie in 2009 für gezielte Verstärkungen in Wachstumssegmenten nutzen."

Aktie bleibt Top-Pick im Mediensektor
Axel Springer bleibt angesichts der hervorragenden 2009er-Zahlen weiterhin ein Top-Pick im Mediensektor. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung die Ausschüttung einer stabilen Dividende in Höhe von 4,40 Euro je Aktie vorschlagen, was einer Rendite in Höhe von deutlich über fünf Prozent entspricht. Eine aktuelle Einschätzung zum Titel finden Sie auch in Ausgabe 11/10 des AKTIONÄRs, die Sie hier als ePaper abrufen können.