Autoexperte Dudenhöffer: BMW schlägt Audi, Daimler mit Nachholpotenzial
DER AKTIONÄR hat mit Deutschlands bekanntestem Autoexperten, Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, gesprochen. Im Vergleich der deutschen Premiumhersteller sieht er klare Favoriten.
BMW, Mercedes oder doch einen Audi? Wer ein Auto einer deutschen Premium-Marke kaufen will, hat die Qual der Wahl. Auch aus Sicht des Anlegers ist es nicht einfach, sich für die beste Aktie zu entscheiden. Eine klare Meinung hat Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. DER AKTIONÄR hat Deutschlands bekanntesten Autoexperten auf dem Weg zu einer Vorlesung abgefangen.

Angetan hat es Dudenhöffer besonders BMW: "BMW ist heute gut positioniert und wird morgen noch besser positioniert sein. Schließlich kommen 2013 erste Elektromodelle in den Markt und die Erweiterung der Kapazitäten in China sorgt für gute Vorraussetzungen. Auch die Kostenvorteile sind ordentlich. Erreicht werden diese unter anderem durch geschickte Kooperationen wie mit Peugeot im Kleinwagenbereich bei Motoren. Auch mit Toyota geht man eine engere Verbindung ein, was BMW schlagkräftig macht - auch gegenüber Audi. Und BMW kann mit der Toyota-Kooperation sehr schnell in Hybride mit Kostensenkungen einsteigen. BMW und Toyota passen schon gut zusammen."
BMW düpiert Audi
Und weiter: "Carbon ist ein wichtiges Thema. BMW hat das aus meiner Sicht sehr gut aufgebaut und damit die von Piech mit aufgebaute Kernpositionierung von Audi zerschossen. Carbon wird in den nächsten zehn Jahren verstärkt in die Serie einfließen. Die Kosten sind noch hoch, aber mittelfristig ist das Thema sehr vielversprechend."
Daimler-Aktie mit Potenzial
Dennoch ist die beste Firma nicht automatisch die beste Aktie. Der Autoexperte erklärt wieso: "Potenzial sehe ich vor allem bei der Daimler-Aktie, denn hier sind die größten Verbesserungen im Unternehmen absehbar. Hier dürften die Gewinnmargen in den nächsten Jahren tendenziell weiter deutlich zulegen. VW und BMW sind hingegen schon sehr gut positioniert beziehungsweise das Verbesserungs- und Überraschungspotenzial ist geringer. Mercedes punktet mit der A-Klasse, guten Kooperationen und der Positionierung in den wichtigen Wachstumsmärkten und hat daher die schönste Zeit noch vor sich." (siehe auch: "Daimler: Ausbruch")
Peugeot shorten!
Schlechter läuft es bei der französischen Konkurrenz. Peugeot steckt tief in der Krise, die Aktie sollte unbedingt verkauft werden. Weitere Einzelheiten hierzu sowie eine aktuelle Einschätzung mit Hintergrundinfos finden Sie in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄR, die ab Mittwoch am Kiosk oder hier bereits im Online-Abruf zu haben ist.
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